Kameraden halten zusammen

Ein Schlossberger Feuerwehrauto für Griechenland

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Die Freiwillige Feuerwehr Schlossberg spendet dieses Einsatzfahrzeug an eine Feuerwache in Griechenland
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Stephanskirchen/Athen - Ein 57-jähriger Feuerwehrmann aus Rosenheim setzt sich für seine neue Feuerwache in Griechenland ein, die von einem schweren Brand große Schäden davontrug. 

Manfred, auch genannt Pavlos lebt seit mehr als sechs Jahren in Griechenland. Zuvor war er mehr als sechs Jahre beim THW Rosenheim und bevor er Deutschland verließ, auch einige Jahre als First Responder bei der FFW in Söllhuben

Nachdem er nach Griechenland ausgewandert ist, ist Pavlos seit 2015 auch aktives Mitglied und verantwortlicher Einsatzleiter bei der Freiwilligen Feuerwehr Nea Makri. Am 23.Juli dieses Jahres gab es in Griechenland ein verheerendes Feuer mit mehr als 90 Toten.

Pavlos' Feuerwache liegt mitten im Brandgebiet

"Unsere Feuerwache liegt bzw. lag mitten im Brandgebiet, dementsprechend wurden auch wir in Mitleidenschaft gezogen, Gottseidank nicht komplett zerstört. Ich selbst war von Montag bis Mittwochnacht mehr als 40 Stunden auf den Beinen, davon 30 Stunden im Feuer bzw. in der Station", schreibt Pavlos in einem Brief an die Gemeinden und Feuerwehren. "Was wir in diesen Stunden allerdings erlebt und gesehen haben, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Seien es 30 Meter hohe Flammenwände, die mit ca. 100 km/h auf uns zukamen, hunderte von ausgebrannten Fahrzeugen und all die niedergebrannten Häuser, die menschlichen Schicksale. In diesen Stunden gingen wir an unsere physischen und psychischen Grenzen, zumal einige Kameraden ebenso ihr Hab und Gut verloren, bzw. deren Häuser derzeit unbewohnbar sind. Einige von den Kameraden schlafen in der Wache, um evtl. Diebe abzuhalten, bzw. derzeit keine andere Möglichkeit zur Übernachtung haben."

Da die Feuerwehren in Griechenland von staatlicher Seite keine Unterstützung erhalten, außer Treibstoff zur Feuersaison Juni bis November, sind die Feuerwehren auf Spenden und Zuwendungen von außerhalb angewiesen. Im Zuge dessen hat Pavlos im August eine Anfrage über den Kreisbrandrat Richard Schrank an die Feuerwehren im LK Rosenheim gestellt und um Material- bzw. Fahrzeugspende gebeten. 

Freudige Nachricht aus Schlossberg

Die Freiwillige Feuerwehr Schlossberg spendet ein gebrauchtes Löschfahrzeug, das die Griechen am 26. Oktober abholen und nach Griechenland überführen werden. Auch andere Feuerwehren haben Material und Einsatzbekleidung gespendet. Leider fehlen aber immer noch 500 Euro für die Überführung. 

"Es ist ein erheblicher Aufwand, eine solche Überführung zu organisieren und vor allem zu finanzieren, da wir vom Staat hier in Griechenland keinerlei Unterstützung erhalten. Die Kosten für eine solche Überführung betragen rund 2.500 Euro, die wir komplett durch Sponsoren aufbringen müssen"sagt Pavlos. Er hat daher eien Spendenaufruf gestartet. Wer also helfen will, kann das gerne tun. Die Spenden laufen über den gemeinnützigen Verein SAFeRS e.V.

Spendenkonto Feuerwehr

Kreissparkasse Mayen
IBAN: DE90 5765 0010 0098 0531 27
BIC: MALADE51MYN

(Bei Spenden über 200 € kann auf Wunsch eine Spendenquittung ausgestellt werden. Bei Beträgen < 200 € reicht der Kontoauszug zur Vorlage beim Finanzamt)

Spendenkonto zur Unterstützung der Kameraden deren Häuser zerstört wurden:

Kreissparkasse Mayen
IBAN: DE63 5765 0010 0098 0604 03
BIC: MALADE51MYN

(Spenden an dieses Konto sind nicht Steuerabzugsfähig, da es sich um die Unterstützung von Privatpersonen handelt. Dennoch freuen sich die Verantwortlichen über Spenden, die direkt an die Geschädigten gehen):

"Die Arbeit des gemeinnützigen SAFeRS e.V. erfolgt ehrenamtlich. Ihre Spenden kommen ohne Abzüge oder Umwege direkt an und können so vor Ort effizient und direkt helfen. Die tolle und selbstlose Arbeit der Kameradinnen und Kameraden in den letzten Tagen und in den vergangenen Jahren muss weiter gehen!" heißt es in dem Spendenaufruf.

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