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Corona-Wochenbericht Stand 18. Juni

So ist die Corona-Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim im Überblick

Symbolbild
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Der Corona-Wochenbericht für Stadt und Landkreis Rosenheim. (Symbolbild)

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln.

Landkreis Rosenheim - Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 17. Juni 24 Uhr. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

Aktuelle Lage: 

Das Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass in der Stadt Rosenheim seit 6. Mai und im Landkreis seit 11. Mai ein stabiler und schneller Abwärtstrend des Infektionsgeschehens besteht. Die wichtige Marke von 50 in der 7-Tage-Inzidenz wird gemäß Statistik des Robert Koch Instituts (RKI) im Landkreis seit 26. und in der Stadt seit 24. Mai unterschritten

(https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Fallzahlen_Kum_Tab.html) Seit dem letzten Wochenbericht wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim täglich zwischen null und 12 neue Fälle (insgesamt 45 Neumeldungen, Vorwoche: 68) gemeldet. 

Infektionsschutzmaßnahmen: 

Das Gesundheitsamt kann weiterhin die positiv Gemeldeten tagesaktuell telefonisch und schriftlich über ihre Infektion informieren und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen anordnen. Auch die engen Kontaktpersonen können zeitnah kontaktiert und ebenfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet werden. 

„Erfreulicherweise ist die 3. Welle in Stadt und Landkreis gebrochen, das Infektionsgeschehen befindet sich in einem stabilen und schnellen Abwärtstrend. Die bislang gestatteten Lockerungsmaßnahmen werden von der Bevölkerung gut angenommen. In dieser Woche wurde durch das Gesundheitsamt Rosenheim ein Ausbruchsgeschehen in einem Schülerinternat im Landkreisgebiet ermittelt, bei dem es zu Infektionsübertragungen bei 13 Fällen auf dem Internatsgelände und auch während eines Fußballturniers kam. Den Betroffenen und deren engen Kontakten in Schulklassen und Wohngruppen wurden entsprechende Auflagen und Quarantänen angeordnet. Es erfolgen tägliche Schnelltestungen aller Schülerinnen und Schüler und Betreuerinnen und Betreuer vor Ort. Auf eine Trennung der Wohngruppen und Einhaltung der Hygienemaßnahmen wird geachtet. Der Unterricht wurde auf Online-Unterricht umgestellt. Bei aller Freude über die zu Recht wiedererlangten Freiheiten appelliere ich weiterhin an die Vernunft aller Bürgerinnen und Bürger: Wir dürfen nicht riskieren, dass durch Unachtsamkeit, Leichtsinn oder das bewusste Ignorieren der Regeln und Vorschriften die Infektionszahlen wieder ansteigen und so schweren Erkrankungen den Weg bereiten. Auch den Betreibern der geöffneten Betriebe kommt hier eine äußerst wichtige Aufsichtsfunktion zu. Jetzt wird die Saat für einen späteren Wiederanstieg des Infektionsgeschehens gelegt. Die entscheidende Frage ist, ob es uns gelingt, durch den Impffortschritt breiter Bevölkerungsmassen und die Schaffung einer Herdenimmunität einen exponentiellen Anstieg der Infektionszahlen und damit eine 4. Welle zu verhindern. Bis dahin sind unsere einzigen Waffen zur Infektionsprävention die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln“, mahnt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes

Infektionsquellen: 

Infektionsübertragungen ereignen sich weiterhin überwiegend im privaten Umfeld, das 42 Prozent der bekannten Infektionsursachen ausmacht. Etwa drei Prozent fallen auf den Arbeitsplatz. Medizinische Einrichtungen, wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheime, waren in der letzten Woche zu etwa fünf Prozent betroffen. Als Lichtblick sieht das Gesundheitsamt, dass kaum mehr Infektionen bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Heimen auftreten. So wurde dem Gesundheitsamt lediglich ein Fall eines positiv getesteten Mitarbeiters in einem Heim gemeldet. „Dies ist ein großer Erfolg der Impfungen in den Einrichtungen. Es besteht aber weiterhin Bedarf, Mitarbeiter zu motivieren, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen“, so Hierl. 

Dem Gesundheitsamt wurden zehn Folgefälle von Ansteckungen in Schulen und ein Folgefall in einer Kita bei Personen mit Wohnsitz in Stadt und Landkreis Rosenheim in der letzten Woche gemeldet (29 Prozent). Dabei ereignete sich ein größerer Ausbruch in einem Schülerinternat im Landkreis. Eine Indexperson führte zu bislang 13 Folgefällen (davon drei Personen aus anderen Landkreisen). Die Fälle wurden entdeckt bei Testungen aufgrund von Symptomen (ca. 32 Prozent), im Rahmen von Reihentestungen (37 Prozent) und in Folge von Untersuchungen bei der Kontaktpersonennachverfolgung (ca. 29 Prozent). Dies unterstreicht die Bedeutung von regelmäßigen Reihentestungen in Betrieben und Gemeinschaftseinrichtungen. 

Impfungen

Insgesamt sind bisher über das Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim 142.528 Schutzimpfungen gegen Covid-19 erfolgt, vor allem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum auf der Loretowiese. 83.798 davon waren Erstimpfungen, 58.730 Zweitimpfungen. Insgesamt 10.306 dieser Impfungen wurden in stationären Einrichtungen sowie betreuten Wohnformen in Stadt und Landkreis verabreicht. 

Seit dem 31. März bis einschließlich 17. Juni haben niedergelassene Ärzte bereits 78.668 Erst und Zweitimpfungen durchgeführt. Die Arztpraxen handeln unabhängig vom Impfzentrum Rosenheim. 

Die Sonderimpfaktion am Samstag, 12. Juni, im Impfzentrum auf der Loretowiese zur Verimpfung der Sonderzuweisung von 500 Impfdosen des Wirkstoffs „Vaxzevria“ (AstraZeneca), wurde sehr gut angenommen. Auch die Zweitimpfungen werden mit dem AstraZeneca-Impfstoff erfolgen; Termin ist hierfür Samstag, der 4. September. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat für die 25. Kalenderwoche weitere Sonderzuweisungen, u. a. an das Impfzentrum Rosenheim, angekündigt. Mithilfe dieser sollen unterdurchschnittliche Impfquoten der Arztpraxen in verschiedenen Regionen ausgeglichen werden. 

Seit Montag, 7. Juni, ist zwar bundesweit die Priorisierung der Impfwilligen aufgehoben, es kann jedoch nicht sofort allen Interessierten ein Impfangebot gemacht werden. Daher behält das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Priorisierung für die bayerischen Impfzentren bei, bis alle Angemeldeten aus den stärker gefährdeten Prioritätsgruppen 1 bis 3 ein Terminangebot erhalten haben.

Anschließend wird die Prioritätsgruppe 4 in der Reihenfolge der Anmeldung eingeladen werden. Ausschlaggebend für die Priorisierung sind die Angaben beispielsweise zur persönlichen Gesundheit oder besonderen Kontaktsituationen in der Registrierungssoftware „BayIMCO“ (https://impfzentren.bayern). Impfzentrum oder Gesundheitsamt haben hierauf keinen Einfluss, ebenso wenig der Zeitpunkt der Registrierung beziehungsweise die Wartezeit. Es sind ggf. weiterhin Nachweise für die Priorisierung im Impfzentrum vorzulegen. 

Weiterhin dürfen sich alle Bürgerinnen und Bürger für die Impfung gegen COVID-19 unter https://impfzentren.bayern registrieren, ausnahmsweise auch telefonisch unter der Rufnummer 08031 / 365 8899. Bei Impfungen durch niedergelassene Ärzte oder in einem Betrieb wird um zeitnahe Löschung des Accounts im Registrierungsportal gebeten. 

Grundsätzlich muss jede Angabe in „BayIMCO“ im Impfzentrum belegt werden. Formblätter für Arbeitgeber oder besondere Kontaktsituationen können auf der Homepage des Landkreises Rosenheim heruntergeladen werden. Bei Kontaktpersonen von Schwangeren oder Pflegebedürftigen, die nicht in einer Einrichtung leben, müssen Schwangerschaft und Pflegebedürftigkeit gesondert nachgewiesen werden. 

Weitere Informationen zur Impfung im Impfzentrum enthält das Merkblatt auf der Homepage des Landkreises unter dem Punkt „Fragen und Antworten“. Einen Überblick über den Impffortschritt in ganz Deutschland bietet das Bundesministerium für Gesundheit unter https://impfdashboard.de. Ggf. auftretende Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen von Impfstoffen) nimmt das Paul Ehrlich-Institut über die App „SafeVac 2.0“ und unter https://nebenwirkungen.bund.de/nw/DE/home/home_node.html entgegen. 

Seit dem 14. Juni können sich bereits geimpfte Bürgerinnen und Bürger in bestimmten teilnehmenden Apotheken (www.mein-apothekenmanager.de) bei Vorlage eines Nachweises zur durchgeführten Impfung und eines Ausweisdokumentes kostenlos einen QR-Code erzeugen lassen. Dieser kann anschließend in der Corona-Warn-App oder „CovPass“-App eingescannt werden, um den digitalen Impfnachweis zu erhalten. Dieser QR-Code ist nicht mit dem QR-Code auf der Dokumentation der Impfung zu verwechseln, es handelt sich hier um zwei unterschiedliche Codes. Der digitale Impfnachweis ist eine freiwillige Ergänzung zum gelben Impfpass und muss nicht genutzt werden. 

„Ich rate dringend allen Personen, die ein Impfangebot erhalten und bei denen nicht eine medizinische Kontraindikation nach wissenschaftlichen Kriterien besteht, den Impftermin auch wahrzunehmen“, so Hierl. „Wir dürfen uns nicht täuschen lassen, es werden sich alle Personen, die nicht geimpft sind, an dem Virus anstecken. Eine Herdenimmunität durch eine hohe Zahl an Geimpften wird nicht dazu führen, dass der Rest der Bevölkerung, der nicht gegen das Coronavirus immun ist, verschont wird. Kein Mensch kann sicher sein, dass bei ihm nicht eine schwere Verlaufsform der Infektion auftritt oder langwierige und belastende Folgesymptome durch Long COVID verbleiben.“ 

Fallzahlenentwicklung (Datenstand des Gesundheitsamtes Rosenheim)

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 10. Juni 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 45 neue Fälle (am 10. Juni: 68) für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 17.826 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 13.895, Stadt: 3.931). Mittlerweile wurde bei mindestens 16.979 Personen eine Genesung dokumentiert. 522 Personen (am 10. Juni: 520) sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 458, Stadt: 64). Von den Verstorbenen waren 19 (am 10. Juni 19) Personen unter 60 Jahren. 348 (am 10. Juni: 347) Verstorbene waren über oder gleich 80 Jahre alt.

Dem Gesundheitsamt wurden zwei Personen (am 10. Juni 6) gemeldet, die seit dem letzten Wochenbericht verstorben sind. Hiervon war eine Person über oder gleich 80 Jahren und eine zwischen 60 und 80 Jahren. Keiner dieser Verstorbenen war in einem Heim betreut worden.

Bislang wurden dem Gesundheitsamt 3.049 Fälle (Landkreis 2.320, Stadt 729) (am 10. Juni: 3.018) einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet. In einem Fall handelt es sich um die Beta (südafrikanische) Variante (B1.351), in 12 Fällen um die Gamma (brasilianische) Variante (P1), in 8 Fällen um die Delta (indische) Variante (B.1.617.2) und in allen anderen Fällen um die Alfa (britische) Variante (B.1.1.7). Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 10. Juni 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 26 Fälle der britischen, ein Fall der brasilianischen Variante und vier Fälle der indischen Variante gemeldet. Alle Fälle sind bei der Gesamtfallzahl von COVID 19-Fällen enthalten. 

43 (am 10. Juni: 48) COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 9 Patienten (am 10. Juni: 12) auf einer Intensivstation

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 18. Juni (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 7,87 (am: 10. Juni 31,47), für den Landkreis Rosenheim bei 15,31 (am: 10. Juni 18,37). 

Übersicht über Infektionsumfeld und Testanlass für den Zeitraum 11. bis 17. Juni (Tag nach letztem Wochenbericht bis Tag heutiger Wochenbericht) bei neu gemeldeten Fällen (Stand 17. Juni 24 Uhr):

InfektionsumfeldProzent
Arbeitsplatz26
Kita, Schule, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen28,9
Privater Haushalt42,1
Freizeit2,6
Medizinische Einrichtungen5,3
sonstiges15,8
nicht ermittelbar/Quelle unbekannt2,6
gesamt100
TestanlassProzent
Verdachtsmeldung31,7
Kontaktpersonennachverfolgung29,3
Testung/Reihentestung36,6
Einreise aus Risikogebiet0
sonstiges2,4
nicht ermittelbar0
gesamt100

Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinde

Bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden kann es durch festgestellte Ausbrüche beispielsweise in Pflegeeinrichtungen zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, sodass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen. Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. 

* Bei einer Fallzahl kleiner 5 erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

GemeindeFälle GeneseneDifferenz der Fälle zur Vorwoche
Albaching93920
Amerang1651630
Aschau im Chiemgau2882660
Babensham1551500
Bad Aibling11701085+4
Bad Endorf4093850
Bad Feilnbach536494+1
Bernau am Chiemsee365339+2
Brannenburg397358-1
Breitbrunn am Chiemsee71700
Bruckmühl774749+4
Chiemsee2*0
Edling2422330
Eggstätt174166+2
Eiselfing1471450
Feldkirchen-Westerham447418+1
Flintsbach am Inn2182050
Frasdorf1351300
Griesstätt132128+1
Großkarolinenfeld327303+2
Gstadt am Chiemsee86770
Halfing1391380
Höslwang75740
Kiefersfelden4494170
Kolbermoor1023973+1
Neubeuern164149+10
Nußdorf am Inn1841730
Oberaudorf3293160
Pfaffing1951910
Prien am Chiemsee481461+5
Prutting1401370
Ramerberg59580
Raubling591576+1
Riedering3483280
Rimsting152144+1
Rohrdorf am Inn3323190
Rosenheim39313787+3
Rott am Inn1831770
Samerberg1631550
Schechen3463330
Schonstett64640
Söchtenau2021990
Soyen1771650
Stephanskirchen432421+5
Tuntenhausen380356+2
Vogtareuth1331300
Wasserburg am Inn770713+1

Weitere Berichte zur Situation in Bayern und Deutschland finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und des Robert Koch-Instituts: 

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte _coronavirus/index.htm 

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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