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Nachruf

Im Alter von 95 Jahren gestorben: ARRI in Stephanskirchen trauert um „Firmenlegende“ Max Welz

Max Welz
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Die ARRI-Gruppe, die auch einen Sitz in Stephanskirchen hat, trauert um Urgestein Max Welz.

Große Trauer um „eine Legende“ der im weltweiten Filmgeschäft tätigen ARRI-Gruppe: Im Alter von 95 Jahren ist jetzt Max Welz in München gestorben. Welz, der 62 Jahre im Unternehmen beschäftigt war, hatte viele Jahre die Geschäftsführung der ARRI-Tochterunternehmen in Stephanskirchen inne.

Stephanskirchen/München – Welz hatte unter anderem lange Jahre die Geschäftsführung der ARRI-Tochterunternehmen am Standort Stephanskirchen inne. Am 1. August 1945 war er als 50. Mitarbeiter seit Gründung der Firma in München – das Unternehmen stellt unter anderem Kamerasysteme und Beleuchtung für Filmproduktionen her – in den Betrieb eingetreten und ihm 62 Jahre lang treu geblieben. Bis heute hält er Rekord in puncto Betriebszugehörigkeit bei ARRI.

Nach seinem Einstieg als Dreher im damals nach Brannenburg ausgelagerten Betrieb wurde er innerhalb kürzester Zeit Meister der Dreherei und Fräserei. Ab 1948 durchlief er beim Hauptsitz in München zahlreiche Stationen, leitete mehrere Abteilungen und baute neue auf.

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1986 erhielt Max Welz Gesamtprokura als Bereichsleiter für die Fertigungstechnik. 1991 übernahm er als Technischer Leiter des Apparatebaus die Verantwortung für die gesamte Produktion der Kamera- und Lichtgeräte. 1992 wurde er in die Geschäftsleitung der Cine-Technik berufen, die er 2001 nach erfolgreichen Jahren wieder verließ. Zum Abschluss seiner Laufbahn führte er nach Angaben eines Unternehmenssprechers als Geschäftsführer die ARRI-Gießtechnik in Stephanskirchen wieder in die Gewinnzone.

In verschiedenen Funktionen

Welz ist mit ARRI gewachsen und hat das Unternehmen in seinen verschiedenen Funktionen mit Tatkraft und enormem Einsatz weiterentwickelt. „Mit Max Welz ist der dienstälteste ARRI-Mitarbeiter von uns gegangen, ein echter ARRI-aner mit Ecken und Kanten, dessen Interesse stets das Wohl und Weh von ARRI war. Für ihn waren nur zwei Dinge im Leben wichtig: seine Familie und ARRI“, erklärt Professor Franz Kraus, langjähriger Technikvorstand, zuletzt Aufsichtsratsmitglied und nun Berater des Unternehmens. Die Verbundenheit zum Münchner Traditionshaus, das 1917 gegründet wurde, setzt sich über Generationen fort. So war der Bruder Georg Welz lange für die Firma tätig. Inzwischen ist auch Enkel Hans-Peter Welz seit vielen Jahren dort beschäftigt.

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„Unser aufrichtiges Mitgefühl und unsere herzliche Anteilnahme gelten der Familie von Max Welz. Er prägte Generationen von ARRI-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern. Wir trauern nun um einen geschätzten Weggefährten und blicken voller Dankbarkeit auf Jahrzehnte erfolgreicher Zusammenarbeit zurück“, ergänzt Vorstandsmitglied Markus Zeiler.

Besuch in der Firmenzentrale

Noch im Oktober vergangenen Jahres besuchte Max Welz die neue Firmenzentrale in München, traf frühere Kollegen und informierte sich über aktuelle Produkte und Herausforderungen des Unternehmens. Jetzt hat er seine Augen für immer geschlossen. (re)

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