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In Stephanskirchen

Neuer Einsatzleitwagen für Katastrophenschutz übergeben

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Symbolische Schlüsselübergabe: Die Unterstützungsgruppe mit ihrem Leiter Franz Dandlberger (2. von links), Joachim Radke von Hensel Fahrzeugbau (3. von links) sowie Bürgermeister Rainer Auer, Landrat Wolfgang Berthaler, Kreisbrandrat Richard Schrank (vorne Mitte).

Stephanskirchen - Für den Katastrophenschutz hat der Landkreis Rosenheim einen neuen Einsatzleitwagen beschafft. Das rund 280.000 Euro teure Fahrzeug erhielt heute (06.03.16) den kirchlichen Segen. Die Feier fand bei der Freiwilligen Feuerwehr in Stephanskirchen statt, denn dort ist der neue Einsatzleitwagen stationiert.

Landrat Wolfgang Berthaler bedankte sich für die Bereitschaft, das Fahrzeug zu übernehmen, weil es mit viel Arbeit und Weiterbildung verbunden ist. Wie schnell man es brauchen kann, haben wir schon gesehen, fuhr der Landrat fort, es war in Bad Aibling beim Zugunglück im Einsatz. Stephanskirchens Bürgermeister Rainer Auer meinte mit Blick auf die Ausstattung des neuen Einsatzleitwagens, ich bin technikbegeistert, aber im Vordergrund steht, dass die Feuerwehr Stephanskirchen in der Lage ist, 14 Personen zu stellen, die sich um Ereignisse im Landkreis kümmern. Das ist eine erfrischende Alternative zum aktuellen Zeitgeist, der eher kleingeistig ist.

Ähnlich äußerte sich Kreisbrandrat Richard Schrank, das wertvollste sind die Leute, die ihre Zeit zusätzlich zum Feuerwehrdienst opfern. Zudem meinte Schrank, es ist einzigartig in Oberbayern, dass ein Landkreis zwei gleichwertige Unterstützungsgruppen hat. Der zweite Einsatzleitwagen mit Besatzung ist in Kolbermoor stationiert.

Das neue Fahrzeug ist mit einem Mehr an Verantwortung verbunden, sagte Stephanskirchens katholischer Pfarrer Fabian Orsetti. Bevor er den kirchlichen Segen erteilte, rückte er die Belas-tungen für die Feuerwehrleute in den Mittelpunkt seiner Ansprache: Bei einem Einsatz hofft man nicht, immer der starke Mann sein zu müssen, sondern auch Schwäche zeigen zu können.

Bei Großschadensereignissen und im Katastrophenfall setzt der Landkreis Rosenheim einen Örtlichen Einsatzleiter ein. Dieser wird von einer Unterstützungsgruppe begleitet, die mit Hilfe des Einsatzleitwagens unter anderem die Kommunikation zwischen dem Örtlichen Einsatzleiter und der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Rosenheimer Landratsamt sicherstellt.

Das Vorgängermodell wurde im Jahr 2000 nach dem damaligen Stand der Technik ausgestattet. Der Leiter der Unterstützungsgruppe Franz Dandlberger stellte fest, dass sich in den letzten Jahren immer mehr herausstellte, dass es nicht mehr ausreicht. Tatsächlich war es aufgrund vieler Neuerungen zuletzt nicht mehr möglich, die komplette Ausstattung mitzunehmen. Der alte Einsatzleitwagen wäre sonst überladen gewesen.

Zur Ausrüstung des neuen Einsatzfahrzeuges gehören unter anderem eine Telefonanlage, eine Dachantenne für alle Mobilfunknetze, ein Computernetzwerk, eine vollautomatische Internet-Satellitenanlage, ein Router-Kombi-Gerät, das ortsunabhängig einen Highspeed-Internetzugang ermöglicht, ein Beamer, Computer mit Flachbildschirmen sowie ein Stromerzeuger.

An den Beschaffungskosten von rund 280.000 Euro beteiligte sich der Freistaat Bayern mit einem Zuschuss in Höhe von 77.000 Euro.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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