Schlechtestes Ergebnis in Rosenheim

Rosenheim/Landkreis - Deutschland hat gewählt - und bei der Bewertung der Ergebnisse gibt es wie immer unterschiedliche Auffassungen. So auch in der Region Rosenheim.

Die Linke etwa erhöhte ihren Erststimmenanteil in Stadt und Landkreis Rosenheim im Vergleich zu 2005 um 1,5 auf 3,7 Prozent - trotzdem war es das schlechteste Ergebnis bundesweit. Bei den Zweitstimmen sind die Linken in Starnberg mit 4,1 Prozent deutschlandweites Schlusslicht (in Rosenheim waren es 4,4 Prozent).

75,3 Prozent wählten auf der Fraueninsel

Indessen löste Georg Huber, Bürgermeister der Gemeinde Chiemsee, das Rätsel um die verblüffend niedrige Wahlbeteiligung auf der Fraueninsel. In der amtlichen Statistik steht die Wahlbeteilung mit 58,6 Prozent zu Buche. Huber betont, dass sie tatsächlich weit darüber liege. Auch diesmal seien die Briefwähler in der Gemeinde, weil sie so klein sei, mit denen in Breitbrunn und Gstadt in einen Topf geworfen worden - und dort in die Statistik eingeflossen. Wenn man die Briefwähler hinzurechne, dann ergebe sich eine tatsächliche Wahlbeteiligung von 75,3 Prozent.

ÖDP: Besser als 2002, schlechter als zuletzt

Die Rosenheimer ÖDP-Stadträtin Sabine Hitzner legt wert auf die Feststellung, dass die ÖDP ihr Zweitstimmenergebnis im Vergleich zu 2002 (2005 war die ÖDP nicht angetreten) von 0,6 auf 1,7 Prozent gesteigert hat - und damit nicht zu jenen Parteien gehöre, die stagnieren. Bei den letzten Europa-, Landtags- und Kommunalwahlen schnitt die ÖDP allerdings deutlich besser ab.

ls/pg/Oberbaerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

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