Gemeinderat beschließt Erhöhung - Gebühr für Kanalanschluss sinkt

Der Wasserpreis steigt kräftig

Samerberg - Niedrigere Herstellungsbeiträge für den Kanalanschluss, aber höhere Wassergebühren: Dafür hat sich der Samerberger Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen.

Der Wasserpreis von 0,50 Euro pro Kubikmeter Wasser wurde seit mehr als 30 Jahren nicht mehr verändert, etwaige Verluste im Bereich der Trinkwasserversorgung wurden nicht ausgeglichen. Die Gemeinde habe nun aber keine andere Wahl, als die Gebühren anzupassen. Schließlich verlange der Gesetzgeber eine Kostendeckung. Auch die Rechnungsprüfer des Landratsamtes wiesen auf die erforderliche kostenbasierte Kalkulation der Gebühren hin, betonte Bürgermeister Georg Huber.

Gestiegene Energie- und Personalkosten sowie der Unterhalt eines immer größer werdenden Wasserleitungsnetzes sorgten in den vergangenen Jahren für einen deutlich höheren und damit auch teureren Betriebsaufwand. Auch die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen im Bereich der Qualitätssicherung und die Umsetzung der EU-Richtlinien verursachten erhebliche Mehrkosten. "Feststellen müssen wir aber auch, dass das kostbare Lebensmittel Trinkwasser in den letzten Jahrzehnten bei uns sehr günstig war", gab Huber zu.

Die Gemeinde hatte für die Kalkulation der Beiträge und Gebühren für Wasser und Kanal das für diese Thematik spezialisierte Fachbüro Schneider und Zajontz aus Greding beauftragt. Nach der ausführlichen Präsentation der Ergebnisse durch Andreas Pinkert beschloss der Gemeinderat folgende Änderungen. Ab 1. Januar 2013 kostet der Kubikmeter Trinkwasser einen Euro. Auch wenn die Erhöhung deutlich ausfalle, so liege dieser Tarif noch immer unter dem Durchschnitt vergleichbarer Wasserversorger aus der Nachbarschaft und weit unter dem Landesdurchschnitt, der bei 1,38 Euro liege, hieß es in der Sitzung.

Eine leichte Erhöhung ergab die Berechnung auch für die Herstellungsbeiträge zur Wasserversorgungsanlage. So wird künftig ein Betrag von 1,04 Euro (bisher 0,90 Euro) pro Quadratmeter Grundstücksfläche sowie 7,18 Euro (bisher 6,90 Euro) pro Quadratmeter Geschossfläche fällig.

Weniger Geld als erwartet muss künftig für einen Anschluss an das gemeindliche Kanalnetz bezahlt werden. Die Herstellungsbeiträge sinken von 23 Euro auf nunmehr 19,07 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche, für das Niederschlagswasser sinkt der Preis von 2,45 Euro auf jetzt 1,30 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche.

Die neue Einleitungsgebühr für Abwasser beträgt künftig 1,86 Euro (bisher 1,65 Euro) pro Kubikmeter. Wird zudem ein gemeindlicher Regenwasserkanal benutzt, liegt die Gebühr bei 2,25 Euro (bisher 2 Euro).

re/Oberbayerisches Volksblatt

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