Schüler durchliefen Sicherheitstraining

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Die Fingerkuppen-Pulsmessung erklärte "First Responder" Sascha Leppich.

Bruckmühl - Einen besonderen Unterrichtstag erlebten die Schüler an der Holnstainerschule: Sie durchliefen ein Sicherheitstraining, bei dem wertvolles Wissen vermittelt wurde.

Was muss ich bei einem Notruf beachten? Wie lange ist der Bremsweg eines Zuges? Wie verhalte ich mich bei Gewalt im Schulhof? Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt des besonderen Unterrichtstages an der Bruckmühler Holnstainerschule, der ganz dem Thema "Sicherheit" gewidmet war. Eine ähnlichen "Schulstundenplan" hatte es zuletzt im Schuljahr 2002/2003 gegeben.

Zügig und diszipliniert verließen die Schulkinder nach dem unangekündigten Feueralarm das Schulgebäude.

Den Auftakt des vom Elternbeirat mit Vorsitzender Helena Schermer zusammen mit Schulleiter Christoh Rastinger initiierten Sicherheitstages bildete ein unangekündigter Feueralarm, bei dem die rund 280 Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften das Schulgebäude verlassen mussten. Dabei strömten die Schulkinder zügig, aber diszipliniert durch alle drei Ausgänge. Danach wechselten sich die elf Klassen an den insgesamt zehn verschiedenen Themen-Stationen ab. Von den Beamten der Bundespolizei-Inspektion Rosenheim wurden sie über deren Aufgabenbereiche informiert und unter anderem über die Gefahren am Bahnsteig aufgeklärt.

Sie lernten dabei, dass der Bremsweg eines mit 100 km/h fahrenden Zuges 1000 Meter beträgt und dessen Luftsog für zu nahe am Bahnsteig stehende Personen gefährlich ist. Sie durften ferner im Polizeiauto sitzen und Schutzweste und Einsatzhelm anprobieren. Vom Kommandanten der Bruckmühler Feuerwehr, Werner Meier-Matheke, erfuhren die Schüler alles Notwendige über den Gebrauch von Feuerlöschern und konnten damit Löschversuche starten. Außerdem lernten sie verschiedene Werkzeuge der "Floriansjünger" kennen wie die Rettungs- und Spreizschere oder das Luft-Hebekissen.

Das Üben mit dem wassergefüllten Druckluft-Feuerlöscher unter der Anleitung von Feuerwehrmann Maxi Oswald machte den Kindern Spaß.

Ein "Besuch" im Feuerwehrauto gehörte selbstverständlich dazu. Zum Thema "Feuerwehr" klärten außerdem Filme über die Brennbarkeit von Gegenständen wie Plastikspielzeug und über das richtige Absetzen eines Notrufs auf, bei dem die "5 W" zu beachten sind: Wer ruft an? Wo ist der Einsatzort? Was ist passiert? Wie viele Verletzte? Warten auf Rückfragen!

Im Erste-Hilfe-Kurs übten die Kinder nach einer Unterweisung durch die Ärztin Dr. Tanja Langer, wie man eine bewusstlose Person vor dem Eintreffen des Krankenwagens in die stabile Seitenlage bringt. Um Erkrankungen oder Verletzungen ging es auch beim Vortrag von Sascha Leppich, der die Tätigkeit der "First Responder" schilderte und unter anderem das Anlegen einer Armschiene oder die Fingerkuppen-Pulsmessung demonstrierte. Auf Gefahren im und vor dem Schulbus wurden die Schüler von Busfahrer Peter Blaga bei einer "Testfahrt mit Hindernissen" hingewiesen.

Weitere Filme beschäftigten sich mit den Problemfelder Mobbing, verbale und körperliche Aggressionen und Erpressung und illustrierten die Tätigkeit von Streitschlichtern. Auf diese Themenkreise ging auch Nico Kornhaß in seinem Beitrag zur Gewaltprävention ein.

Nach einigen "Fitness-Übungen" zeigte der zweifache Kickboxweltmeister zusammen mit den Schulkindern in Rollenspielen das Gefahrenpotential für Gewalt im Schulhof auf und ermahnte seine Zuhörer zur Toleranz: "Man muss nicht mit jedem befreundet sein, aber jeder verdient Respekt - egal, wo er herkommt".

Die Schüler zeigten großes Interesse an den durchwegs interessanten und abwechslungsreichen Programmpunkten und machten dadurch den "Sicherheitstag" an der Holnstainerschule zu einem "Erfolgstag".

bjn/Mangfall-Bote

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