Kommunalwahl 2014 in Vogtareuth

Leitmannstetter ist Vogtareuths 1. Bürgermeister

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Die beiden Bürgermeisterkandidaten von links: Alexander Unrecht und Rudolf Leitmannstetter. Einer von den beiden wird neuer Bürgermeister der Gemeinde Vogtareuth
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Vogtareuth -  Mit 66,02 Prozent der Stimmen wurde Rudolf Leitmannstetter (ÜWG) in der Gemeinde Vogtareuth zum Bürgermeister gewählt.

Wenige Tage vor der Wahl beantworteten die beiden Kandidaten drei abschließende Fragen zu ihren Chancen und wie sie sich von ihrem Gegenkandidaten unterscheiden. Am Wahlsonntag, den 30. März, finden Sie in diesem Artikel, gegen 19 Uhr, auch die Ergebnisse der Bürgermeister-Stichwahl.

Die Bürgermeisterkandidaten vor der Stichwahl:

1. Die Stichwahl ist eine Persönlichkeitswahl: Wo sehen Sie hier Unterschiede zwischen Ihnen und Ihrem Gegenkandidaten? 

Rudolf Leitmannstetter (ÜWG): Herr Unrecht hatte bisher keine kommunalpolitische Ämter in unserer Gemeinde inne. Er ist insoweit fast nicht in Erscheinung getreten, so dass es mir nicht möglich ist, Unterschiede zu meiner Person in Bezug auf seine Kompetenzen und seinen Führungsstil erkennen zu können. Meine 18jährige Erfahrung in der Kommunalpolitik und meine Tätigkeit als 3. Bürgermeister sind ohne Zweifel der entscheidende Vorteil für das Spitzenamt in der Gemeinde. Für mich ist es nicht vorstellbar das Bürgermeisteramt ohne Gemeinderatserfahrung anzutreten. Auch meine langjährigen Tätigkeit bei einer Bundesbehörde im verwaltungstechnischen Bereich im Anschluss an mein Ingenieursstudium wird für meinen Einstig in das Bürgermeisteramt sicherlich hilfreich sein, habe ich doch in meiner Zeit bei der Telekom nachhaltige Erfahrungen in der Personalführung sammeln können.

Alexander Unrecht (CSU/Parteifreie): Meine bisherigen Tätigkeiten fußen auf einer fundierten Ausbildung quer durch den Bereich Führung und Management. Meine Erfahrungen in der Anwendung und Umsetzung des Erlernten erfolgten im In- und Ausland, unter normalen Rahmenbedingungen aber auch in Belastungssituationen (Auslands- und Hochwassereinsätzen) sowie unter dem Vorzeichen von Ressourcenknappheit (Personal / Finanzen). Führsorgepflicht für den Verantwortungsbereich, Teamfähigkeit bzw. weitreichendes Planen fanden und finden jederzeit Anwendung. Inhaltlich wird dies durch die 2013 besuchten Seminare „Kommunalpolitik für Einsteiger“ der Hanns Seidl Stiftung bzw. durch die „Kandidatenschulung für Bürgermeister“ der Landesleitung der CSU vervollständigt. Die Erfahrungen, die durch den Gegenkandidaten in die Waagschale geworfen werden, stellen somit mein berufliches Tagesgeschäft dar.

2. Wo sehen Sie inhaltliche Differenzen bzgl. Ihrer politischen Ziele für die Gemeinde?

Leitmannstetter: Betrachtet man die Ziele auf den Wahlflyern sowohl der ÜWG wie auch der CSU, so finden sich kaum grundlegende Unterschiede. Den in der nächsten Zeit anstehenden großen Aufgaben wie Nahversorgung, Einbindung der Umfahrungsstraße wie auch Verbesserung der Breitbandversorgung nehmen sich alle Wahlgruppierungen an. Für mich ist eines der weiteren wichtigen Themen der nahen Zukunft für den neu gewählten Gemeinderat, unsere Trinkwasserversorgung nachhaltig zu sichern. Nochmals herausstellen will ich mein oberstes Ziel: wir brauchen mehr Miteinander sowohl im Gemeinderat wie auch in der Dorfgemeinschaft, um die großen Aufgaben der Zukunft gemeinsam stemmen zu können.

Unrecht: Den wesentlichen Unterschied sehe ich in der Herangehensweise an entsprechende Projekte oder Ziele in der Gemeinde Vogtareuth. Bedingt durch meine berufliche Erfahrung gehe ich grundsätzlich strukturiert an Vorhaben heran, analysiere diese zunächst bevor ich zu einer Bewertung und einer folgenden Handlungsempfehlung komme. Neben diesem Dreiklang der Vorgehensweise der uns unterscheidet, möchte ich mich persönlich für zwei Ziele einsetzten, die ich bei anderen Listenvereinigungen vermisse. Einer bedarfsgerechten Ganztagesbetreuung für unsere Schulkinder, nicht nur im Sinne einer Ferienbetreuung, sowie einer praktizierten und transparenten Informationspolitik in Form von regelmäßigen Haustürbesuchen durch den Bürgermeister. Denn Informationspolitik, so ist meine Einstellung, darf keine Einbahnstraße sein.

3. Wie bewerten Sie Ihre Chancen nach der Wahl am 16. März? Hoffen Sie auf Unterstützung von anderen Listen/Parteien? 

Leitmannstetter: Rein rechnerisch sind die Chancen für die Stichwahl von 25% auf 50 % gestiegen. Und aufgrund des fairen Umgangs mit dem Bürgermeisterkandidaten der AfG und der Bürgerliste erhoffe ich mir von diesen Gruppierungen wichtige Stimmen, um die Stichwahl zu gewinnen. Ganz wichtig ist, dass alle, die mich bereits im ersten Wahlgang gewählt haben, am 30. März erneut zur Wahl gehen und mir ihre Stimme geben.

Unrecht: Ich bin Realist und dennoch optimistisch. Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat bereits verloren. In diesem Zusammenhang „kämpfe“ ich weiter und hoffe bis zum 30. März 2014 durch meine Argumentation und ab Mai durch meine Taten überzeugen zu können. Dies quer durch alle angetretenen Listen, da es auf kommunaler Ebene immer um die Sache gehen muss und nicht um Parteipolitik.

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