Stelzenhaus löst Staunen aus

Riedering – Staunen löste bei der jüngsten Sitzung des Riederinger Bauausschusses der erste Punkt der Tagesordnung aus. Dabei ging es um die Bauvoranfrage zur Errichtung eines Stelzenhauses in Neukirchen.

Außerdem mussten auch noch einige andere Bauvorhaben im Gemeindegebiet behandelt werden.

Andreas Baerend will auf seinem Grundstück in Neukirchen ein Stelzenhaus errichten. In seinem Schreiben an die Gemeinde begründete er dieses Vorhaben damit, dass er sich einen "ruhigen, abgeschiedenen Bereich zum Arbeiten" wünsche.

Mit der Vorstellung eines Stelzenhauses in einer bayerischen Gemeinde konnten sich die Gemeinderäte aber nicht anfreunden. Einstimmig lehnten sie diesen Baustil und damit auch die Bauvoranfrage ab.

Noch einmal auf der Tagesordnung stand die Bauvoranfrage von Sebastian Niedermeier junior zur Errichtung eines Wohnhauses mit Einliegerwohnung und Garage auf seinem Grundstück in Riedering.

Dieser Bauvoranfrage wurde bereits 2007 schon einmal zugestimmt. Da aber über zwei Jahre lang kein weiterer Schritt erfolgte, erlosch die Genehmigung und so musste nun die Bauvoranfrage noch einmal vorgelegt werden. Die Gemeinderäte stimmten ein weiteres Mal zu.

Thomas Bichler will ein bestehendes Wohnhaus auf seinem Grundstück in Söllhuben umbauen. Dafür reichte er nun eine entsprechende Bauvoranfrage ein, bei der er angab, dass er das betreffende Gebäude um ein Stockwerk erhöhen wolle. Der Gemeinderat stimmte zu, aber nur unter der Voraussetzung der landwirtschaftlichen Privilegierung. Thomas Bichler muss nun nachweisen, dass er landwirtschaftlich tätig ist.

Zugestimmt wurde dem Bauantrag von Armin und Anna-Maria Breitreiner. Sie wollen drei Garagen mit Unterkellerung auf ihrem Grundstück in Pietzing errichten.

Nichts einzuwenden gab es auch beim Bauantrag von Elisabeth Ugolini. Sie will an ihrem Gebäude in Söllhuben einen Wintergarten anbauen.

Eine nachträgliche Erteilung einer Teilrodungserlaubnis benötigte Hilger Lorenz. Er hat auf seinem Grundstück in Söllhuben einen schmalen Waldstreifen gerodet. Allerdings ist das von Rechts wegen eigentlich nur mit vorheriger Genehmigung möglich. Der Gemeinderat erteilte die Erlaubnis jetzt aber nachträglich. Die Begründung lautete, dass man in diesem Fall auch nicht anders entschieden hätte, wenn man vorher davon informiert gewesen wäre. Der Waldstreifen grenzt ganz nahe an der Staatsstraße an.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

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