250-Kilo-Fliegerbombe in Stephanskirchen entschärft

"Da war nichts außer der Reihe. Es war trotzdem nicht langweilig"

+
  • schließen
  • Martina Hunger
    Martina Hunger
    schließen
  • Katja Schlenker
    Katja Schlenker
    schließen

Stephanskirchen - Große Aufregung herrschte am Dienstag in der Gemeinde Stephanskirchen im Ortsteil Haidholzen. Bei Bauarbeiten war eine Bombe entdeckt worden. Mehrere Straßenzüge mussten evakuiert werden, ehe die Fliegerbombe entschärft werden konnte.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Fliegerbombe gegen 9.25 Uhr bei Bauarbeiten gefunden
  • Fundort rund um Filzenweg stundenlang weiträumig abgesperrt
  • Bombe 250 Kilogramm schwer und ein amerikanisches Fabrikat
  • Sperrkreis betrug rund 300 Meter
  • 200 Anwohner evakuiert
  • Entschärfung ist etwa 16.30 Uhr erfolgt

UPDATE, 6.45 Uhr - Bilder vom Einsatz

Bombenfund in Stephanskirchen

UPDATE, Mittwoch, 6.20 Uhr - Reibungsloser Großeinsatz

Wie das Oberbayerische Volksblatt am Mittwoch berichtet, verlief der Einsatz zur Evakuierung der Anwohner und Entschärfung der Bombe am Dienstadg völlig reibungslos. Insgesamt 200 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die meisten kamen bei Freunden oder Verwandten unter, nur zehn bis zwölf mussten zwischenzeitlich in der Notunterkunft in der Mittelschule Stephanskirchen untergebracht werden. Laut OVB waren exakt 41 Feuerwehr- und 56 Rettungsdienstkräfte an der Evakuierung beteiligt.

"Die Leute waren sehr verständnisvoll. Da war nichts außer der Reihe. Es war trotzdem nicht langweilig", sagte Kreisbrandrat Richard Schrank der Zeitung. Und Walter Huber, der Einsatzleiter des Rettungsdienstes, ergänzte in Sachen Evakuierung: "Das lief alles reibungslos. Nicht einer hat sich quergestellt!"

UPDATE, 16.50 Uhr - Pressemeldung der Polizei

Nachdem die Evakuierung der Gebäude abgeschlossen war, ist die Fliegerbombe gegen 16.30 Uhr erfolgreich vom Sprengmeister entschärft worden. Dies teilt Sprecher Jürgen Thalmeier vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd offiziell mit.

Diese Fliegerbombe ist am Dienstagnachmittag erfolgreich in Stephanskirchen entschärft worden.

Die Sperrung des Gefahrenbereichs ist damit aufgehoben. Landratsamt und Polizei bedanken sich bei Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für das Verständnis. Dank verständnisvoller Anwohner habe die Entschärfung zügig starten und erledigt werden können.

UPDATE, 16.35 Uhr - Bombe entschärft

Laut Informationen von vor Ort ist die Bombe in den vergangenen Minuten entschärft worden. Weitere Informationen dazu folgen in Kürze.

UPDATE, 16.05 Uhr - Helfer aus Wasserburg unterstützen Einsatz

Um 15.15 Uhr sind ehrenamtliche Helfer der Johanniter von Wasserburg nach Stephanskirchen geschickt worden, teilt die Organisation mit. Dort helfen Freiwillige dabei, Bewohner im Umfeld des Fundortes aus ihren Häusern zu evakuieren, bevor die Bombe innerhalb der nächsten Stunde entschärft werden soll.

UPDATE, 15.50 Uhr - Evakuierung läuft

Derzeit läuft die Evakuierung der Straßen

  • Filzenweg
  • Birkenriedstraße
  • Kapellenweg
  • Teile der Westerndorfer Straße
  • Wandlweg
  • auf Hochtouren. "Wir hoffen, dass alles planmäßig verläuft", erklärt Sprecher Jürgen Thalmeier vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd. Geplant ist, bis 16 Uhr alle rund 200 betroffenen Anwohner aus ihren Häusern evakuiert zu haben. Ab dann soll die gefunden 250-Kilo-Fliegerbombe entschärft werden.

    UPDATE, 15.05 Uhr - Fünf Straßen betroffen

    Etwa 200 Einsatzkräfte sind bei dem Einsatz beteiligt. Die Polizei kümmert sich um den Verkehr und die Absperrung, teilt das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd mit.

    Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst gehen von Haus zu Haus, um zu prüfen, ob alle Gebäude evakuiert sind. Personen, die nicht oder nur bedingt mobil sind, werden abgeholt.

    Ziel ist es, bis 16 Uhr die Evakuierung abzuschließen und mit der Entschärfung zu beginnen. Diese soll dann etwa eine halbe Stunde dauern. Zwischen 16 und 17 Uhr wird der Luftraum über der Fundstelle bis zu einer Höhe von 1.000 Metern gesperrt.

    Die Bahnlinie Rosenheim–Salzburg und die Staatsstraße St2362 sind nicht von dem Einsatz betroffen.

    UPDATE, 14.45 Uhr - Evakuierung gestartet

    Derzeit läuft die Evakuierung der Gebäude in einem 300-Meter-Sicherheitsradius. Darüber informiert das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd. Durch die Polizei wurden Straßensperren eingerichtet. Von der Evakuierung sind rund 200 Personen in folgenden Straßen betroffen:

    • Filzenweg
    • Birkenriedstraße
    • Kapellenweg
    • Teile der Westerndorfer Straße
    • Wandlweg

    Die Betroffenen sollen bis zum Ende der Entschärfung bei Freunden und Bekannten unterkommen. Wer da keine Möglichkeit hat, kann in die Mittelschule in Stephanskirchen gehen. Das Landratsamt hat unter 08031/392-5555 ein Bürgertelefon eingerichtet.

    UPDATE, 14.25 Uhr - Evakuierung soll in Kürze beginnen

    In Kürze soll die Evakuierung der rund 200 betroffenen Anwohner beginnen. Die Einsatzleitung steckt diesbezüglich in den letzten Vorbereitungen, wie Polizeisprecher Jürgen Thalmeier auf Anfrage von rosenheim24.de soeben erklärte. Derzeit gilt es noch letzte Details bezüglich einer Anlaufstelle für die betroffene Bevölkerung zu klären. Außerdem müssen endgültig die Straßenzüge festgelegt werden, die zum Sperrradius gehören sollen.

    "Wir hoffen dann, dass wir nach der Evakuierung zwischen 16 und 17 Uhr mit der Entschärfung der Bombe beginnen können", sagte Thalmeier. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, hängt aber davon ab, wie rasch die Evakuierung von statten geht.

    UPDATE, 13.30 Uhr: ca. 200 Anwohner müssen Häuser verlassen

    Bei der bei Bauarbeiten in Stephanskirchen gefundenen Bombe handelt es sich um eine 250-Kilo schwere Fliegerbombe amerikanischen Fabrikats, das bestätigte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, soeben auf Nachfrage von rosenheim24.de. Die Bombe verfüge über einen Auffschlagzünder. 

    Für die Entschärfung durch den Sprengmeister hat dieser einen Sperrradius von ca. 300 Metern angeordnet. Dementsprechend müssen ca. 200 Anwohner des Ortsteils Haidholzen ihre Häuser verlassen. Wie Sonntag weiter berichtet, würden nun Kräfte von Feuerwehr und Bereitsschaftspolizei zur Räumung hinzugezogen. Diese müssten im Sperrgebiet von Haus zu Haus gehen und die Anwohner, sollten sie um diese Uhrzeit überhaupt zuhause sein, auffordern, das Gebiet verlassen. Die Räumung sollte insgesamt ca. eine Stunde in Anspruch nehmen.

    Die Bahnstrecke Salzburg-München ist von der Sperrung ausgeschlossen. Ob die Staatsstraße 2362 während der Entschärfung gesperrt werden muss, stehe laut Sonntag derzeit noch nicht fest.

    UPDATE, 13 Uhr: 250-Kilo-Bombe gefunden - Evakuierung in Kürze

    Inzwischen ist auch der zweite Sprengmeister vor Ort eingetroffen. Die beiden Gutachter haben bei einer ersten Lagebeurteilung festgestellt, dass es sich bei der Bombe um eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe amerikanischen Fabrikats handelt.

    In Kürze soll die Evakuierung der Anwohner beginnen. Wie groß der Radius sein wird, steht augenblicklich noch nicht fest. Polizei und Einsatzleitung beratschlagen aktuell über mögliche Szenarien. Anschließend kann dann mit der Entschärfung begonnen werden.

    UPDATE, 12.38 Uhr: Vier-Augen-Prinzip bei Einschätzung

    Der erste Sprengmeister ist am Fundort der Bombe eingetroffen, dies bestätigte Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage von rosenheim24.de. Derzeit werde noch auf einen zweiten gewartet. Die Bombe müsse von zwei Sprengmeistern nach dem Vier-Augen-Prinzip begutachtet werden. Erst danach legen diese einen möglichen Sperrradius fest, sollte die Bombe entschärft werden müssen.

    Sollte ein Sperradius festgelegt werden, ist laut Thalmeier eine Sperrung der Bahnstrecke München-Salzburg unwahrscheinlich. Eine kurzzeitige Sperrung der Staatsstraße 2362 während der Zeit der Entschärfung sei eher wahrscheinlich.

    UPDATE, 12.30 Uhr:

    Soeben wird gemeldet, dass der Sprengmeister am Fundort der Bombe eingetroffen ist. Dieser wird nun eine Lagebeurteilung vornehmen. Davon hängt ab, ob möglicherweise Anwohner, die im Umkreis des Fundortes wohnen, evakuiert werden müssen. Unklar ist außerdem noch, ob es sich um einen Blindgänger handelt und ob Entschärfungsmaßnahmen eingeleitet werden müssen.

    Zudem berichtet Radio Charivari, dass im Falle einer möglichen Entschärfung kurzzeitig auch die naheliegende Staatsstraße 2362 zwischen Stephanskirchen und Riedering gesperrt werden könnte.

    UPDATE, 12.05 Uhr:

    Die Polizei hat den Vorfall via Twitter bestätigt und spricht dort von einem "derzeit laufenden Einsatz wegen des möglichen Fundes einer Fliegerbombe". Der Bereich sei weiträumig abgesperrt worden, hieß es.

    Die Erstmeldung:

    Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd soeben in einer Vorausmeldung bekannt gab, wurde der verdächtige Gegenstand gegen 9.25 Uhr im Filzenweg entdeckt. Die Bauarbeiten in diesem Bereich wurden daraufhin sofort eingestellt. Der gefährdete Bereich wurde von der alarmierten Polizei weiträumig abgesperrt.

    Laut ersten Informationen vor Ort soll die Bombe etwa 80 Zentimeter lang sein und einen Durchmesser von etwa 30 Zentimetern haben.

    Der Sprengmeister befindet sich auf Anfahrt, um die weiteren Maßnahmen mit dem zuständigen Landratsamt Rosenheim abzustimmen. Bürgermeister und Kreisbrandrat haben sich am Fundort über die Lage informiert. Beim Landratsamt Rosenheim wird die Koordinierung des Einsatzes vorbereitet. Das weitere Vorgehen wird nach Eintreffen des Sprengmeisters mit der Einsatzleitung des Landratsamtes besprochen.

    Der Fundort liegt nach Informationen von vor Ort ganz in der Nähe der sog. "Pulvermühle", die während des zweiten Weltkrieges ein wiederholtes Ziel von alliierten Bombenangriffen war.

    Fliegerbomben in Rosenheim in der Vergangenheit 

    Immer wieder werden bei Bauarbeiten in Rosenheim Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Zuletzt wurde am 21. Oktober eine Fliegerbombe in der Kastenau gefunden. Rund 200 Anwohner mussten damals ihre Häuser verlassen. Davor wurde Anfang Juni 2016 eine Fliegerbombe in der Rosenheimer Kunstmühlstraße gefunden. Rund 1.400 Menschen wurden evakuiert. Mitte Januar 2015 hielt eine 250 Kilo schwere Bombe die Stadt in Atem. Zuvor wurde bereits Mitte Mai 2014 eine 125-Kilo-Bombe gefunden. Damals mussten rund 3.900 Bürger evakuiert werden.

    mw/mh/ksl

    Zurück zur Übersicht: Stephanskirchen

    Das könnte Sie auch interessieren

    Kommentare

    Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

    Live: Top-Artikel unserer Leser