Gegen Wohnungsnot in Stephanskirchen

Planungen für preisgünstige Mietwohnungen werden konkreter

Stephanskirchen - Bereits Ende Mai war beschlossen worden, preisgünstige Mietwohnungen zu schaffen. Nun werden die Planungen konkreter.

Viele Menschen würden gerne in der Gemeinde leben. Das hat auch seine Nachteile, denn die Grundstückspreise schießen durch die Decke. Vor kurzem hat das Landratsamt die Bodenrichtwerte für Stephanskirchen, einen Richtwert für die Grundstückspreise dort, ermittelt. Diese sind teilweise drastisch angestiegen. "Es war noch nie teurer", zeigte sich Bürgermeister Rainer Auer bei der Bekanntgabe der Werte in der Sitzung des Stephanskirchener Gemeinderats Ende Juni schockiert, "Teilweise liegt eine Steigerung von bis zu 82% vor!" 

In der Folge können sich zunehmend Einheimische, darunter vor allem einkommenschwache Menschen, kaum noch Wohnungen leisten. Bereits in der Ratssitzung Ende Mai war daher beschlossen worden, der Wohnungsnot durch sozialen Wohnungsbau und die Vergabe von Einheimischenbauland entgegenzuwirken. Allerdings wird auch dies dem Preisanstieg nicht entgegenwirken.

Planung läuft nun

In der Sitzung des Bauaussschusses vom 20. Juni wurden nun die grundsätzlichen Planungsparameter für die Schaffung von preisgünstigen Mietwohnungen in Westerndorf festgelegt. Zwischenzeitlich fand auch eine Besprechung mit dem gemeindlichen Behindertenbeauftragten statt. Dessen Anregungen wurden aufgenommen und bei der Planung berücksichtigt, so die Gemeindeverwaltung. In der jüngsten Gemeinderatssitzung ging es dann um die Anerkennung der Entwurfsplanung. 

Dafür stehen in diesem Jahr 200.000 Euro zur Verfügung. Im Finanzplan sind in den nächsten Jahren für den Mietwohnungsbau in Westerndorf und den Ankauf von Wohnungen am Tulpenweg insgesamt 3.200.000 Euro eingestellt. Der Gemeinderat erkannte die Entwurfsplanung einstimmig an. Das beauftragte Ingenieurbüro soll bis zur nächsten Sitzung des Gemeinderats Ende September nun die Genehmigungsplanung erstellen. 

hs

Auch im Rosenheimer Orsteil Westerndorf sollen 28 neue Mietwohnungen entstehen. Sie werden barrierefrei und besonders für einkommensschwächere Bürger konzipiert und von der Regierung von Oberbayern gefördert.

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