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Stephanskirchner Karateprofi kehrt als Vize-Weltmeister zurück

Endlich wieder Wettkämpfe seit Corona: „Vom Gefühl her war ich wieder Anfänger“

Heilmaier aus Stephanskirchen bei Karate-WM bei Salzburg
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Stefan Heilmaier aus Stephanskirchen (links) belegte in der Kategorie Karate den zweiten Platz bei den Weltmeisterschaften bei Salzburg Ende September 2021. Er musste sich im Finale Christian Steiner aus Österreich geschlagen geben.

Das Coronavirus hatte die Welt die vergangenen Monate fest im Griff, nun nimmt das Leben langsam wieder Fahrt auf. Im österreichischen Wagrain wurden Ende September Weltmeisterschaften im Kampfsport ausgetragen. Mit dabei in der Kategorie Karate: Stefan Heilmaier. Für uns blickt der Stephanskirchner zurück auf sein erstes Wettkampf-Wochenende seit der Pandemie.

Stephanskirchen - Stefan Heilmaier - vor der Hochzeit war er unter dem Namen Carrano bekannt - erinnert sich an das Wettkampf-Wochenende vom 24. bis 26. September 2021 in Wagrain bei Salzburg. „Ich war sehr aufgeregt. Das kenne ich gar nicht von mir. Ich bin mir vorgekommen wie bei meinem ersten Wettkampf überhaupt. Rein vom Gefühl her war ich wieder Anfänger.“

„Jedem hat der Kampfsport gefehlt“

Die Pandemie, ist sich Heilmaier sicher, habe ihre Spuren hinterlassen. Das sei auch beim „World Material Arts Comittee“ („WMAC“) in Wagrain deutlich geworden. „Im Gespräch mit anderen Kollegen wurde ersichtlich, dass nun eine neue Zeit angebrochen ist. Jedem hier hat der Kampfsport derart gefehlt - vor allem dem Nachwuchs, denn ab 14 Jahren wurde man bereits zu den Wettkämpfen zugelassen. Doch die Unsicherheit, was da noch kommen mag, schwingt nach wie vor mit.“

Trotzdem freut sich Heilmaier, dass die Karate-Saison nun wieder begonnen hat - und dass es für ihn persönlich nach eineinhalb Jahren Pause ohne fixes Training gleich wieder so gut geklappt hat in der Kategorie 50+. „Bis auf Kraftraining und Mitarbeit am Pferdehof meiner Frau war ich ziemlich aus der Übung. Trotz Konditionsrückstau habe ich die Vorrunden gut gemeistert. Dass ich es sogar ins Finale geschafft habe war eine große Freude.“

Doch im Finale warf den Sportler eine alte Verletzung an der Hand zurück. Er musste aufgeben, noch bevor der Wettkampf richtig begonnen hat. Das hat den Stephanskirchner den Sieg gekostet, der an Christian Steiner aus Österreich ging. Auch wenn es ihn kurz geärgert habe, dass er so „kampflos“ aufgeben habe müssen sei er „mehr als zufrieden“ mit dem Ergebnis, die WM für ihn ein „Erlebnis“ gewesen.

Ein wenig enttäuscht ob der Aufgabe wegen einer alten Handverletzung im Finale, aber dennoch glücklich über den Erfolg des zweiten Platzes im WMAC-Weltverband in Salzburg in der Kategorie Karate.

Die Silber-Medaille im WMAC-Weltverband in Salzburg reiht sich ein zu seinen Erfolgen als zweimaliger Weltmeister- und zweimaliger Vizeweltmeister-Titeln. Ans Aufhören denkt der 60-Jährige nicht: „So lange ich kann, mache ich weiter - das hält mich jung. Jetzt bin ich wieder auf den Geschmack gekommen.“ Sein nächstes Ziel ist die WM 2022 in Italien. Da hofft er auch wieder „alte Bekannte“ aus früheren Zeiten zu treffen.

Karateschule für Kinder in Bad Endorf musste Heilmaier coronabedingt aufgeben

Heilmaier wollte sein Wissen eigentlich an die Jugend weitergeben und vor der Pandemie eine Karateschule für Kinder in Bad Endorf etablieren. Doch die Schule, die im März 2020 eröffnet wurde, fiel Corona zum Opfer: „Vier Wochen nach der Eröffnung mussten wir zumachen, zwischen dem ersten und dem zweiten Lockdown lagen wenige Wochen, dann war wieder zu und von da an komplett. Schweren Herzens entschied ich mich für eine endgültige Schließung. Ein Teil der Schüler ist anderweitig in Rosenheim untergekommen, andere rufen heute noch an und fragen, ob sich wieder etwas tut.“

Überlegungen, einen Neuversuch zu starten, seien da, der Bedarf vorhanden und sportliche Betätigung sei gerade bei Heranwachsenden essentiell - vor allem für die Sechs- bis Zwölfjährigen. Konkrete Pläne aber gebe es noch nicht, das stehe alles noch in den Sternen.

mb

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