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Wochenbericht Stand 9. September, 24 Uhr

So ist die Corona-Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim im Überblick

Symbolbild
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Der Corona-Wochenbericht für Stadt und Landkreis Rosenheim. (Symbolbild)

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 9. Septmeber 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

Pressemitteilung im Wortlaut

Aktuelle Lage

Das Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass sich das Infektionsgeschehen in der Region Rosenheim seit dem letzten Wochenbericht am 3. September 2021 weiterhin gesteigert hat. In der Stadt Rosenheim bewegt sich die 7-Tage-Inzidenz konstant im Bereich von 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Damit liegt die kreisfreie Stadt Rosenheim auf dem RKI-Dashboard heute wiederum an Platz 1 der Rangliste in Bayern und auf Rang 4 in Deutschland. Auch im Landkreis ist es zu einem weiteren fulminanten Anstieg der Infektionszahlen gekommen. Der Landkreis liegt auf dem RKI-Dashboard heute an vierter Stelle der Rangliste in Bayern.

Dem Gesundheitsamt Rosenheim wurden täglich zwischen 37 und 126 neue Fälle (insgesamt 557 Neumeldungen, Vorwoche: 482) gemeldet. Weit überwiegend sind Ungeimpfte bei den neuen Fällen betroffen, weiterhin liegen etwa Dreiviertel der positiv Getesteten im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. Die bekannten Hauptursachen der Ansteckungen sind Reiserückkehrer und Übertragungen im familiären Umfeld.

Zunehmend kommt es zu Übertragungen von Infektionen auf Mitarbeiter und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen. In der letzten Woche haben sich ein großes Ausbruchsgeschehen in einem Pflegeheim in der Stadt und ein weiteres, kleineres in einem Pflegeheim im Landkreis ereignet.

Die Bettenbelegung in den Kliniken in Stadt und Landkreis lag in den letzten Tagen täglich zwischen 22 bis 26 Patienten auf Normalstation und 10 bis 15 auf Intensivstationen. Insgesamt ist die Bettenbelegung somit im Vergleich zur Vorwoche auf den Normal- und Intensivstationen gestiegen. Die Zahl der täglichen Meldungen von stationären Neuaufnahmen bewegt sich auf Normalstation zwischen 0 und 4 (insg. 13) und zwischen 0 und 3 auf Intensivstationen (insgesamt 10). Die Lage auf den Intensivstationen im RoMed Klinikverbund ist angespannt, die COVID-Intensivbetten sind voll belegt. Es werden dort nahezu ausschließlich ungeimpfte Patienten intensivmedizinisch versorgt.

Die Kontaktpersonennachverfolgung kann durch das Gesundheitsamt sowohl im Bereich der Indexfälle als auch bei den Kontaktpersonen tagesaktuell nicht mehr sichergestellt werden. Zur Verbesserung der Kapazitäten werden Einstellungsverfahren mit Hochdruck betrieben, der zeitliche Umfang des Einsatzes bei den sogenannten Springern wieder aufgestockt und Reservisten aktiviert. Um den entstandenen Rückstand wieder aufarbeiten und die Fälle wieder tagesaktuell abarbeiten zu können, wurde ein Antrag auf Unterstützung bei der Bundeswehr gestellt. Seit heute ist bekannt, dass die Bundeswehr dem Antrag zugestimmt hat und das Gesundheitsamt ab kommenden Montag unterstützen wird.

Bewertung des Infektionsgeschehens

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, bewertet die epidemiologische Lage in Stadt und Landkreis folgendermaßen: „Wir befinden uns in der Region mitten in einer vierten Welle mit einem seit Anfang August exponentiellen Anstieg der Fallzahlen. Die 7-Tage-Inzidenz ist weiterhin ein wichtiger Frühindikator für das Infektionsgeschehen in der Region, so wie eine Fieberkurve. Sie ist in der Stadt Rosenheim seit dem 9. August 2021 vom einstelligen Bereich auf über 200 angestiegen und seit letzter Woche dort verharrt. Im Landkreis steigt sie in den letzten Wochen kontinuierlich an und liegt aktuell über 160. Diese vierte Welle ist vornehmlich eine Welle der bislang Ungeschützten, also der Personen, die nicht geimpft sind oder die Infektion nicht bereits durchgemacht haben. 

Die Lage in den Kliniken in Stadt und Landkreis hat sich mittlerweile im Intensivbereich zugespitzt. In den RoMed Kliniken sind die COVID-Intensivbetten voll belegt, die Situation dort wird als angespannt bezeichnet. Nahezu ausschließlich sind die COVID-Intensivbetten mit ungeimpften Patienten belegt. Auch wenn aktuell noch ganz überwiegend die Erwachsenen im Altersbereich von 18 bis 59 Jahren von den Übertragungen betroffen sind, so dürfen wir uns nicht täuschen lassen, auch diese Altersgruppen können schwer und sogar lebensbedrohlich erkranken, so dass sie intensiv- und beatmungspflichtig werden. Das wird die Belastung der Kliniken in der Region vor allem im Intensivbereich, noch bevor die landesweite Krankenhaus-Ampel anschlägt, weiter ansteigen lassen. 

Grund für den fulminanten Anstieg des Infektionsgeschehens sind weiterhin zahlreiche Reiserückkehrer, die sich im Ausland angesteckt und das Virus im Reisegepäck nach Hause mitgebracht haben. Auffällig ist, dass es sich – vor allem in der Stadt – bei den Reisezielen vor allem weiterhin um Länder Südosteuropas, z.B. Kroatien, Kosovo, Albanien, Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina sowie Serbien, handelt. Hier fanden zum Teil Familienbesuche statt. Auffallend ist zudem, dass aufgrund der hohen Übertragbarkeit der Delta-Variante ein Indexfall in der Regel viele weitere Familienmitglieder ansteckt. Stadt und Landratsamt Rosenheim haben daher ein Schreiben, in dem zur Impfung, Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln und zur Durchführung eines zweiten Tests zwischen fünf und sieben Tage nach Reiserückkehr motiviert wird, in den jeweiligen Muttersprachen an die Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationswurzeln verschickt. Ich appelliere weiterhin eindringlich an alle, die ihren Urlaub noch vor sich haben: egal wohin Sie auch gehen, das Virus ist bereits am Urlaubsort da. Unachtsamkeit, Leichtsinn und das bewusste Ignorieren der Hygiene- und Abstandsregeln führen unweigerlich dazu, dass Sie sich und nachfolgend Ihre Familie anstecken werden.

In der zurückliegenden Woche ist es zu einem großen Ausbruchsgeschehen in einem Pflegeheim in der Stadt Rosenheim gekommen. In einem Wohnbereich haben sich bislang 12 Bewohner und 8 Beschäftigte infiziert. Die Dynamik des Ausbruchs und die hohe Zahl der infizierten Bewohner haben uns überrascht. Bislang wurden regelmäßig von Woche zu Woche vereinzelt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Heimen positiv getestet. Erstmals aber ist es zu einem großflächigen Übertragungsgeschehen auf Bewohner gekommen. Diese Entwicklung bereitet dem Gesundheitsamt Sorgen. Wir haben daraus gelernt:

Erstens: Aufgrund des hohen Infektionsdrucks, der schnellen Übertragbarkeit der Delta-Variante und der teilweise hohen Zahl an nicht geimpftem Personal und, wie in diesem Fall, auch der Bewohner, breiten sich Infektionen in Einrichtungen mit großer Geschwindigkeit aus. Zweitens: Es befanden sich auch vollständig geimpfte Bewohner unter den Erkrankten. Das zeigt uns, dass – zumindest zum Teil – nach einem halben Jahr die Immunität gegen das Coronavirus bei Betagten und Pflegebedürftigen nicht mehr ausreichend gegen eine Ansteckung schützt. Zumindest scheint jedoch ein Schutz gegen schwere Verläufe zu bestehen.

Drittens: Auch regelmäßige Antigen-Schnelltests bieten keine absolute Sicherheit gegen einen Ausbruch. Bekanntlich ist die Sensitivität der Antigen-Schnelltests deutlich geringer als bei PCR-Tests. Gerade in der für den Infektionsschutz besonders relevanten frühen Phase der Infektion sind die Tests oftmals falsch negativ. Wenn sie dann positiv anschlagen, kann es bereits zu Übertragungen gekommen sein. Das Impfzentrum Rosenheim hat nach Beratungen mit dem Gesundheitsamt bereits allen Heimen Drittimpfungen sowie Nachholimpfungen für bislang Ungeimpfte mittels mobiler Teams angeboten. Ich empfehle dringend allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Heimen, das Angebot der Drittimpfung anzunehmen. Gleichzeitig appelliere ich auch nachdrücklich an alle Beschäftigten in der Pflege, dem Service und dem Reinigungsdienst sowie an die Angehörigen der Pflegebedürftigen, die sich bislang noch nicht für eine Impfung entscheiden konnten, sich einen vollständigen Impfschutz geben zu lassen, zu Ihrem eigenen Schutz und zum Schutz Ihrer Familien sowie der von Ihnen gepflegten und versorgten Bewohnerinnen und Bewohner.“

Impfungen

Insgesamt sind bis zum 9. September in Stadt und Landkreis Rosenheim 202.626 Schutzimpfungen gegen COVID-19 erfolgt, überwiegend in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum auf der Loretowiese. 104.286 davon waren Erstimpfungen, 98.340 Zweitimpfungen. Insgesamt 11.200 dieser Impfungen wurden vor allem in stationären Einrichtungen in Stadt und Landkreis verabreicht. Über 3.400 Impfungen wurden an Sonderimpftagen durchgeführt. 

Seit dem 31. März bis einschließlich 9. September haben niedergelassene Ärzte insgesamt 146.279 Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen durchgeführt. Die Arztpraxen handeln unabhängig vom Impfzentrum Rosenheim.

Die dezentralen Sonderimpfaktionen für alle ab 12 Jahren werden weiterhin gut angenommen. Es sind weitere Impftage in verschiedenen Gemeinden geplant. Ort und Zeit der Sonderimpfaktionen können unter https://www.landkreis-rosenheim.de/impfzentrum-loretowiese/?findTab=#impfzentrum-loretowiese-sonderimpftage eingesehen werden. Eine Terminvereinbarung vorab ist nicht notwendig. Um die Abwicklung zu beschleunigen und die Wartezeiten für andere Personen so gering wie möglich zu halten, wird um vorherige Registrierung unter https://impfzentren.bayern gebeten. Zudem soll der Personalausweis und (soweit vorhanden) der Impfpass mitgebracht werden. Bei den jeweils zweiten Sonderimpftagen nach etwa drei Wochen muss für die Zweitimpfung die Dokumentation der Erstimpfung mit dem QR-Code mitgebracht werden. Denn darin enthalten sind wichtige Informationen, die beim zweiten Impftermin eingelesen werden. Weitere Erstimpfungen sind an diesen Tagen in begrenztem Umfang möglich. 

Seit dem 07.06.2021 ist bundesweit die Priorisierung der Impfwilligen für die Arztpraxen und seit dem 01.07.2021 auch in den bayerischen Impfzentren aufgehoben. Derzeit steht ausreichend Impfstoff für alle Impfwilligen ab 12 Jahren zur Verfügung. Das heißt, jeder impfwillige Bürger ab 12 Jahren, erhält direkt nach der Registrierung die Möglichkeit zur Vereinbarung eines Impftermins im Impfzentrum. Auf diesem Weg ist eine Impfung mit einem überschaubaren zeitlichen Aufwand möglich. Weiterhin dürfen sich alle Bürgerinnen und Bürger für die Impfung gegen COVID-19 unter https://impfzentren.bayern registrieren, ausnahmsweise auch telefonisch unter der Rufnummer 08031 / 365 8899. Impfungen im Impfzentrum können auch ohne vorherige Terminvereinbarung durchgeführt werden, in dem Fall ist jedoch mit Wartezeiten zu rechnen. Die Öffnungszeiten des Impfzentrums können unter www.rosenheim.de eingesehen werden. 

Alle Bürgerinnen und Bürger, welche im Impfzentrum geimpft worden sind und deren Account in „BayIMCO“ noch besteht, können den QR-Code für ihren digitalen Impfnachweis aus dem Portal herunterladen. Außerdem erhält man den Code weiterhin in teilnehmenden Apotheken (www.mein-apothekenmanager.de). 

Weitere Informationen zur Impfung im Impfzentrum enthält das Merkblatt auf der Homepage des Landkreises unter dem Punkt „Fragen und Antworten“. Ggf. auftretende Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen von Impfstoffen) nimmt das Paul-Ehrlich-Institut über die App „SafeVac 2.0“ und unter https://nebenwirkungen.bund.de/nw/DE/home/home_node.html entgegen.

„Nur etwas mehr als die Hälfte (circa 52,6 Prozent ohne Impfungen in anderen Landkreisen und ohne betriebsärztliche Impfungen) der Bevölkerung in Stadt und Landkreis sind vollständig geimpft. Das ist für eine Herdenimmunität viel zu gering. Bei der Auswertung unserer Fälle seit 1. August können wir sehen, dass trotz der Impfbemühungen etwa 9 Prozent in der Altersklasse über 60 Jahre betroffen waren, also Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Etwa Dreiviertel der Fälle (73 Prozent) lagen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. 11 Prozent der Fälle traten bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren auf. Für diese Altersgruppe existiert mittlerweile auch eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Alle diese Infektionsfälle wären grundsätzlich durch eine Impfung vermeidbar. 7 Prozent der Fälle traten bei Kindern und Jugendlichen bis unter 12 Jahren auf, für die es bislang noch keine Impfstoffzulassung gibt.

Ich rate daher dringend allen Personen, für die eine Impfindikation besteht und bei denen keine medizinische Kontraindikation nach wissenschaftlichen Kriterien vorliegt, eine Impfung durchführen zu lassen. Wir dürfen uns nicht täuschen lassen, es werden sich alle Personen, die nicht geimpft sind oder die Infektion nicht schon durchgemacht haben, an dem Virus anstecken. Kein Mensch kann sicher sein, dass bei ihm nicht eine schwere Verlaufsform der Infektion auftritt oder langwierige und belastende Folgesymptome durch Long-COVID verbleiben. Wir müssen sicherstellen, dass vor allem die Kinder, für die keine Impfstoffzulassung besteht, durch eine hohe Impfrate der Erwachsenen und Jugendlichen geschützt werden, gerade wenn nächste Woche der Schulbetrieb im Präsenzunterricht wieder starten soll. 

Geben Sie sich einen Ruck und lassen Sie sich impfen. Es ist so einfach geworden, sich ohne Termin vor Ort in Ihrer Nähe bei den Sonderimpftagen oder im Impfbus, schützen zu lassen. Schenken Sie nicht den Gerüchten oder Fake-News über Impfnebenwirkungen, wie z.B. Unfruchtbarkeit oder Veränderungen in der Erbsubstanz, Glauben! Die impfenden Ärztinnen und Ärzte nehmen sich gerne die Zeit, Sie objektiv über Impfnebenwirkungen aufzuklären und prüfen gewissenhaft Indikation und Kontraindikation. Nach wie vor besteht ein uneingeschränkt positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für die Corona-Schutzimpfungen. Es ist jetzt an der Zeit, dass die Erwachsenen Solidarität mit den Kindern zeigen und wir ein Stück von dem an die Gruppe zurückgeben, die bislang für die Vulnerablen in der Gesellschaft massive Einschränkungen in Kauf genommen hat. Diese Impfung ist gerade nicht nur eine persönliche Angelegenheit sondern wir alle haben eine Verantwortung für die ganze Gesellschaft“, mahnt Hierl.

Fallzahlenentwicklung (Datenstand des Gesundheitsamtes Rosenheim)

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 2. September 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 557 neue Fälle (am 02.09.2021: 482) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 19.694 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 15.239, Stadt: 4.455). In der Stadt hatten 53,4 Prozent und im Landkreis 26,7 Prozent der Neufälle seit 1. August 2021 mit bekanntem Infektionsumfeld einen Bezug zu Reisetätigkeit. 

Seit dem letzten Wochenbericht sind in 3 Kitas 4 positive Fälle aufgetreten. Bei allen Fällen handelt es sich um Personal. 

In einem Pflegeheim in der Stadt hat sich ein Ausbruchsgeschehen mit 12 erkrankten Bewohnern (5 geimpft und 7 ungeimpft) sowie 9 erkrankten Mitarbeitern (2 geimpft und 7 ungeimpft) in der zurückliegenden Woche ereignet. In einem Pflegeheim im Landkreis hat sich ein Ausbruchsgeschehen mit einem erkrankten, geimpften Bewohner sowie 5 erkrankten Mitarbeitern (einer geimpft und 4 ungeimpft) in der zurückliegenden Woche ereignet. Insgesamt wurden in 5 Heimen aktuell 20 Mitarbeitende und 14 Bewohner PCR-positiv getestet.

Mittlerweile wurde bei mindestens 17.719 Personen eine Genesung dokumentiert. 539 Personen (am 2. September: 536) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 468, Stadt: 71). Von den Verstorbenen waren 20 (am 2. September 20) Personen unter 60 Jahren. 356 (am 2. September 354) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurden drei Personen (am 2. September: 5) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Hiervon waren zwei Personen über 80 Jahre. Keine dieser verstorbenen Personen war in einem Heim betreut worden.

Bislang wurden dem Gesundheitsamt 3.172 Fälle (Landkreis 2.414, Stadt 758) (am 2. September: 3.148) einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet. In einem Fall handelt es sich um die Beta- (südafrikanische) (B1.351), in 17 Fällen um die Gamma- (brasilianische) (P1), in 104 Fällen um die Delta- (indische) (B.1.617.2) und in allen anderen Fällen um die Alpha- (britische) Variante (B.1.1.7). Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 2. September 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 24 Fälle der Delta Variante gemeldet. Alle Fälle sind bei der Gesamtfallzahl von COVID-19-Fällen enthalten.

30 (am 2. September: 30) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 15 Patienten (am 2. September: 12) auf einer Intensivstation

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 10. September (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 206,00 (am 2. September 215,44), für den Landkreis Rosenheim bei 162,77 (am 2. September 131,82).

Übersicht über Infektionsumfeld und Testanlass für den Zeitraum 3. - 9. September (Tag nach letztem Wochenbericht bis Tag heutiger Wochenbericht) bei neu gemeldeten Fällen (Stand 9. September 24 Uhr):

7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner
7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ab dem 1. August
Altersstruktur der Fälle in Stadt und LK Rosenheim seit dem 1. August
Bettenbelegung in Stadt und Landkreis Rosenheim seit 17. August
Positiv getestete Reiserückkehrer seit dem 1. August im Landkreis Rosenheim
Positiv getestete Reiserückkehrer seit dem 1. August in der Stadt Rosenheim
Altersstruktur der Todesfälle

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinden

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche z.B. in Pflegeeinrichtungen zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

GemeindeFälle GeneseneDifferenz der Fälle zur Vorwoche
Albaching95920
Amerang196171+19
Aschau im Chiemgau302268+1
Babensham176152+8
Bad Aibling12551135+26
Bad Endorf475408+18
Bad Feilnbach578516+12
Bernau am Chiemsee385350+3
Brannenburg398369+1
Breitbrunn am Chiemsee7270+1
Bruckmühl890780+27
Chiemsee220
Edling262243+5
Eggstätt194178+4
Eiselfing175152+13
Feldkirchen-Westerham485430+11
Flintsbach am Inn228211+3
Frasdorf147141+3
Griesstätt162132+14
Großkarolinenfeld385338+18
Gstadt am Chiemsee8881+1
Halfing163143+6
Höslwang8276+4
Kiefersfelden459425+1
Kolbermoor11191021+35
Neubeuern180169+4
Nußdorf am Inn194182+5
Oberaudorf3363230
Pfaffing216195+9
Prien am Chiemsee525481+11
Prutting151142+4
Ramerberg60580
Raubling631591+16
Riedering382332+22
Rimsting169155+5
Rohrdorf am Inn364329+20
Rosenheim44553978+131
Rott am Inn212183+6
Samerberg170161+1
Schechen371342+10
Schonstett8064+11
Söchtenau251205+29
Soyen207173+6
Stephanskirchen482436+8
Tuntenhausen430395+10
Vogtareuth156133+7
Wasserburg am Inn820737+5

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

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