Neues aus dem Gemeinderat:

Günstiger Baugrund für junge Familien in Schechen

Schechen - Bereits vor rund 35 Jahren wurde das erste Einheimischemodell in der Gemeinde eingeführt. In der Juli-Sitzung stellte das Gremium vier neue Grundstücke zum Verkauf in Aussicht:

"Im Moment stehen wieder vier Grundstücke der Gemeinde zum Verkauf an", erklärt der Bürgermeister der Gemeinde Schechen, Hans Holzmeier, im Gespräch mit rosenheim24.de. In seiner Sitzung im Juli beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Neuerlass der Richtlinien und Antragsunterlagen zur Vergabe gemeindlicher Wohnbaugrundstücke an "Einheimische". "Mindestens fünf Jahre muss ein Bewerber demnach im Gemeindegebiet wohnen, damit er oder sie überhaupt als Käufer in Frage kommt", ergänzt der Bürgermeister.


Punktesystem zur Bewertung der potentiellen Käufer

Nach einem speziellen Punktesystem wird dann eine Art Ranking aufgestellt, um die Käufer zu ermitteln. Neben beispielsweise der Kinderzahl und der Zeit in der Gemeinde, werde dabei auch eine Vermögens- und Einkommensobergrenze angesetzt, so Holzmeier. Zudem gibt es auch Punkte für behinderte oder pflegebedürftige Familienmitglieder. Insgesamt 15 Bewerbungen hat der Bürgermeister bereits auf dem Schreibtisch liegen. Kein Wunder denn: Mit einem Kaufpreis von 130 Euro inklusive Erschließungskosten pro Quadratmeter für die vier Grundstücke an der Kranzhornstraße in Hochstätt, bleibt die Gemeinde deutlich unter den für diesen Bereich aufgerufenen Preisen. "Normal sind die Preise dort fast doppelt so hoch", berichtet Hans Holzmeier.

Bewerbungsfrist bis September

Die Richtlinien zur Vergabe sollen in Kürze auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden und sollen dann vor allem jungen Familien die Möglichkeit bieten, günstig an Baugründe zu kommen. Noch bis Ende September läuft dann die Bewerbungsfrist, bis zu der sich Interessenten bei der Gemeindeverwaltung melden können. "Wir haben die Richtlinie selbstverständlich mit der Geschäftsstelle des Bayerischen Gemeindetags abgesprochen", so der Bürgermeister abschließend. Nach anfänglichen Unstimmigkeiten in Bezug auf das sogenannte "Einheimischenmodell" mit der EU-Kommission, die eine Benachteiligung von bestimmten Personengruppen in diesem Zusammenhang befürchtet hatte, sei mittlerweile ein Urteil des EU-Gerichtshofs ergangen, dass den Gemeinden Rückendeckung gäbe, erklärt Hans Holzmeier. Im Zuge dessen wurde die Dauer der Wohnhaft in der Gemeinde von ursprünglich zehn Jahren auf fünf Jahre reduziert

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