Schulsanierung: Kosten gestiegen

Stephanskirchen – Eine Altbaurenovierung verläuft in der Regel nicht ohne Überraschungen: Dies gilt auch für die Grundschule Schloßberg.

Die Kosten für die energetische Sanierung mit Verbesserung des Brandschutzes erhöhen sich um 155 000 Euro. Der Gemeinderat akzeptierte die Kostensteigerung auf nunmehr 2,13 Millionen Euro. Denn die Gründe sind schlüssig: Die Bestandspläne, Grundlage für die erste Berechnung der notwendigen Investitionsmittel, erwiesen sich nach Informationen des Architekturbüros Wimmer als lückenhaft. Die Realität sah häufig anders aus als in den alten Planunterlagen angegeben. Selbst die vorgegebene Statik des Gebäudes wurde zum Teil anders ausgeführt, was gravierende Änderungen bei den neu zu planenden Leitungsführungen zur Folge hat.

Das Flachdach der Aula muss nach Angaben der Planer sogar komplett erneuert werden, statt wie ursprünglich gewünscht nur teilweise. Der Brandschutz erfordere zusätzliche Maßnahmen wie die Einhausung der Lüftungszentralen. Die Bauverwaltung nannte die Änderungen "nachvollziehbar" und machte dem Gemeinderat die Kostenerhöhung auch mit dem Argument schmackhaft, dass das erste Ausschreibungspaket wieder Einsparungen vorsieht, sodass ein gewisser finanzieller Ausgleich möglich wäre.

Befürchtungen sind unbegründet

Für Unruhe in der Elternschaft der Grundschule hat die Tatsache gesorgt, dass im Rahmen der Generalsanierung eine Lüftungsanlage eingebaut wird, für die Wände aufgebrochen und Schächte verlegt werden. Auch die Fenster im grünen Schulhaus werden ausgetauscht. Die Kosten für all diese Maßnahmen seien so hoch, dass das Geld nicht mehr ausreiche, um Klassenräume wieder zu verputzen und neu zu streichen, soll mitgeteilt worden sein.

Bürgermeister Rainer Auer weist diese Befürchtungen auf Anfrage unserer Zeitung zurück. Durch die Arbeiten entstehende Schadstellen müssten natürlich ausgebessert und die betroffenen Wände gemalert werden, um wieder ein ansehnliches Bild zu erreichen. "Wir investieren nicht über zwei Millionen Euro und lassen Kinder in unverputzten Räumen sitzen", so Auer.

Er betont jedoch, dass die Gemeinde als Bauherrin wiederholt bei diversen Informationsveranstaltungen darauf hingewiesen habe, dass bei der Sanierung der Grundschule die Verbesserung der thermischen Hülle und Dämmung sowie des Brandschutzes im Mittelpunkt stehe. "Wir erneuern das Haus nicht komplett, werden es also auch nicht ganz neu streichen lassen, sondern nur dort, wo es notwendig ist. Denn wir sanieren schließlich im Bestand."

Zu den Baumaßnahmen gehört übrigens auch die Errichtung eines Liftes, der die Grundschule barrierefrei weiterentwickelt. Direkt an das Gebäude angebaut wird, wie mehrfach berichtet, das neue Haus für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung der Kinder.

duc/Oberbayerisches Volksblatt

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