Ab 3. Januar

Mit einem Teammanager aus Halfing: Stephanskirchener Team am Start der Rallye Dakar

Das Hero MotoSports Team Rally mit Sitz in Stephanskirchen hat sich für die diesjährige „Dakar“ Einiges vorgenommen. Auf dem Bild der Halfinger Teammanager Wolfgang Fischer (ganz links) und nebnen ihm dser Deutsche Sebastian Bühler.
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Das Hero MotoSports Team Rally mit Sitz in Stephanskirchen hat sich für die diesjährige „Dakar“ Einiges vorgenommen. Auf dem Bild der Halfinger Teammanager Wolfgang Fischer (ganz links) und nebnen ihm dser Deutsche Sebastian Bühler.

Die 43. Ausgabe der Rallye-Dakar wird zum zweiten Mal in Saudi-Arabien ausgetragen. Die Teilnehmer müssen insgesamt 7.650 Kilometer beziehungsweise zwölf Etappen zurücklegen. Mit am Start ein Rally-Team aus Stephanskirchen mit einem Teammanager aus Halfing.

Von Georg Blenk

Stephanskirchen – Mit am Start bei der Rallye-Dakar ist auch das Hero MotoSports Team Rally mit Sitz in Stephanskirchen bei Rosenheim, wo sich das Hero-Tech-Center Germany des größten Motorradherstellers der Welt befindet. Die Rallye-Mannschaft des indischen Motorradherstellers rund um den Halfinger Teammanager Wolfgang Fischer tritt mit dem Portugiesen Joaquim Rodrigues (39), dem Inder CS Santosh (37) sowie dem jungen Deutschen Sebastian Bühler (26) bei der diesjährigen Rallye-Dakar an. Start ist am Sonntag, 3. Januar, in Jeddah.

Alle drei sind auf einem komplett neu entwickelten Motorrad unterwegs. Das Rallye-Bike verfügt über einen neuen 450-ccm-Motor und ein weiterentwickeltes Chassis. Das speziell für den Rallye-Sport entwickelte Aggregat bietet den Angaben zufolge eine verbesserte Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung.

Tragischen Ereignis Anfang des letzten Jahres

„Mit einer optimalen Gewichtsbalance, einer besseren Fahrzeug-Ergonomie, einem vergrößerten Kraftstofftank sowie einem verbesserten Federungs- und Kühlsystem ist das neue Bike optimal für die härteste Rallye der Welt ausgelegt“, erklärt Fischer. Die technische Weiterentwicklung soll auch das Fahrzeugdesign in Barcode-Optik demonstrieren.Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie konnte auch das Hero MotoSports Team Rally nur ein relativ kurze Vorbereitungszeit nutzen.

Dennoch machte das Team mit einem erfolgreichen Comeback, unter anderem bei der Baja Portalegre und der Rallye Andalusien, auf sich aufmerksam. Die drei Fahrer zeigten ihr volles Leistungspotenzial und konnten wertvolle Erfahrungen sammeln. Vor dem Hintergrund des tragischen Unfalltodes von Teamfahrer Paulo Gonçalves bei der letzten Ausgabe der Rallye-Dakar, galt es jedoch auch eine hochemotionale Situation zu verarbeiten.

„Nach dem tragischen Ereignis Anfang letzten Jahres ist es erstmal eine sehr schwierige Rückkehr. Paulo war nicht nur ein Weltklasse Fahrer, sondern auch ein sehr guter Freund“, so Fischer. Die Hero-Mannschaft ist jedoch fest entschlossen eine gute Leistung abzuliefern und sich optimal zu präsentieren. „Wir nutzten während der Pandemie die Zeit, um gründliche Tests durchzuführen. Wir möchten auf jeden Fall ein gutes Ergebnis erzielen“, ergänzt Fischer, der in Aschau im Chiemgau aufgewachsen ist und mit seiner Familie in Halfing lebt.

Sebastian Bühler ist für einen Spitzenplatz gut

Tatsächlich hat man neben den beiden erfahreneren Fahrern Rodrigues und Santosh mit Sebastian Bühler einen sehr talentierten und ambitionierten Fahrer im Boot, der auch für einen Spitzenplatz gut ist. Er ist der einzige deutsche Teilnehmer in der Motorradklasse. „Bereits mein erstes Jahr bei Hero MotoSports war aufregend. Obwohl es 2020 nicht viele Möglichkeiten gab, Rennen zu fahren, bin ich froh, dass wir nach zwei beeindruckenden Läufen in den letzten Monaten an der Rallye-Dakar teilnehmen. Mir hilft es direkt nach meinem Baja- Sieg bei der Rallye anzutreten.“ Das Hero MotoSports Team Rally feierte 2017 sein Debüt bei der ‚Dakar‘. Seitdem hat sich die Crew zu einem Top-Team im internationalen Motorrad-Offroad-Sport entwickelt.

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