Start des Kreiselbaus bringt lange Umwege

Bad Feilnbach - Am Montag, 1. August, rollen die Bagger für den Bau des Kreisels an der Staatsstraße 2089/Kreuzstraße an. Seit Mittwoch sind weitreichende Umleitungen ausgeschildert.

Jetzt präsentierte das Staatliche Bauamt Rosenheim vor Ort das detaillierte Bauprogramm sowie den "Fahrplan" für die Bürger in den kommenden Wochen. Neben den notwendigen Sperrungen auf diesem Streckenabschnitt sind die Umleitungen durch Baustellen an der Autobahn und an Staatsstraßen großräumig angelegt.

Innerhalb von neun Wochen soll der neue Kreisverkehr entstehen. Aufgrund der zentralen Lage der Baustelle ist laut Baudirektor Claus-Peter Olk vom Staatlichen Bauamt ein komplexes Umleitungssystem notwendig. Er und seine Mitarbeiter stellten die entsprechenden Pläne dazu jetzt im Landgasthof Maximilian an der Kreuzstraße vor.

Im Rahmen der Bauphase 1 (1. August bis 5. September) werden die jetzt bestehenden Verkehrsinseln und Fahrbahnteiler ausgebaut. Gleichzeitig nehmen die westliche Hälfte des neuen Kreisverkehrs und das Bankett Gestalt an. Der Verkehr zwischen Bad Aibling und Bad Feilnbach wird an der Baustelle vorbeigeführt, der Ast zwischen Kreuzstraße und Au ist dagegen gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Kreisstraßen RO24 (Richtung Lippertskirchen) und RO46 (via Kampenwandstraße).

Ab 29. August wird der östliche Teil des Kreisels gebaut (Bauphase 1a). Dazu bleibt die Strecke nach Au weiterhin gesperrt. Zusätzlich kann aber auch zwischen Westerndorf am Wasen und Kreuzstraße kein Verkehr fließen.

Bis vor kurzem war sich das Bauamt nicht einig, wie während dieser Zeit die Umleitung erfolgen soll (wir berichteten). Jetzt steht dagegen fest, dass der Verkehr über Pullach und Kolbermoor geführt wird. Die so genannten Bedarfsumleitungen für den Reiseverkehr auf der Autobahn erfolgen großräumig (unter anderem über die Staatsstraße 2078 und die B15).

Im Rahmen der Bauphase 2 (5. September bis 16. September) wird der Verkehr an der Kreuzstraße mit Hilfe einer Ampel geregelt. Der Weg von der Autobahnausfahrt Bad Aibling Richtung Au ist dann wieder befahrbar.

Das "Finale" der Bauzeit ist am Wochenende 16. bis 19. September. Es erfolgt dann der Einbau der Deckschicht unter einer Vollsperrung des gesamten Geländes. Dabei wird großräumig über die B15 (Rosenheim), die Staatsstraße 2078 ("Panorama-Schwaig", Kolbermoor, Pullach) sowie die Kreisstraßen RO24 (Willing, Dettendorf) umgeleitet. Der Verkehr aus Bad Feilnbach und Hundham soll über die Staatsstraße 2089 durch Litzldorf fließen (Bericht folgt).

Sämtliche Linienbusse, die zwischen Au, Bad Feilnbach und Pang verkehren, werden laut Bauamt für die Dauer der Bauphase 1 über die "Alte Kreuzstraße" umgeleitet. Da diese jedoch sehr schmal ist, wird dort ein beidseitiges Haltverbot eingerichtet. In den Bauphasen 1a und 2 müssen auch die Busse Umleitungen in Kauf nehmen. "Mit Verzögerungen im Linienbetrieb ist zu rechnen", hieß es dazu.

Zusätzliche Behinderungen kommen auf die Autofahrer aufgrund von vielen weiteren Baustellen, unter anderem von Landkreis und Stadt Rosenheim, hinzu.

Außerdem wird, wie gestern bekannt wurde, der südliche Teil der Autobahnausfahrt Bad Aibling erneuert. Details liegen laut Baudirektor Olk aber noch nicht vor. Fest steht, dass die Maßnahme während des Baus des Kreisverkehrs geschehe.

Olks jüngsten Informationen zufolge erhält auch die Staatsstraße 2010 zwischen Kreuzstraße und Au auf einem Kilometer Länge eine neue Teerdecke. Auch das wurde bei dem Ortstermin bekannt.

Erfahrungsgemäß komme es nach der Freigabe eines neuen Kreisverkehrs oftmals zu Unfällen, bei denen die Mittelinsel überfahren werde - meist "kleinere Blechschäden". Die Autofahrer müssten sich erst an die neue Streckenführung gewöhnen, sagte Olk. Ihm zufolge soll deshalb sowie aufgrund neuester Erkenntniss von Verkehrsuntersuchungen eine Beleuchtung vorerst nicht auf der Mittelinsel des Kreisels angebracht werden. Man baue jedoch die dafür notwendigen Rohre und Leitungen jetzt ein. So könne die Gemeinde später noch reagieren und nachrüsten.

CSU-Landtagsabgeordneter Alexander Radwan und Bürgermeister Hans Hofer freuten sich über die "zügige Umsetzung" während der Bauzeit. Es sei positiv, dass der Unfallschwerpunkt nun entschärft werde. Gemeinsam nahm man die künftige und lang ersehnte Baustelle jetzt in Augenschein.

Martin Aerzbäck (Mangfall-Bote)

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