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Glockenläuten für die Westtangente

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Rund 300 Bürger folgten dem Aufruf der Bürgerinitiative "B15 - Raus aus Pfaffenhofen" und zogen im Protestmarsch mit.

Schechen/Pfaffenhofen - Die Bürgerinitiative "B15 - Raus aus Pfaffenhofen" hat zu einem Demonstrationszug eingeladen - und rund 300 Bürger folgten diesem Aufruf.

Vom gewaltigen Verkehrsstau in Richtung Kreisstadt abgesehen verlief der Protestzug friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

Der Marsch führte die Teilnehmer unter lautem Sirenengeheul und Glockenläuten von St. Laurentius auf der rechten Fahrbahnseite der Bundesstrasse von der Gaststätte Esterer in Richtung Rosenheim und endete am Ortsausgang beim Anwesen Eder. "Mit dieser Demonstration wollen wir Zeichen setzen. Wir brauchen in Pfaffenhofen ein entschiedenes Miteinander", begrüßte Pastoralassistent Hubert Fackler die zahlreichen Teilnehmer. Schließlich hätten die Bürger von Schechen und Hochstätt von der Auslagerung der B 15 im zwischenmenschlichen Bereich profitiert; denn die Hauptverkehrsstraße habe zuvor Familien und Bekannte getrennt und sei als Barriere empfunden worden.

BI-Sprecher Lothar Thaler dankte dem Landratsamt sowie der Polizei Rosenheim für die hilfsbereite Unterstützung. Nachdem er den Ablauf der Demonstration erläutert hatte, sperrten Polizeibeamte den Verkehr der B 15 in beide Richtungen, so dass der Zug die Fahrbahn betreten konnte. Angeführt wurde die Bürgerbewegung von einem Radfahrer mit dem Schild "13 000 Pkw und 1700 Lkw pro Tag sind genug!"

Passanten bezeichneten die Länge des sich im Nu bildenden Verkehrsstaus als "unendlich", während die Polizei von einer Länge über Schechen hinaus von etwa zehn Kilometern sprach. Vielfältig waren die mitgeführten Schilder und Transparente: "Spart am Kundus, dann habt ihr für die Westtangente" oder "Mautpflicht für Lkw auf B 15".

Besondere Aufmerksamkeit erregte die musikalische Untermalung, die Berufsmusiker und Anwohner Bernhard Fleischmann mit seiner eigens komponierten und getexteten "B-15-Raus-Hymne" während des gesamten Marsches akustisch zum Besten gab (abzuhören unter www.BIB15.de). "Wir wollen keine Brummis mehr!" ist eine deutliche Bitte und Mahnung an verantwortliche Politiker.

Interessant waren auch die zustimmenden Meinungen von Autofahrern, die im Stau festsaßen. Sie zeigten großes Verständnis für die Reaktion der Pfaffenhofener und hielten sie für richtig.

Lothar Thaler am Schluss der Demonstration: "Sie war ein Riesenerfolg und hat allen Beteiligten Mut für weitere Aktionen gemacht. Ein neues Wir-Gefühl ist Pfaffenhofen entstanden!" Dem harten Kern der Demonstration sei Erschöpfung anzumerken gewesen - aber auch eine tiefe Befriedigung.

ele/Oberbayerisches Volksblatt

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