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Gutachten auf den Weg gebracht

Wo brennt‘s, wenn es schüttet? Stephanskirchen und das Sturzflut-Management

Stephanskirchens Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie)
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Stephanskirchens Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie).

Regengüsse von tropischer Intensität verwandeln Straßen in Ströme, lassen Flüsschen und Bäche über Felder und in Häuser ansteigen, spülen Erdreich die Hänge hinunter. Diesen Sommer immer wieder. Auch hier in der Region. Die Gemeinde Stephanskirchen will wissen, wo es besonders heikel werden kann.

Stephanskirchen – Wo brennt‘s, wenn es schüttet? Und was kann die Gemeinde tun? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Starkregen/Hochwasser nehmen sich aktuell viele Gemeinden vor. „Ich finde, dass wir unseren Bürgern angesichts des Wetters diesen Sommer da verpflichtet sind“, so Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie), in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

75 Prozent der Kosten zahlt der Freistaat

Das Münchner Umweltministerium hat neue Richtlinien für die Förderung zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben erlassen. Konzepte zum kommunalen „Sturzflut-Risikomanagement“ werden danach mit 75 Prozent der anfallenden Gutachten-Kosten gefördert. Karin Gall, in der Gemeindeverwaltung zuständig für Klimaschutz und Landschaftspflege, befürwortete in ihrer Beschlussvorlage für die Gemeinderäte eine gesamtheitliche Betrachtung der Gefahrenermittlung der Gewässer und des wild abfließenden Wassers. Zumal die Ermittlungen aus dem Jahr 2005, als Stephanskirchen einen Gewässerentwicklungsplan aufstellte, auch überarbeitet werden müssten.

Gutachten kostet etwa 130 000 Euro

Den Antrag auf Förderung können Gemeinden beim Wasserwirtschaftsamt (WWA) Rosenheim erst stellen, wenn der Gemeinderat im Vorfeld die Bereitschaft zur Untersuchung beschlossen hat. Und im Antrag sollen auch die zu erwartenden Kosten angegeben werden.

Um diese grob schätzen zu können, fand schon ein Termin mit dem WWA und einem Fachbüro statt. Dabei wurde festgelegt, dass die Sims, der Wäschebach, der Binnenwassergraben und der Rannergraben mit Blick auf ihre Hochwasseranfälligkeit untersucht werden sollen. Das wild abfließende Wasser soll vor allem nördlich von Haidholzen, Kreut und Waldering beobachtet werden. Rund 130 000 Euro, so die erste grobe Schätzung der Kosten, werden dafür anfallen. Die Gemeinde hätte davon 32 500 Euro zu tragen.

Gefahrenpotential minimieren

Bauamtsleiter Wolfgang Arnst macht deutlich, dass es darum gehe, das Gefahrenpotential zu erkennen und zu minimieren. Schwachstellen zu finden, sei zweitrangig. Würden die aber gefunden, so Arnst, „müssen wir besser etwas tun“. Ob es auch dafür Förderungen gebe, wollte Herbert Bauer (Parteifreie) wissen – da mussten Mair und der stellvertretende Geschäftsleiter Dr. Andreas Uhlig passen. „Aber wenn schon das Gutachten mit 75 Prozent gefördert wird, dann ist vermutlich auch bei der Beseitigung von Schwachstellen was drin“, war Mair verhalten optimistisch.

Gewässerentwicklung auf neusten Stand bringen

Karin Gall sprach sich auch dafür aus, in dem Zuge den Gewässerentwicklungsplan der Gemeinde von 2005 zu aktualisieren. Das sei in der Biodiversitätsstrategie mittelfristig ohnehin vorgesehen. Fällig sei es allemal. Ob die Aktualisierung gefördert wird, muss das WWA erst noch klären. Mehr als 10 000 Euro sollte die Aktualisierung nicht kosten.

Die Mitglieder des Gemeinderates hatten keinen Diskussionsbedarf, stimmten einmütig dafür, dass die Verwaltung den Antrag auf Förderung für die Ausarbeitung eines kommunalen Sturzflutmanagements stellt und dass der Gewässerentwicklungsplan überarbeitet wird.

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