Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ungläubige Reaktion der Kommunalpolitiker

Die Deutsche Bahn schlicht ausgelacht: Schechener Rat quittiert Pläne mit Kopfschütteln

So könne der Wall am Ortsende von Pfaffenhofen aussehen. Ein Pfaffenhofener hat die Fotomontage mit einer Durchfahrtshöhe von 3,40 Metern gefertigt, um die Wucht des Walls zu verdeutlichen. re
+
So könne der Wall am Ortsende von Pfaffenhofen aussehen. Ein Pfaffenhofener hat die Fotomontage mit einer Durchfahrtshöhe von 3,40 Metern gefertigt, um die Wucht des Walls zu verdeutlichen.

Schlichtweg ausgelacht haben die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung die Deutsche Bahn. Zu skurril fanden sie Planung und Kostenschätzung, mit der die Bahn die Untertunnelung der Gemeinde ablehnte.

Schechen – Bürgermeister Stefan Adam (CSU) kam geradewegs aus einer Videokonferenz, bei der die Bahn den Bürgermeistern das Ergebnis der Untersuchung zum Tunnel nördlich von Rosenheim vorstellte. Als er den Gemeinderäten das Ergebnis der Untersuchungen vorstellte und die von der Bahn prognostizierten Mehrkosten von drei Milliarden Euro nannte, tönte höhnisches Gelächter durch den Saal in der Modest-Mitterhuber-Stiftung.

Kopfschütteln über den Riesentrog

Das nahm eher noch an Fahrt auf – begleitet von allseitigem Kopfschütteln –, als Adam dann noch die Fortsetzung des Tunnels außerhalb des Schechener Gemeindegebietes präsentierte: Der Tunnel soll in einen 1,7 Kilometer langen, 30 Meter tiefen und bis zu 40 Meter breiten ansteigenden Trog übergehen, in Ostermünchen müssten den vorliegenden Plänen nach in 16 Metern Tiefe Bahnsteige gebaut werden. Was Bahnsteige an einer angeblich dem Güterverkehr vorbehaltenen Schnellstrecke sollen, blieb offen.

+++ Mehr zu Brenner-Nordzulauf finden Sie hier +++

Der Bürgermeister hat grob überschlagen, dass der vorgestellte Trog rund 1,5 Millionen Kubikmeter oder knapp 100.000 Lkw-Ladungen Erdaushub produziert. Von Spuntwänden und anderem ganz abgesehen. „Der Tunnel kostet keine drei Milliarden, der Trog macht‘s teuer“, so seine Schlussfolgerung.

Adam kommentierte diese Planung trocken mit: „Wer so etwas plant, hat keine Lust, dass eine andere Lösung gefunden wird.“ Kein Wunder, so der Bürgermeister, dass die Bahn angesichts dieser Pläne von einer Verlängerung der Bauzeit von zwei bis drei Jahren ausgehe.

Was ihn beruhigt: Die Bahn hat den Tunnel zwischen Stephanskirchen und Schechen aus wirtschaftlichen Gründen verworfen. Technisch ist er machbar. Die Gemeinde werde weiter für den Tunnel kämpfen, kündigte Adam an und erntete dafür allseits zustimmendes Kopfnicken. Denn den bis zu 80 Meter breiten und bis zu 15 Meter hohen Wall, den die Deutsche Bahn aktuell als Fortsetzung der Innüberquerung bei Langenpfunzen quer durch das südliche Gemeindegebiet plant, den will nun wirklich kein Schechener.

„Wachrütteldemo“am 3. Oktober

Stefan Dialler (Parteifreie Bürger), Mitglied im Dialogforum Brenner -Nordzulauf,, sorgte für ungläubiges Gelächter, als er erzählte, die Deutsche Bahn habe stolz dass neue Planungsbüro vorgestellt. „Und dann sitzen da dieselben Gesichter, die bisher für die Bahn geplant haben. Das stinkt doch alles zum Himmel!“ schimpfte er.

Dialler gab noch bekannt, dass es am 3. Oktober eine „Wachrütteldemo“ zum Brenner-Nordzulauf in Rohrdorf geben wird.

Kommentare