Bau von Fischtreppe in vollem Gang

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Schechen - 1,5 Millionen Euro für die Umwelt - die Fischtreppe bei der Staustufe soll den Fischen den Wechsel vom Hammerbach in den Inn ermöglichen.

Im Gemeindebereich von Schechen, vor der Staustufe Feldkirchen, bei Flusskilometer 178 erstellt die Verbund AG am Inn eine aufwändige Fischaufstiegshilfe – auch „Fischtreppe“ genannt. Der österreichische Kraftwerksbetreiber erfüllt damit eine Wasserrahmenrichtlinie der EU sowie dem deutschen Wasserhaushaltsgesetz (WHG), wonach auch der Inn bei Wasserkraftanlagen durchgängig gemacht werden muss. Dazu erläuterte die im Bauamt im LRA Rosenheim zuständige Sachbearbeiterin, Claudia Schweinöster, dass für das Bauwerk am Inn die baurechtliche Genehmigung erteilt wurde. „Diese Fischwanderhilfe ermöglicht nach Fertigstellung den Wechsel von Fischen und Fischnährtieren vom Hammerbach in den Inn“, so die Sachbearbeiterin weiter. Diese ökologische Baumaßnahme sei für alle Wasserkraftanlagen des Inns geplant, um den Fluss den Vorschriften entsprechend wieder durchgängig zu machen.

Projektleiter des Bauwerks bei Feldkirchen ist Herr Wimmer von den Verbund-Innkraftwerken. Er äußerte sich zur Errichtung der Fischwanderhilfe begeistert: „Es ist schon toll, so eine Maßnahme für die Umwelt realisieren zu können und sie wird an jeder Staustufe umgesetzt“. An der Baustelle sind die Rosenheimer Firmen Zosseder und Großmann mit 20 Arbeitern eingesetzt. Wimmer rechnet mit Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage im Herbst dieses Jahres.

Weitere Informationen erteilt die Kommunikationsmanagerin für Oberösterreich und Bayern, Eveline Fitzinger: „Wir betreiben an Donau und Inn insgesamt 30 Wasserkraftwerke, sogenannte Laufkraftwerke. Davon befinden sich 21 am Inn, sodass wir diese und 9 an der Donau ‚fischdurchgängig‘ machen müssen. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2021 allein an diesen Flüssen nach Vorgaben der EU 30 Fischtreppen errichtet werden müssen. Diese ‚Durchgängigkeit‘ betrifft nicht nur die Fische sondern alle Wasserorganismen. Erwähnen möchte ich noch, dass VERBUND insgesamt 121 Flusskraftwerke betreibt“. Die Pressesprecherin erklärte: "So ein Bauwerk könne bis zu 1,5 Mio. Euro kosten.". Die Beobachtungsmöglichkeit durch Glas schränkt sie jedoch ein.

eller

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