Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Alpen in Flammen

Törwang - Am Samstagabend wird am Samerberg wieder das "Feuer in den Alpen" entzündet. Eine Fackelkette wird von der Aussichtskapelle ins Inntal und in den Chiemgau leuchten.

Das Höhenfeuer setzt damit ein weithin sichtbares Signal für einen rücksichtsvollen Umgang mit Mensch und Natur im Alpenraum. Mit der Veranstaltung machen Bürgerinitiativen und Umweltschützer auch auf ihre Forderung aufmerksam, die Autobahn zwischen Rosenheim und Piding auf der bestehenden Autobahntrasse um lediglich zwei Standspuren zu erweitern. „Die Menschen unserer Region brauchen einen optimalem Lärmschutz! Das ist aber nur möglich bei einem maßvollen Ausbau der Autobahn, der die Menschen, Umwelt und Natur schont. Mehr als vier Fahrspuren und zwei Standspuren verträgt unsere sensible Landschaft nicht", erklärt Veranstalter Wigbert Dehler.

Die afrikanische Gruppe "Pamuzinda", Liedermacher Hans Nefzger und Gitarrist Hermann Rupp werden den bayerischen Sommerabend musikalisch verzaubern. An alle Teilnehmer: Bitte Fackeln mitbringen. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Beginn: 20 Uhr 30, Ende: 22 Uhr.

Hintergrund

Höhenfeuer zwischen Genf und Wien werden am 11.August für eine nachhaltige Zukunft der Alpen brennen. Mit diesen Höhenfeuern wird seit 1988 alljährlich ein eindrückliches Zeichen gesetzt gegen die Zerstörung des sensiblen Oekosystems Alpen. Gegen den überbordenden Transitverkehr, gegen Pumpspeicherseen, den Massentourismus, das Waldsterben, die Zerstörung der Lebensräume für Mensch und Tier, Luft- und Wasserverschmutzung … Die „CIPRA Schweiz“ hat ab 2001 die Trägerschaft und Organisation für „Feuer in den Alpen“ übernommen. Die „CIPRA Schweiz“ und „CIPRA International“ (Commission Internationale pour la Protection des Alpes) als Dachverbände bestehen aus den wichtigsten Umwelt- und Alpinorganisationen, die im Alpenschutz aktiv sind. Damit kann für die Organisation der Höhenfeuer auf ein Netzwerk (bestehend aus den zahlreichen Lokal- und Regionalsektionen der über 100 Mitglieds-Verbände von CIPRA International) zurückgegriffen werden.

Höhenfeuer haben Tradition

Das „Feuer in den Alpen“ will zu Wachsamkeit, Engagement und Zusammenarbeit aufrufen. Es steht damit in einer alten Tradition: Schon im Mittelalter dienten Höhenfeuer den Bergbewohnern als Warnsystem bei drohender Gefahr. Schweizer Almhirten griffen 1986 die Tradition wieder auf, als sie mit einem Warnfeuer ihren Widerstand gegen ein gigantisches Energieprojekt in ihrem Tal organisierten. Die Symbolkraft des Feuers brachte die ganze Region Graubünden zum Widerstand, und die Idee des Warnfeuers verbreitete sich im ganzen Alpenraum. 13 Jahre später konnten die Schweizer an gleicher Stelle ein Siegesfeuer anzünden. Und auch Rosenheimer griffen die Idee auf: mit einem Widerstandsfeuer auf der Hochries gegen das Atomkraftwerk Marienberg. Ein knappes Jahr später stand fest: Marienberg wird nicht gebaut …

Pressemitteilung CIPRA

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Kommentare