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Bayerische Eisenbahngesellschaft dagegen

Bahnhaltepunkt in Stephanskirchen ist erstmal vom Tisch

Stephanskirchen - Das Thema eines möglichen Bahnhalts für die Gemeinde hat sich vorerst erledigt, wie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats klar wurde.

Braucht Stephanskirchen wieder einen Bahnhaltepunkt? Anfangs war sich da die Gemeinderat nicht ganz einig. Im Juni 2016 hatte sich das Gremium zunächst mehrheitlich gegen einen Antrag der SPD, dass sich die Gemeinde für eine Haltestelle stark machen sollte ausgesprochen.

Eine Unterschriftenaktion, die über 1200 Unterzeichner fand überzeugte die Ratsmitglieder dann jedoch im September davon, dass das Projekt einen Rückhalt in der Bevölkerung hat. Die Entscheidung lag damit bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG). Dieses zu 100 Prozent im Besitz des Freistaats befindliche Unternehmen ist der Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Bayern.

Bürgermeister Rainer Auer zeigte sich damals zuversichtlich. Im Interview mit Radio Charivari erklärte er, man werde nun versuchen bei einem bis 2023 laufenden Ausbauprogramm, "noch den Fuß in die Tür zu bekommen."

Doch daraus wird nichts. Mitte Mai hat die BEG den Fragekatalog verschiedener Gemeinderäte beantwortet, wie in der Gemeinderatssitzung am Dienstag bekannt wurde. Sie teilte mit, dass sich der gewünschte Haltepunkt derzeit aus zeitlichen Gründen nicht realisieren lasse. Denn ein Halt dort würde dafür sorgen, dass wichtige Anschlusszüge, etwa in Freilassing, verpasst würden. Weiterhin sei die Einladung, dass ein Vertreter der BEG sich das Projekt im Gemeinderat vorstellen lasse, "nicht zielführend" und würde daher abgelehnt.

"Das ist ein wenig unbefriedigend", klagte Bürgermeister Rainer Auer im Gespräch mit rosenheim24.de.

hs

Rubriklistenbild: © dpa

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