Gewalt ist ein absolutes No-Go

"Wenn Helfer zu Opfern werden" - Feierabendrunde von Otto Lederer

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v.l. Der CSU-Landtagsabgeordnete Otto Lederer (Mitte) bei einer Geschenkübergabe an Kreisbrandrat Richard Schrank (links) und Polizeipräsident Robert Kopp (rechts) am Ende der Feierabendrunde „Was tun wenn Helfer zu Opfern werden?“

Schechen - Trotz der Hitze haben über 30 Personen an der jüngsten „Feierabendrunde“ des CSU-Landtagsabgeordneten Otto Lederer in Marienberg beim Mesnerwirt teilgenommen. 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Das Thema „Wenn Helfer zu Opfern werden“ mit den beiden Referenten Polizeipräsident Robert Kopp und Kreisbrandrat Richard Schrank fand großen Anklang bei den anwesenden Gästen, die aus den verschiedensten Bereichen, wie zum Beispiel Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr oder THW kamen.

 Kein Wunder, häufen sich doch die negativen Meldungen diesbezüglich in der Presse, wie Otto Lederer in seinem Eingangsstatement anführt: „Beamte bespuckt und auf Streifenwagen eingetreten“, „Immer mehr Attacken auf Polizei“ oder „Herrmann beklagt immer mehr Hass und Gewalt gegen Polizisten“.

„Gewalt gegen Einsatzkräfte macht unser System kaputt!“

Wenn es nach dem Landtagsabgeordneten Otto Lederer geht, sollten diese Vorfälle sogar noch öfter in der Gesellschaft thematisiert werden: „Dieses Thema hat die Sprengkraft, unser System aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu zerstören, in dem sich der ein oder andere aufgrund solcher Vorkommnisse dann nicht mehr ehrenamtlich bei der Feuerwehr oder im Rettungsdienst engagieren wird. Und das müssen wir unbedingt verhindern!“

Deswegen sollten Angriffe verbaler oder gar körperlicher Art auf Einsatzkräfte unbedingt bei der örtlichen Polizei angezeigt werden, appelliert Rosenheims Polizeipräsident Robert Kopp. „Im vergangenen Jahr gab es allein 137 Fälle von Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten im Landkreis Rosenheim – also ungefähr jeden dritten Tag!“ Dies geschehe meist bei den klassischen Streifendiensten.

Härtere Strafen als Abschreckung gefordert:

Vor diesem Hintergrund fordert Kreisbrandrat Richard Schrank härtere Strafen als Abschreckung. Dies werde auch bereits umgesetzt, wie Kopp anfügte. So werden Fälle noch schneller an die Staatsanwaltschaft zur Bearbeitung übergeben und landen so auch noch schneller vor Gericht. „Gewalt ist ein absolutes No-Go und dies muss noch deutlicher in der Gesellschaft verankert werden“, sagt Kopp.

„Polizei bei Angriffen einbeziehen!“

Dies sei dringend notwendig, erklärt auch Kreisbrandrat Schrank. „Ich kann viele Beispiele anführen, die unsere Einsatzkräfte nachhaltig belasten – auch psychisch!“ Er habe selbst erlebt, wie ein Autofahrer eine Absperrung durchbrochen und ihn angefahren habe. „Plötzlich findet man sich selbst im Krankenhaus wieder“, so Schrank. Die Zusammenarbeit mit der Polizei sei in diesen Fällen sehr gut, weshalb auch er noch einmal bekräftigte, die Polizei bei Angriffen mit einzubeziehen. „Nur so wird auch das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer geschärft“, erklärt Schrank.

Lösungsansatz:

Gelingen könnte dies durch eine entsprechende Präventionsarbeit. „Nur wenn Gewalt gegen Polizisten, Sanitäter oder Feuerwehrkräfte gesellschaftlich geächtet werde, so könne die Wertschätzung für den Dienst der Einsatzkräfte in der Gesellschaft gesteigert werden“, darin waren sich alle anwesenden Personen einig.

Zur Feierabendrunde:

Die „Feierabendrunde“ ist ein Format des CSU-Landtagsabgeordneten Otto Lederer, bei dem mindestens einmal im Jahr eine öffentliche Veranstaltung zu einem aktuellen Thema abgehalten wird. Zu Beginn findet eine kleine Wanderung zum näheren Kennenlernen der Teilnehmer statt. An diese schließt sich eine Diskussion in einer Gaststätte mit den Referenten und Gästen an.

Pressemeldung des Abgeordnetenbüro Otto Lederer, MdL

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