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Wochenbericht Stand 16. September, 24 Uhr

So ist die Corona-Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim im Überblick

Symbolbild
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Der Corona-Wochenbericht für Stadt und Landkreis Rosenheim. (Symbolbild)

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 16. September 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

Pressemitteilung im Wortlaut

Aktuelle Lage

Das Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass der exponentielle Anstieg des Infektionsgeschehens seit Anfang August in der Region Rosenheim seit dem letzten Wochenbericht auf hohem Niveau verharrt. In der Stadt Rosenheim bewegt sich die 7-Tage-Inzidenz konstant im Bereich von 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Damit liegt die kreisfreie Stadt Rosenheim auf dem RKI-Dashboard heute an Platz 3 der Rangliste in Bayern und auf Rang 5 in Deutschland. Auch im Landkreis ist der fulminante Anstieg der Infektionszahlen in der zurückliegenden Woche abgebremst worden. Die 7-Tage-Inzidenz bewegt sich um 160. Der Landkreis liegt auf dem RKI-Dashboard heute an vierter Stelle der Rangliste in Bayern.

Dem Gesundheitsamt Rosenheim wurden täglich zwischen 27 und 116 neue Fälle (insgesamt 537 Neumeldungen, Vorwoche: 557) gemeldet. Weit überwiegend sind Ungeimpfte bei den neuen Fällen betroffen, weiterhin liegen knapp Dreiviertel der positiv Getesteten im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. Nachdem zu Ferienbeginn die Hauptursachen der Ansteckungen Reiserückkehrer waren, herrscht mittlerweile ein diffuses Ausbreitungsgeschehen vor.

Zunehmend kommt es zu Übertragungen von Infektionen auf Mitarbeiter und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen. Aktuell gibt es Ausbruchsgeschehen in 6 Heimen mit insgesamt 29 erkrankten Bewohnern und 25 positiv getesteten Mitarbeitern. Zunehmend werden auch Fälle aus Kitas und Schulen gemeldet. 

Die Bettenbelegung in den Kliniken in Stadt und Landkreis lag in den letzten Tagen täglich zwischen 20 bis 27 Patienten auf Normalstation und 15 bis 20 auf Intensivstationen. Insgesamt ist die Bettenbelegung seit Ende August auf den Intensivstationen gestiegen. Die Zahl der täglichen Meldungen von stationären Neuaufnahmen bewegt sich auf Normalstation zwischen 0 und 5 (insg. 10) und zwischen 0 und 3 auf Intensivstationen (insgesamt 7). Die Lage auf den Intensivstationen im RoMed Klinikverbund ist angespannt, die COVID-Intensivbetten sind nahezu voll belegt. Es werden dort fast ausschließlich ungeimpfte Patienten intensivmedizinisch versorgt.

Die Kontaktpersonennachverfolgung kann durch das Gesundheitsamt sowohl im Bereich der Indexfälle als auch bei den Kontaktpersonen tagesaktuell nicht mehr sichergestellt werden. Zur Verbesserung der Kapazitäten werden Einstellungsverfahren mit Hochdruck betrieben, der zeitliche Umfang des Einsatzes bei den sogenannten Springern wieder aufgestockt und Reservisten aktiviert. Um den entstandenen Rückstand wieder aufarbeiten und die Fälle wieder tagesaktuell abarbeiten zu können, unterstützt die Bundeswehr das Gesundheitsamt seit 13. August.

Bewertung des Infektionsgeschehens

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, bewertet die epidemiologische Lage in Stadt und Landkreis folgendermaßen: „Wir befinden uns in der Region mitten in einer vierten Welle mit einem seit Anfang August exponentiellen Anstieg der Fallzahlen. Dieser Anstieg scheint seit letzter Woche abgebremst zu sein. Die 7-Tage-Inzidenz ist weiterhin ein wichtiger Frühindikator für das Infektionsgeschehen in der Region, so wie eine Fieberkurve. Sie ist in der Stadt Rosenheim zu Wochenbeginn auf über 240 geklettert und seitdem im Bereich von 200 verharrt. Im Landkreis steigt sie in den letzten Wochen kontinuierlich an und liegt aktuell bei etwa 160. Diese vierte Welle ist vornehmlich eine Welle der bislang Ungeschützten, also der Personen, die nicht geimpft sind oder die Infektion nicht bereits durchgemacht haben. 

Die Lage in den Kliniken in Stadt und Landkreis hat sich mittlerweile im Intensivbereich zugespitzt. In den RoMed Kliniken sind die COVID-Intensivbetten nahezu belegt, die Situation dort wird als angespannt bezeichnet. Nahezu ausschließlich sind die COVID-Intensivbetten mit ungeimpften Patienten belegt. Auch wenn aktuell noch ganz überwiegend die Erwachsenen im Altersbereich von 18 bis 59 Jahren von den Übertragungen betroffen sind, so dürfen wir uns nicht täuschen lassen, auch diese Altersgruppen können schwer und sogar lebensbedrohlich erkranken, so dass sie intensiv- und beatmungspflichtig werden. Das wird die Belastung der Kliniken in der Region vor allem im Intensivbereich, noch bevor die landesweite Krankenhaus-Ampel anschlägt, weiter ansteigen lassen. 

Grund für den fulminanten Anstieg des Infektionsgeschehens im August waren zahlreiche Reiserückkehrer, die sich im Ausland angesteckt und das Virus im Reisegepäck nach Hause mitgebracht haben. Auffällig war, dass es sich – vor allem in der Stadt – bei den Reisezielen vor allem weiterhin um Länder Südosteuropas, z.B. Kroatien, Kosovo, Albanien, Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina sowie Serbien, handelte. Hier fanden zum Teil Familienbesuche statt. Auffallend ist zudem, dass aufgrund der hohen Übertragbarkeit der Delta-Variante ein Indexfall in der Regel viele weitere Familienmitglieder ansteckt. Zwischenzeitlich besteht ein diffuses Ausbruchsgeschehen in der Bevölkerung. 

Aufgrund des hohen Infektionsdrucks in der Bevölkerung haben sich in den letzten zwei Wochen mehrere Ausbruchsgeschehen in Pflegeheimen in der Stadt und im Landkreis ereignet. In einem Fall handelt es sich um einen großen Ausbruch in der Stadt mit bislang 22 erkrankten Bewohnern, von denen fast zwei Drittel geimpft waren, 8 der Bewohner mussten stationär behandelt werden, davon ist ein Bewohner gestern leider aufgrund der schweren Grunderkrankung verstorben. Insgesamt wurden 9 Mitarbeiter (2 geimpft und 7 ungeimpft) positiv getestet.

Die Dynamik des Ausbruchs und die hohe Zahl der infizierten Bewohner haben uns überrascht. In den letzten Monaten wurden regelmäßig von Woche zu Woche vereinzelt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Heimen positiv getestet. Erstmals aber ist es zu einem großflächigen Übertragungsgeschehen auf Bewohner gekommen. Diese Entwicklung bereitet dem Gesundheitsamt Sorgen. Wir haben daraus gelernt: Erstens: Aufgrund des hohen Infektionsdrucks, der schnellen Übertragbarkeit der Delta-Variante und der teilweise hohen Zahl an nicht geimpftem Personal und, wie in diesem Fall, auch der Bewohner, breiten sich Infektionen in Einrichtungen mit großer Geschwindigkeit aus. Zweitens: Es befanden sich auch vollständig geimpfte Bewohner unter den Erkrankten. Das zeigt uns, dass – zumindest zum Teil – nach einem halben Jahr die Immunität gegen das Coronavirus bei Betagten und Pflegebedürftigen nicht mehr ausreichend gegen eine Ansteckung schützt. Drittens: Auch regelmäßige Antigen-Schnelltests bieten keine absolute Sicherheit gegen einen Ausbruch.

Bekanntlich ist die Sensitivität der Antigen-Schnelltests deutlich geringer als bei PCR-Tests. Gerade in der für den Infektionsschutz besonders relevanten frühen Phase der Infektion sind die Tests oftmals falsch negativ. Wenn sie dann positiv anschlagen, kann es bereits zu Übertragungen gekommen sein. Das Impfzentrum Rosenheim hat nach Beratungen mit dem Gesundheitsamt bereits allen Heimen Drittimpfungen sowie Nachholimpfungen für bislang Ungeimpfte mittels mobiler Teams angeboten. 

Ich empfehle dringend allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Heimen, das Angebot der Drittimpfung anzunehmen. Gleichzeitig appelliere ich auch nachdrücklich an alle Beschäftigten in der Pflege, dem Service und dem Reinigungsdienst sowie an die Angehörigen der Pflegebedürftigen, die sich bislang noch nicht für eine Impfung entscheiden konnten, sich einen vollständigen Impfschutz geben zu lassen, zu Ihrem eigenen Schutz und zum Schutz Ihrer Familien sowie der von Ihnen gepflegten und versorgten Bewohnerinnen und Bewohner.“

Impfungen

Insgesamt sind bis zum Donnerstag (16. September) in Stadt und Landkreis Rosenheim 203.915 Schutzimpfungen gegen COVID-19 erfolgt, überwiegend in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum auf der Loretowiese. 104.805 davon waren Erstimpfungen, 99.110 Zweitimpfungen. Insgesamt 11.200 dieser Impfungen wurden vor allem in stationären Einrichtungen in Stadt und Landkreis verabreicht. Über 3.842 Impfungen wurden an Sonderimpftagen durchgeführt. 

Seit dem 31.03. bis einschließlich 16. September haben niedergelassene Ärzte insgesamt 148.904 Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen durchgeführt. Die Arztpraxen handeln unabhängig vom Impfzentrum Rosenheim.

Die dezentralen Sonderimpfaktionen für alle ab 12 Jahren werden weiterhin gut angenommen. Es sind weitere Impftage in verschiedenen Gemeinden geplant. Ort und Zeit der Sonderimpfaktionen können unter https://www.landkreis-rosenheim.de/impfzentrum-loretowiese/?findTab=#impfzentrum-loretowiese-sonderimpftage eingesehen werden. Eine Terminvereinbarung vorab ist nicht notwendig. Um die Abwicklung zu beschleunigen und die Wartezeiten für andere Personen so gering wie möglich zu halten, wird um vorherige Registrierung unter https://impfzentren.bayern gebeten. Zudem soll der Personalausweis und (soweit vorhanden) der Impfpass mitgebracht werden. Bei den jeweils zweiten Sonderimpftagen nach etwa drei Wochen muss für die Zweitimpfung die Dokumentation der Erstimpfung mit dem QR-Code mitgebracht werden. Denn darin enthalten sind wichtige Informationen, die beim zweiten Impftermin eingelesen werden. Weitere Erstimpfungen sind an diesen Tagen in begrenztem Umfang möglich. 

Seit dem 7. Juni ist bundesweit die Priorisierung der Impfwilligen für die Arztpraxen und seit dem 1. Juli auch in den bayerischen Impfzentren aufgehoben. Derzeit steht ausreichend Impfstoff für alle Impfwilligen ab 12 Jahren zur Verfügung. Das heißt, jeder impfwillige Bürger ab 12 Jahren, erhält direkt nach der Registrierung die Möglichkeit zur Vereinbarung eines Impftermins im Impfzentrum. Auf diesem Weg ist eine Impfung mit einem überschaubaren zeitlichen Aufwand möglich. Weiterhin dürfen sich alle Bürger für die Impfung gegen COVID-19 unter https://impfzentren.bayern registrieren, ausnahmsweise auch telefonisch unter der Rufnummer 08031 / 365 8899. Impfungen im Impfzentrum können auch ohne vorherige Terminvereinbarung durchgeführt werden, in dem Fall ist jedoch mit Wartezeiten zu rechnen. Die Öffnungszeiten des Impfzentrums können unter www.rosenheim.de eingesehen werden. 

Alle Bürger, welche im Impfzentrum geimpft worden sind und deren Account in „BayIMCO“ noch besteht, können den QR-Code für ihren digitalen Impfnachweis aus dem Portal herunterladen. Außerdem erhält man den Code weiterhin in teilnehmenden Apotheken (www.mein-apothekenmanager.de). 

Weitere Informationen zur Impfung im Impfzentrum enthält das Merkblatt auf der Homepage des Landkreises unter dem Punkt „Fragen und Antworten“. Ggf. auftretende Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen von Impfstoffen) nimmt das Paul-Ehrlich-Institut über die App „SafeVac 2.0“ und unter https://nebenwirkungen.bund.de/nw/DE/home/home_node.html entgegen.

„Nur etwas mehr als die Hälfte (53,3 Prozent durchgeführte Zweitimpfungen, 55,1 Prozent Erstimpfungen – ohne Impfungen in anderen Landkreisen und ohne betriebsärztliche Impfungen) der Bevölkerung in Stadt und Landkreis sind vollständig geimpft. Das ist für eine Herdenimmunität viel zu gering. Bei der Auswertung unserer Fälle seit 1. August können wir sehen, dass trotz der Impfbemühungen etwa 9 Prozent in der Altersklasse über 60 Jahre betroffen waren, also Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Fast Dreiviertel der Fälle (71 Prozent) lagen im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren. 12 Prozent der Fälle traten bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren auf. Für diese Altersgruppe existiert mittlerweile auch eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Alle diese Infektionsfälle wären grundsätzlich durch eine Impfung vermeidbar. 8 Prozent der Fälle traten bei Kindern und Jugendlichen bis unter 12 Jahren auf, für die es bislang noch keine Impfstoffzulassung gibt.

Ich rate daher dringend allen Personen, für die eine Impfindikation besteht und bei denen keine medizinische Kontraindikation nach wissenschaftlichen Kriterien vorliegt, eine Impfung durchführen zu lassen. Wir dürfen uns nicht täuschen lassen, es werden sich alle Personen, die nicht geimpft sind oder die Infektion nicht schon durchgemacht haben, an dem Virus anstecken. Kein Mensch kann sicher sein, dass bei ihm nicht eine schwere Verlaufsform der Infektion auftritt oder langwierige und belastende Folgesymptome durch Long-COVID verbleiben. Die bundesweiten Zahlen des DIVI-Intensivregisters (https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/altersstruktur) belegen, dass der größte Anteil der auf Intensivstationen behandelten Coronafälle aus der Altersgruppe der 50 bis 59-Jährigen stammt. Wir müssen sicherstellen, dass vor allem die Kinder, für die keine Impfstoffzulassung besteht, durch eine hohe Impfrate der Erwachsenen und Jugendlichen geschützt werden, gerade jetzt, wo der Schulbetrieb im Präsenzunterricht laufen soll. 

Geben Sie sich einen Ruck und lassen Sie sich impfen. Es ist so einfach geworden, sich ohne Termin vor Ort in Ihrer Nähe bei den Sonderimpftagen oder im Impfbus, schützen zu lassen. Schenken Sie nicht den Gerüchten oder Fake-News über Impfnebenwirkungen, wie z.B. Unfruchtbarkeit oder Veränderungen in der Erbsubstanz, Glauben (s.a. Fakten gegen Falschmeldungen zur Corona-Schutzimpfung unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-informationen-impfung/mythen-impfstoff-1831898 oder https://www.zusammengegencorona.de/impfen/basiswissen-zum-impfen/impfmythen/). Die impfenden Ärztinnen und Ärzte nehmen sich gerne die Zeit, Sie objektiv über Impfnebenwirkungen aufzuklären und prüfen gewissenhaft Indikation und Kontraindikation. Nach wie vor besteht ein uneingeschränkt positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für die Corona-Schutzimpfungen. Es ist jetzt an der Zeit, dass die Erwachsenen Solidarität mit den Kindern zeigen und wir ein Stück von dem an die Gruppe zurückgeben, die bislang für die Vulnerablen in der Gesellschaft massive Einschränkungen in Kauf genommen hat. Diese Impfung ist gerade nicht nur eine persönliche Angelegenheit sondern wir alle haben eine Verantwortung für die ganze Gesellschaft“, mahnt Hierl.

Fallzahlenentwicklung (Datenstand des Gesundheitsamtes Rosenheim): 

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 9. September 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 537 neue Fälle (am 9. September: 557) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 20.228 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 15.655, Stadt: 4.573). 

Im Zeitraum 1. August bis 8. September wurden 1.583 neue Fällen registriert, davon waren 1.294 (81,7 Prozent) ungeimpft, 102 (6,4 Prozent) waren entweder unvollständig geimpft oder die abschließende Impfung lag weniger als 15 Tage zurück. Bei 187 Personen mit vollständiger Impfung waren 142 (9,0 Prozent) symptomatisch erkrankt (gemäß Definition sogenannte Impfdurchbrüche), lediglich 7 Personen (0,4 Prozent) mussten stationär behandelt werden. 

Seit dem letzten Wochenbericht ist in 7 Schulen und 7 Kitas 4 jeweils ein positiver Fall aufgetreten, wobei es bei einem Ausbruchsgeschehen in einer Kita zu 8 Folgefällen gekommen ist. 

In einem Pflegeheim in der Stadt hatte sich vor zwei Wochen ein Ausbruchsgeschehen ereignet: insgesamt waren bislang 22 Bewohner erkrankt (8 ungeimpft und 14 geimpft), 8 der Bewohner mussten hospitalisiert werden, davon ist ein Bewohner leider verstorben, 3 konnten in das Heim zurückverlegt werden. Insgesamt wurden 9 Mitarbeiter (2 geimpft und 7 ungeimpft) positiv getestet. In zwei Pflegeheimen im Landkreis waren vorletzte Woche ebenfalls Ausbrüche aufgetreten: im ersten Heim 5 Mitarbeiter (einer geimpft und 4 ungeimpft) und 5 Bewohner erkrankt und im zweiten Heim 2 Bewohner und 3 Mitarbeiter. Insgesamt ereigneten sich in den letzten beiden Wochen Ausbrüche in 6 Heimen mit insgesamt 29 erkrankten Bewohnern und 25 Mitarbeitern.

Mittlerweile wurde bei mindestens 17.873 Personen eine Genesung dokumentiert. 542 Personen (am 9. September: 539) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 470, Stadt: 72). Von den Verstorbenen waren 20 (am 9. September: 20) Personen unter 60 Jahren. 358 (am 9. September: 356) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt. Dem Gesundheitsamt wurden drei Personen (am 9. September: 3) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Eine verstorbene Person war in einem Heim betreut worden.

40 (am 9. September: 30) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 17 Patienten (am 9. September: 15) auf einer Intensivstation. Heute sind 18,9 Prozent der tatsächlich betriebenen Intensivbetten mit COVID-19-Patienten belegt sowie nur 3,3 Prozent der tatsächlich betriebenen Intensivbetten frei für COVID-19-Patienten (Daten: IVENA eHealth – Interdisziplinarer Versorgungsnachweis).

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 17.09.2021 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 183,99 (am: 9. September: 206,00), für den Landkreis Rosenheim bei 160,48 (am 9. September: 131,82).

Übersicht über Infektionsumfeld und Testanlass für den Zeitraum 10. - 16. September (Tag nach letztem Wochenbericht bis Tag heutiger Wochenbericht) bei neu gemeldeten Fällen (Stand 16. September 24 Uhr):

Neufälle von 1. August bis 8. September
7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner
7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ab dem 1. August
Altersstruktur der Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim seit dem 1. August
Bettenbelegung der Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim seit 17. August
Positiv getestete Reiserückkehrer 1. August bis 16. September im Landkreis Rosenheim
Positiv getestete Reiserückkehrer 1. August bis 16. September in der Stadt Rosenheim
Altersstruktur der Todesfälle

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinden:

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche, z.B. in Pflegeeinrichtungen, zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

GemeindeFälle GeneseneDifferenz der Fälle zur Vorwoche
Albaching95920
Amerang202171+6
Aschau im Chiemgau305269+3
Babensham179152+3
Bad Aibling13011137+46
Bad Endorf486410+11
Bad Feilnbach597518+19
Bernau am Chiemsee386353+1
Brannenburg403371+5
Breitbrunn am Chiemsee7470+2
Bruckmühl911788+21
Chiemsee220
Edling265246+3
Eggstätt197178+3
Eiselfing182154+7
Feldkirchen-Westerham507433+22
Flintsbach am Inn231212+3
Frasdorf152141+5
Griesstätt174134+12
Großkarolinenfeld394342+9
Gstadt am Chiemsee9081+2
Halfing166144+3
Höslwang8376+1
Kiefersfelden461426+2
Kolbermoor11431030+24
Neubeuern182168+2
Nußdorf am Inn198182+4
Oberaudorf337326+1
Pfaffing233196+17
Prien am Chiemsee534488+9
Prutting169143+18
Ramerberg60590
Raubling646595+15
Riedering395332+13
Rimsting170156+1
Rohrdorf am Inn373330+9
Rosenheim45734030+118
Rott am Inn217189+5
Samerberg178161+8
Schechen381342+10
Schonstett8264+2
Söchtenau264206+13
Soyen211175+4
Stephanskirchen502448+20
Tuntenhausen454402+24
Vogtareuth175136+19
Wasserburg am Inn828744+8

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/index.htm

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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