Niedliche Lokalberühmtheit aus Söchtenau

Hasi Keinohr ganz groß: Kaninchendame mit Gendefekt erobert das Netz

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Söchtenau - Zwerg-Kaninchen Hasi kam ohne Ohren und Schwanz auf die Welt. Gerade das ist inzwischen ihr Markenzeichen. Die putzige Häsin ist eine richtige kleine Lokal-Berühmtheit geworden und war sogar schon im Fernsehen. 

Er ist der neue Stern am Himmel der lokalen Prominenz: Hasi Keinohr aus Söchtenau begeistert momentan das Netz und die regionalen Medien gleichermaßen. Der Nager sieht nicht nur wahnsinnig putzig aus, er hat auch schon einiges hinter sich. Im Gespräch mit rosenheim24.de erzählt Halterin Kerstin Seebald, wie Hasi zu ihr gefunden hat, was die Häsin so einzigartig macht und wie sie zu so viel Ruhm kam

Hasi ist schon auf den ersten Blick etwas ganz Besonders. Nicht nur ist sie ein besonders putziges Zwerg-Kaninchen, sie hat auch einen Geburtsdefekt, der einem sofort ins Auge springt. Hasi ist nämlich ohne die typischen Schlappohren und das Stummelschwänzchen geboren, was die Tiere sonst ausmacht. 

Geboren ist die Häsin auf einem benachbarten Bauernhof. Als dieser die Hasenhaltung einstellte, bot man Familie Seebald die heute sieben Wochen alte Häsin mitsamt Mutter und Bruder an. Eigentlich wollte Kerstin Seebald erst ablehnen, weil sie schon einen Kater hat. Auch machen Kaninchen viel Arbeit, erinnert sie sich. In ihrer Jugend hielt sie schon mehrere Kaninchen. Ihre beiden Söhne (19 und 22) verliebten sich aber sofort in die putzige Plüschnase und überredeten ihre Mutter, Hasi doch aufzunehmen. Jetzt lebt sie mit ihrer Mutter und Bruder Rudi auf einem eigens für sie hergerichteten Balkon, auf dem sie den ganzen Tag herumtollen kann. 

So leben Hasi Keinohr und ihre Familie in Söchtenau

 © Uwe Seebald
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 © Uwe Seebald

Auf Facebook wurde erst gescherzt, Hasi sei vermutlich das Ergebnis einer Affäre ihrer Hasenmutter mit einem Meerschweinchen. Tatsächlich kann man Kaninchen und Meerschweinchen aber nicht kreuzen, Hasi hat vielmehr einen Gendefekt, habe die Tierärztin der Familie erklärt. Tatsächlich hatte die Kaninchen-Dame Glück, dass sie überlebte. Tiere mit solchen Gendefekten haben oft weitere gesundheitliche Probleme und sterben oft jung, erzählt Kerstin Seebald. Auch beißen Kaninchenmütter oft Babys mit solchen Eigenschaften weg und nehmen sie nicht an. 

Hasi ist aber kerngesund, die Tierärztin versicherte Kerstin Seebald, dass es keinen Grund für Bedenken gäbe. Inzwischen ist dem Nagetier sogar eine kleine Ohrmuschel gewachsen, mitsamt Gehörgang. Auf den Klatschtest reagierte sie aber noch nicht, vermutlich kann sie also nicht hören. Die Ärztin gehe aber davon aus, dass Hasi noch einen Gehörsinn entwickeln werde. So etwas wie die Kaninschendame habe auch die Veterinärin noch nie gesehen

Trotz ihrer Einschränkung, ist Hasi ein sehr lebensfrohes Hasenkind. Sie sei überaus intelligent und lebhaft, erzählt Kerstin Seebald. Inzwischen habe ihre Mutter sie akzeptiert und putze ihr Kind sogar. Vor allem mit Bruder Rudi sei Hasi ein Herz und eine Seele.

Inzwischen ist sie bekannt wie ein bunter Hund. Sogar im Fernsehen war sie schon. Damit hätten auch ihre Besitzer nicht gerechnet. Kerstin Seebalds Mann Uwe habe seit diesem Jahr eine Kamera. Er habe ein Foto von Hasi beim Bilderbogen gezeigt, seitdem stehe das Telefon nicht mehr still. Auch bei Facebook hat Hasi viele Fans. Inzwischen filmt Uwe Seebald auch Videos von Hasi, die er auf einem YouTube-Kanal teilt

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