Neues aus dem Gemeinderat

Mehrkosten für Seniorenheim sind vom Tisch

Schechen - Neben Lärm bereiteten auch Erschütterungen dem Gemeinderat bei der Umsetzung des geplanten Seniorenheims am Bahnhof einige Probleme. Ein Gespräch mit der Bahn sorgte für Klarheit:

Im Zuge der Bebauungsplanänderung im Bereich des Bahnhofs in Schechen, als Vorbereitung für den Bau des neuen Seniorenheims, waren in der Vergangenheit einige Probleme aufgetreten. So sah sich die Gemeinde gezwungen, neben einem neuen Lärmschutz-Gutachten, auch einen Bericht zu möglichen Erschütterungen, die durch etwaige Güterzüge auf der Bahnstrecke verursacht worden wäre, vorzulegen.


"Das hätte das Vorhaben für den Investor definitiv teurer gemacht. Es hätten spezielle Folien zur Erschütterungs-Minderung verbaut werden müssen", erklärt Hans Holzmeier, der Bürgermeister der Gemeinde im Gespräch mit mangfall24.de. Auch in Hinblick auf den Lärm wären so mehr Maßnahmen zur Minderung der Belastung nötig gewesen. Eine Unterhaltung mit der Südostbayern-Bahn sorgte jedoch jetzt, vor der aktuellen Gemeinderatssitzung, für Aufklärung.

Keine Güterzüge auf der Strecke

Nachdem in der ersten öffentlichen Auslegung das Rosenheimer Landratsamt sowohl ein Lärmschutz- als auch ein Erschütterungsgutachten für den Neubau gefordert hatte, sahen die Gemeinderäte und Gemeinderätinnen das Projekt Seniorenheim bereits in Gefahr. "Wir haben die Situation nochmal beurteilt. Dabei ist jedoch nur der Ist-Zustand, nicht die Zukunft, betrachtet worden", so Bürgermeister Holzmeier. Aufgrund des derzeit laufenden Stundentaktes mit Personenverkehr auf der Strecke zwischen Rosenheim und Mühldorf, sehe die Südostbayern-Bahn jedoch gar keinen Raum für den Güterverkehr, sehr zur Erleichterung der Schechener, so der Bürgermeister weiter.

Was bleibt ist der Immissionsschutz. So muss der Investor nach wie vor sicherstellen, dass der Lärm im Inneren der Anlage 25dB nicht überschreitet. Trotzdem geht der Bürgermeister von einer "erheblichen, finanziellen Erleichterung" für den Bauherrn aus, und weiter: "Wir hoffen, dass das jetzt gut über die Bühne geht."

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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