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Geldgeber übernahm Hälfte der Kosten

Luftfilter in Söchtenauer Schule: Anonymer Spender gibt 20.000 Euro und hilft Kindern zurück zur Normalität

Schulleiterin Marianne Kelnberger und Bürgermeister Bernhard Summerer freuen sich, dass die Schule in kürzester Frist mit Luftfiltergeräten ausgestattet werden konnte.
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Schulleiterin Marianne Kelnberger und Bürgermeister Bernhard Summerer freuen sich, dass die Schule in kürzester Frist mit Luftfiltergeräten ausgestattet werden konnte.

Erster Schultag und in allen Klassen-, Gruppen- und Fachräumen stehen Luftfiltergeräte. „Ich hätte nicht gedacht, dass das bis zum Schulanfang klappt“ gesteht Schulleiterin Marianne Kelnberger. Und ohne eine Privatperson, die 20.000 Euro spendete und anonym bleiben will, wäre es noch schwieriger geworden.

Söchtenau – Das sieht auch Sebastian Schreider, der Geschäftsleiter der Gemeindeverwaltung so. Er erinnert an die Chronologie: Die Ansage der Staatsregierung, dass bis zum Ferienende alle Klassenräume aller Schulen mit Luftfiltern ausgestattet sein müssen, sonst dürfe die Schule bei entsprechenden Corona-Zahlen womöglich gar nicht erst aufmachen, kam Anfang Juli. Ohne jegliche Aussage, wie denn diese Geräte beschaffen sein müssen, damit sie ausgeschrieben und gefördert werden können. Diese Informationen lieferte den Kommunen schließlich der Bayerische Gemeindetag. In der zweiten Juli-Hälfte, Tage vor den Ferienbeginn.

In den Ferien in andere Schule gegangen

Die Gemeinde sondiert das Angebot am Luftfiltermarkt, trifft in Absprache mit Schulleiterin eine Vorauswahl und schon in den Ferien geht es in eine andere Gemeinde, in der das bevorzugte Modell im Einsatz ist und problemlos läuft.

Es ist deutlich im August, als die Gemeinde den Förderantrag stellt. Rund 40.000 Euro sollen die elf notwendigen Geräte kosten. Die Hälfte übernimmt der private Spender, der laut Schreider nicht bekannt werden will. „Wir haben wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass es noch in den Sommerferien klappt“, so Schreider.

Ziel: Normaler Schulbetrieb trotz Corona

Denn oberstes Ziel sei gewesen, trotz Corona einen normalen Schulbetrieb zu ermöglichen. Die Gemeinde habe aber auch das Glück gehabt, dass das Modell, dass sie sich ausgesucht hatte, sofort lieferbar war.

Und eine Woche vor Schulbeginn waren sie dann da, die elf Luftfiltergeräte. 90 Kilo schwer, auf vier Rollen und damit mobil – und sie reinigen sich auch noch thermisch selbst, sind damit wartungsarm. „Es war sportlich, aber wir haben‘s geschafft“, so Schreider zufrieden.

Luftfiltergeräte machen Präsenzunterricht wahrscheinlicher

Zufrieden ist auch Schulleiterin Marinne Kelnberger. Für sie, die in den Sommerferien mitnichten sechs Wochen Urlaub, sondern reichlich Arbeit hat, kamen nun die Luftfiltergeräte noch dazu.

Die erhöhten die Sicherheit, machten Präsenzunterricht wahrscheinlicher und Quarantäne seltener nötig.

Gewöhnungsbedürftige Geräuschkulisse

Sie habe das angeschaute Gerät schon als laut empfunden, auch wenn die dortige Kollegin versicherte, man gewöhne sich an das Geräusch, und habe die Gemeinde um ein leiseres Modell gebeten.

„Das wurde auch berücksichtigt, aber ich fand es heute, am ersten Tag, immer noch ziemlich laut,“ sagt Marianne Kelnberger. Das sei aber nicht so wichtig, die Sicherheit der Kinder gehe vor.

Wieder Sport in der Turnhalle

Natürlich sei im Vorfeld überlegt worden, wo die Luftfiltergeräte in den jeweiligen Räumen am Besten stehen, sodass kein Kind genau im Luftzug davor sitzt. „Aber wir werden die in der Praxis besten Plätze in den nächsten Tagen schon finden“, ist sie sicher. Zunächst können aber alle 84 Schulkinder in Söchtenau – darunter 24 Erstklässler – aufatmen, sie haben wieder ganz normale Klassenzimmer. Und die Turnhalle, die ist wieder für den Sport da. Und für Elternabende. Und für Gemeinderatssitzungen.

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