Gerichtsprozess droht - alles nur kopiert?

Münchner Promi-Wirt verklagt "Marco's" in Stephanskirchen

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München/Stephanskirchen - Die Wände sollen gleich sein, die LED-Beleuchtung auch und sogar die Armaturen der Toiletten! Daher hat ein Münchner Promi-Wirt das "Marco's"  verklagt. Mit Erfolg?

Hat der Wirt des "Marco's" in Stephanskirchen die Einrichtung seines Lokals einfach von dem Restaurant "H'ugo's" des Promi-Wirtes Ugo Crocamo in München kopiert? Crocamo sagt ja und zog vor Gericht.

Nicht nur die Beleuchtung, sogar die goldenen Armaturen im Sanitärbereich soll der Stephanskirchener übernommen haben, berichtet unser Partnerportal tz.de. Die Wände seien in beiden Restaurants cremefarben, die Verkleidung des Pizzaofens ähnlich und sogar die Speisekarte und die Servietten gleich, beschreibt das Oberbayerische Volksblatt die Crocamos Vorwürfe gegen das Ehepaar Antonella und Marco Marchese. 

Und Crocamo hat offenbar ganz genau hingeschaut: Denn sowohl in München, als auch in Stephanskirchen koste die Trüffel-Pizza 17,90 Euro, so das Oberbayerische Volksblatt weiter. 

Aber hat der Wirt des "Marco's" wirklich eine Kopie erschaffen, oder ist das Lokal nur ähnlich? Am Montag trafen sich die Anwälte der Kontrahenten nun vor dem Landgericht München I, um diese Frage zu klären. 

Unverständnis beim "Marco's"

Und der Richter Lars Meinhardt hatte gleich zu Beginn eine schlechte Nachricht für Promi-Wirt Ugo Crocamo: Zwar sei erkennbar, dass es möglich sei, dass sich der Betreiber des "Marco's" beim "H'ugo's" Inspirationen geholt haben könnte, eine Eins-zu-Eins-Kopie sei jedoch nicht erkennbar, so tz.de weiter. 

Volle Hütte im H'ugo's an einem Samstagabend.

Das Nachahmen wiederum sei nicht verboten, wird der Richter von der Münchner Abendzeitung zitiert. Gleichzeitig hätten die Anwälte des Klägers erklärt, dass sie die Vorwürfe noch weiter überarbeiten müssten, vorstellbar sei statt der kompletten Entfernung des Innendesign, der Abbau einzelner Elemente, so die Zeitung weiter. 

Marco Marchese reagierte mit Unverstädnis auf die Klage. Für ihn seien die Unterschiede zu dem Restaurant in München klar erkennbar, habe er doch beispielsweise einen 15 Meter hohen Wasserfall mitten im Lokal, schreibt tz.de.

Am rechten Bildrand kann man den angesprochenen Wasserfall erkennen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie unter ovb-heimatzeitung.de oder in der gedruckten Ausgabe Ihrer OVB Heimatzeitung.

kil

Rubriklistenbild: © Montage Screenshot Facebook

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