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Bürgermeisterwahl, Streik, Gerichtsverhandlung – die Spielestadt ist wieder ein Magnet

In Mini-Rosenheim tobt das pralle Leben

Im Cafe von Mini-Rosenheim werden die Bürgerinnen und Bürger mit verschiedenen kalten Eistee-Getränken, Frucht-Cocktails und kleinen Snacks verwöhnt.
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Im Cafe von Mini-Rosenheim werden die Bürgerinnen und Bürger mit verschiedenen kalten Eistee-Getränken, Frucht-Cocktails und kleinen Snacks verwöhnt.

Söllhuben - Es gab Bürgermeisterwahlen, Gerichtsverhandelungen und sogar einen Streik wegen Lohn-Dumping: In der Spielstadt Mini-Rosenheim tobt mal wieder das pralle Leben.

Der Streik wegen zu niedriger Löhne in der vergangenen Woche war nur ein Höhepunkt von vielen. Die von der Kreisjugendarbeit Rosenheim organisierte Spielstadt Mini-Rosenheim auf dem Zeltplatz Kohlstatt bei Söllhuben ist auch im 26. Jahr ihres Bestehens wieder ein voller Erfolg. Über 200 Kinder zwischen acht und 14 Jahren probieren die Welt der Erwachsenen.

So gibt es auch in Mini-Rosenheim die unvermeidliche Bürokratie. Zu Beginn des Aufenthalts in der Spielstadt muss jeder Teilnehmer zur Stadtverwaltung. Dort wird ihm ein Bürgerausweis ausgestellt, mit dem er sich dann im Arbeitsamt eine Stelle in einer der 22 verschiedenen Werkstätten aussuchen kann. Den ersten Arbeitslohn gibt es bereits nach mindestens 20 Minuten Arbeit. Wie viel Lohn jeder Mini-Rosenheimer erhält, liegt auch in der Verantwortung des Bürgermeisters. Zu seinen Aufgaben gehört es, nach seiner Wahl den Stundenlohn neu zu verhandeln. Vergangene Woche hielt sich die Zufriedenheit mit dem Verhandlungsergebnis in Grenzen. Die Kinder organisierten einen Streik. Aufgrund der Arbeitsniederlegungen mussten einige Werkstätten sogar schließen.

Mini-Rosenheim nimmt für sich in Anspruch, eine richtige Stadt zu sein. Tatsächlich gibt es alle notwendigen Einrichtungen wie eine Stadtverwaltung, eine Post, eine Bank, die Zeitung, eine Großküche mit Cafebetrieb, eine Schreinerei, eine Malerei, die Schneiderei und einen Spielepark, unter anderem mit Hüpfburg und Rollenrutsche. Neben einem Klinikum sind auch die Werkstätten Pferde, Beautyfarm, Schmuck, TV/Kino und Event sowie Fitness, Musik und Natur vorhanden.

Für reichlich Gesprächsstoff sorgte eine Gerichtsverhandlung im neuen Zirkuszelt. Der Arzt des Klinikums war wegen eines ärztlichen Kunstfehlers angeklagt. Das Gericht sah diesen Vorwurf allerdings nicht als berechtigt an. Die Verhandlung nahm für den Angeklagten einen guten Ausgang.

Das Problem der Verschmutzung der Kindertoiletten der Spielstadt löste die Stadtverwaltung mit dem Einsatz von Toilettenpersonal. Um das Personal zu finanzieren wurde eine Gebühr von einem Mini-Euro als Toilettengeld eingeführt. Bürgerinnen und Bürger, die dieses Geld nicht aufbringen konnten, werden in „dringenden Fällen“ von ihrem jeweiligen Arbeitgeber, also einer Werkstatt, unterstützt.

Ein unglaubliches Jubiläum feiert in diesem Jahr seine „Kaiserliche Hoheit“ Georg „Schorsch“. Er ist der dienstälteste Betreuer in Mini-Rosenheim, denn seit 25 Jahren leitet er die Schreinerei. Insgesamt kümmern sich 40 Betreuerinnen und Betreuer um die mehr als 200 Kinder.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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