Schießanlage: Nutzung bis 2014 geplant

Brannenburg - Die Standortschießanlage in Brannenburg am Inn soll trotz Anwohnerproteste bis mindestens im Jahr 2014 betrieben werden. Das wurde jetzt bekannt.

Wie die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) auf Anfrage vom Bundesverteidigungsministerium erfahren hat, soll die Standortschießanlage Brannenburg trotz der Anwohnerproteste bis mindestens 2014 betrieben werden. Das Bundesverteidigungsministerium rechnet damit, dass die derzeitige Nutzung der Anlage durch Bundeswehrangehörige aus Bad Reichenhall zwar nur bis Ende 2010 notwendig ist.

Auf der Standortschießanlage in Bischofswiesen sei aber eine größere Baumaßnahme geplant. Während dieser Maßnahme werde der dortige Schießbetrieb nach Brannenburg verlagert. Da die Standortschießanlage Bad Reichenhall dann ausgelastet sei, könnten die Soldatinnen und Soldaten während der Baumaßnahme nicht dorthin verlegt werden. Die Bischofswiesener Schützen sollen demnach bis zum Ende der Baumaßnahme in Brannenburg trainieren.

Laut Bundesverteidigungsministerium sei dies frühestens 2014. Wenig erfreulich fiel auch die Antwort des Ministeriums auf die Frage von Angelika Graf nach Lärmschutz für die Anwohner aus. Demnach plant das Ministerium derzeit keine Lärmschutzmaßnahmen und begründet dies damit, dass der Weiterbetrieb nur „mittelfristig“ geplant sei. „Das ist nicht in Ordnung. Die Anwohner brauchen Lärmschutz, vor allem wenn die Anlage bis 2014 in Betrieb bleiben soll“, kritisiert Graf. Die SPD-Bundestagsabgeordnete will sich nun beim CSU-geführten Bundesverteidigungsministerium für Lärmschutz zugunsten der Anwohner einsetzen.

Pressemeldung Bundestagsabgeordnete Angelika Graf

Rubriklistenbild: © PA

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