Falschmeldungen über Coronavirus-Fall in Altötting

Klinik stellt klar: "Diese Informationen entsprechen nicht der Wahrheit"

Stephanskirchen/Rosenheim - Das Coronavirus aus China ist jetzt möglicherweise zum zweiten Mal in der Region aufgetaucht. Nach der infizierten Familie aus Siegsdorf gibt es nun einen neuen Verdachtsfall im Landkreis Rosenheim. Derweil kursieren in den Sozialen Medien und auf WhatsApp Falschmeldungen über einen Coronavirus-Fall in Altötting.

UPDATE, 18.15 Uhr: Falschinformationen zum Coronavirus in Altötting

Nachdem in den Sozialen Medien und über WhatsApp die Information verbreitet wurde, dass sich in der Kreisklinik Altötting eine Person mit dem Coronavirus in Behandlung befinden soll, hat Mike Schmitzer, Pressesprecher der Kreiskliniken Altötting-Burghausen Stellung bezogen: "Derzeit kursieren in den Sozialen Medien und über WhatsApp Falschinformationen, denen zufolge in der Kreisklinik Altötting ein erster Patient mit einer Corona-Infektion „liegen soll”. Eine andere Falschinformation besagt, dass hier vier Patienten mit Lungensymptomatik isoliert untergebracht sein sollen. Diese Informationen entsprechen nicht der Wahrheit. Sollte in den Kreiskliniken Altötting-Burghausen ein bestätigter Fall einer Infektion mit dem Coronavirus vorliegen, werden wir unverzüglich darüber informieren."

UPDATE, 28. Februar, 11.47 Uhr: 

Am Donnerstagmorgen wurde bekannt, dass eine in der Intensivpflege tätige Person aus dem Landkreis Rosenheim auf COVID-19 getestet wurde. "Aktuell liegt noch kein Testergebnis vor", erklärte Landratsamt-Sprecher Michael Fischer am Freitagvormittag auf Nachfrage von rosenheim24.de.

Grundsätzlich sei zu sagen: Sollte eine Person aus Landkeis Rosenheim positiv auf das Coronavirus getestet werden, so würde das Gesundheitsministerium zeitnah über diesen Fall informieren, betonte Fischer.

Erstmeldung - 27. Februar: 

Dies hat das Landratsamt Rosenheim am Donnerstagvormittag, 27. Februar, auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigt. Eine in der Intensivpflege tätige Person aus dem Landkreis Rosenheim sei auf COVID-19 getestet worden, hieß es von dort. Nähere Angaben zur Identität der Person gab es nicht. "Im Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim geht man davon aus, dass ein Ergebnis spätestens morgen (Anm. der Red.: Am Freitag, 28. Februar) vorliegt", so Landratsamt-Sprecher Michael Fischer.

Coronavirus-Verdacht in Stephanskirchen

Nach Informationen von rosenheim24.de stammt die Person aus der Gemeinde Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim). Landratsamt beziehungsweise Gesundheitsamt stellten allerdings klar, dass es sich dabei um eine "reine Vorsichtsmaßnahme" handeln würde. Es bestehe laut der Mitteilung kein begründeter Verdacht, dass sich die Person mit dem Corona-Virus infiziert haben könnte. Bislang gibt es in Stadt und Landkreis weiterhin keine begründeten Verdachtsfälle auf COVID-19, hieß es weiter.

Zuvor hatte die betroffene Person, die bis vor kurzem auch in Norditalien tätig war, allerdings nicht in den vom Robert Koch-Institut definierten Risikogebieten, über leichte Halsschmerzen geklagt. Wegen ihrer "sensiblen Tätigkeit" sei die Person dann vorsichtshalber auf COVID-19 getestet worden. Bis hier ein Ergebnis vorliegt, darf die Person ihrer Arbeit nicht nachgehen. 

"Das Staatliche Gesundheitsamt beobachtet die Lage weiterhin sehr genau und steht in engem Kontakt mit den Krankenhäusern, Arztpraxen, der Bundes- und Landespolizei sowie den weiteren zuständigen Behörden in der Region. Maßnahmen werden nach den Vorgaben der vorgesetzten Behörden umgesetzt", sagte Fischer. Auch bei den anderen Landratsämtern in der Region hatte rosenheim24.de bereits am Mittwoch um eine Stellungnahme gebeten.

Erster Fall in Siegsdorf

In der Region war am Abend des 30. Januar der erste Fall bekannt geworden. Damals war eine fünfköpfige Familie aus Siegsdorf (Landkreis Traunstein) in die Klinik nach Trostberg in Quarantäne gebracht worden, nachdem beim Familienvater ein Verdachtsfall festgestellt worden war. Letztlich waren vier der fünf Familienmitglieder, beide Elternteile sowie zwei der drei Kinder, mit dem Virus infiziert

Coronavirus im Landkreis Traunstein: Einsatz des BRK in Siegsdorf am 30. Januar

Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg.
Coronavirus-Verdacht in Siegsdorf? Das BRK holte vier Personen aus einem Wohnhaus ab und brachte sie ins Krankenhaus nach Trostberg. © FDL/Lamminger

Der Vater hatte sich über seinen Arbeitgeber, den Automobilzulieferer Webasto in Stockdorf (Landkreis Starnberg), angesteckt. Dort waren anschließend auch weitere Fälle in Bayern aufgetaucht, die anschließend im Klinikum München-Schwabing stationär behandelt wurden. Von den insgesamt 14 Fällen in Bayern befand sich - Stand: Mittwoch, 26. Februar, 15 Uhr - noch eine Person in einem Krankenhaus.

mw/mz

Rubriklistenbild: © FDL/Lamminger (Archivbild)

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