Clinch mit "Bussi-Schorschi" und die Folgen...

Schechen - Auf dem Grundstück von "Bussi-Schorschi" halten Mieter seit 30 Jahren Pferde - ohne Genehmigung. Der Gemeinderat erteilte einer nachträglichen Genehmigung jetzt eine Absage!

Wie das Oberbayerische Volkablatt am Freitag berichtet, beantragten zwei Mieter aus dem Steinbrückweg in Pfaffenhofen nachträglich die bereits erfolgte Errichtung eines Reitplatzes. Doch weil Grundstücksbesitzer Georg Weiß alias "Bussi-Schorschi" gegen den für diesen Bereich gültigen Bebauungsplan gerichtlich zu Felde gezogen ist, standen die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung diesem Vorhaben ablehnend gegenüber. Und das, obwohl auf dem Areal unbestritten schon seit 30 Jahren Pferde gehalten werden.

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Eine entsprechende nachträgliche Baugenehmigung wurde Grundstücksbesitzer Georg Weiß bereits im Juni vergangenen Jahres von den Räten abgelehnt. Da der Wurzacher Unternehmer aufgrund des Baus des sogenannten "Event-Stadls" auf dem Firmengelände mit der Gemeinde schon seit längerer Zeit im Clinch liegt und sowohl gegen den für Wurzach geltenden Bebauungsplan, als auch gegen den für den Reitplatzbereich gültigen Bebauungsplan eine Normenkontrollklage beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) erhoben hat, ist die Lage insgesamt zwischen Weiß und Gemeinde angespannt.

Georg Weiß alias "Bussi-Schorschi"

"Wir nähern uns immer mehr an. Ich bin ganz optimistisch, dass wir bald eine Lösung finden werden, mit der die Gemeinde und ich gut leben können", sagte "Bussi-Schorschi" gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt. Zum Thema Reitplatz wollte Weiß jedoch nichts sagen, dies sei Sache seiner Mieter. Dazu der Eigentümer: "Das interessiert mich nicht und geht mich nichts an".

Dossier:

Die beiden Pfaffenhofener Familien hoffen nun auf das Verständnis von Bürgermeister Holzmeier: "Hier werden seit 30 Jahren Pferde ohne jegliche Anwohner-Beschwerden gehalten, was von der Gemeinde stets geduldet wurde. Zudem hat der Reitplatz das Ortsbild an dieser Stelle sogar verschönert, denn früher hatte das Areal nur einen Kiesboden und war immer voller Matsch und Dreck."

Rubriklistenbild: © cs/pa

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