in Stephanskirchen

Gemeinderat uneinig über Vorgehen gegen Falschparker

Stephanskirchen - Nicht wenigen Bürgern der Gemeinde gehen Falschparker, die auch auf Radwegen parken, auf die Nerven. Ein Vorschlag, dagegen durch eine Verkehrsüberwachung vorzugehen, wurde nun jedoch im Gemeinderat abgelehnt.

Gemeinderat Christian Wahnschaffe (Grüne) beantragte eine Überwachung des ruhenden Verkehrs, also parkender Fahrzeuge, "zum nächstmöglichen Zeitpunkt". Viele Bürger der Gemeinde fühlten sich laut Wahnschaffe durch Autos und Motorräder, die auf dafür nicht vorgesehenen Plätzen hielten und parkten, behindert oder belästigt. Vor allem zugeparkte Radwege seien für Radler ein Ärgernis, da diese dann auf die Fahrbahn ausweichen müssten. Auch für Menschen mit Behinderung, Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwägen stellten diese Falschparker ein oft nur schwer zu überwindendes Hindernis da.

Auch Bürgermeister Rainer Auer stimmte den Beobachtungen Wahnschaffes zu. Zwar seien ausreichend Parkplätze vorhanden, diese würden aber nicht genutzt. "Manchen Leute wollen nicht ein paar Meter Fußweg auf sich nehmen, sondern parken halt direkt vor Geschäften." Davon stark betroffen sei etwa auch die Salzburger Straße im Bereich des Rathauses. Bei der Gemeinde gingen deshalb auch immer wieder zahlreiche Beschwerden, teilweise mit ausführlicher Dokumentation in Form von Fotos ein.

Der Antrag wurde jedoch mit der Mehrheit der CSU abgelehnt. "Die Verkehrsüberwachung ist halt ein enorm strittiges Thema bei uns", kommentierte das Auer.

hs

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