Schönau am Königssee

Tourengeher stürzt 100 Meter in die Tiefe

Der Hohe Göll - beliebtes Ziel von Tourengehern und leider oft Schauplatz tragischer Unfälle.

Schwerste Kopfverletzungen erlitt ein Skitourengeher am Mittwoch, 15. April, am Hohen Göll (wir berichteten). Der 68-jährige Reichenhaller (kein Tennengauer, wie zunächst gemeldet) wählte nach Angaben der Polizei im unteren Teil der Abfahrt die falsche Route und stürzte rund 100 Meter über steiles Gelände oberhalb des "Sommerwandls" ab.

Fotoserie

Der erfahrene Tourengeher hatte mit seinen beiden ebenfalls aus Bad Reichenhall stammenden Kameraden bereits den Großteil der Abfahrt hinter sich, als er vorausfahrend von oben her zu direkt auf das sogenannte "Sommerwandl, die Schlüsselstelle der Tour, zufuhr.

Etwas abseits der üblichen Route kam er in steiles Gelände, über das er vermutlich zu Fuß abzusteigen versuchte. Das gelang dem Mann allerdings nicht, vielmehr stürzte er rund 100 Meter ab. Seine Begleiter - beide Ärzte - hatten zwischenzeitlich bereits das Ende der mit einem Drahtseil gesicherten Querung erreicht, als ihnen der Kamerad fast regelrecht vor die Füße fiel. Die Freunde verständigten um 15.40 Uhr per Handy über die Rettungsleitstelle die Bergwacht Berchtesgaden.

Die Rettungskräfte retteten den lebensgefährlich Verletzten mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 14" per Bergetau und flogen ihn zum Zwischenlandeplatz am Hinterbrand-Parkplatz. Nach der Stabilisierung des Schwerstverletzten durch das Bayerische Rote Kreuz im Rettungswagen flog der Hubschrauber den Mann ins Unfallkrankenhaus Salzburg.

Ein Polizeibergführer der Polizeiinspektion Berchtesgaden nahm die Ermittlungen zu dem Unfall auf.

Weitere Artikel:

Tourengeher stürzt über Felswand

Kommentare