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Schön Klinik Vogtareuth gewährt exklusive Einblicke

Einzigartig in Südostbayern - So verändert ein Hybrid-OP die Arbeit der Operateure

Hybrid-OP-Saal Schön Klinik Vogtareuth
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Die neue Navigation im hochmodernen Hybrid-OP in der Schön Klinik Vogtareuth wird den Chirurgen ab Oktober bei Operationen assistieren.

Hochmoderne Medizintechnik, gebündelt auf 60 Quadratmetern - die Experten der Schön Klinik Vogtareuth operieren ab Oktober in einem neuen Hybrid-OP-Saal. Was diesen so einzigartig macht, hat ein Besuch in den Klinikräumen ans Licht gebracht.

Vogtareuth - Wer sich in einen OP begibt, muss strenge Richtlinien befolgen. Kein Schmuck, Haare unter eine Haube, die Alltagskleidung wird bis auf die Unterwäsche in sterile OP-Kleidung getauscht. Regelmäßig wandern die Hände zum Desinfektionsmittel. Zusammen mit einem sechsköpfigen Experten-Team der Schön Klinik geht es in Richtung OP - natürlich nach einem negativen Corona-Schnelltest.

Zehn OP-Säle gibt es in der Schön Klinik, einer davon ist nun ein Hybrid-OP. Das Bauvolumen für die Einrichtung betrug rund zwei Millionen Euro. Mit 20 Quadratmetern mehr an Fläche ist er größer als die 40 Quadratmeter großen Standard-OP-Säle. Es ist steril und blitzsauber, Hygienevorschriften sind das A und O in einem OP-Saal - ob Hightech oder Standard.

„Dreidimensionale Röntgenbilder während des laufenden Eingriffs“

Beim Bau des Trakts im Jahr 2015 wurde in die Zukunft gedacht. Schon damals stand fest, dass nur wenige Jahre später Hybrid-OP an der Tür stehen wird. Es handelt sich dabei um einen High-Tech-Operationssaal, der mit bildgebenden Apparaturen wie Angiographieanlagen und Computertomographien (CT) ausgestattet ist, die für diagnostische Verfahren eingesetzt werden.

60 Quadratmeter groß ist der neue Hybrid-OP in der Schön Klinik Vogtareuth - ausgestattet mit hochmoderner Medizintechnik.

„Damit können hochmoderne Röntgenbilder während des laufenden Eingriffs dreidimensional dargestellt werden, ohne, dass der Patient bewegt werden muss. Die Anlage stellt beispielsweise ein detailliertes Abbild von Gefäßen, der Wirbelsäule, dem Gehirn oder intraoperativ eingebrachten Implantaten dar. Diese werden für minimalinvasive Eingriffe in der Herz- und Gefäßchirurgie benötigt“, erklärt Dr. Manfred Kudernatsch, Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Vogtareuth und Chefarzt des Fachzentrums für Neurochirurgie, Epilepsiechirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Skoliose. Zusätzliche Röntgen- oder CT-Bilder über die Operation hinaus werden so überflüssig.

„Einmaliges Angebot auf höchstem medizinischen Niveau für Groß und Klein“

Ab 4. Oktober arbeiten die Chirurgen im Hybrid-OP mit einer Kombination aus mehreren Behandlungsoptionen vereint in einem Raum. Erster Eingriff wird eine Aorten-OP an der Hauptschlagader sein, weiß  Dr. Tim Claußnitzer, Chefarzt des Gefäß- und Herzchirurgischen Zentrums. Danach geht es weiter mit Eingriffen an der Wirbelsäule.

„Sowohl unsere jungen Patienten mit Epilepsie oder Skoliose als auch ältere mit Gefäß- oder Wirbelsäulenerkrankungen können dank der neuen Anlage noch besser behandelt werden”, sagt Dr. Andrea van Dyck, Oberärztin im Gefäß- und Herzchirurgischen Zentrums. „Ein einmaliges Angebot auf höchstem medizinischen Niveau für Groß und Klein.“

Navigation verfügt über automatischen Kollisionsschutz

Die zwei Tonnen schwere Anlage wird auf einer Schiene an der Decke des Saals mit maximaler elektrischer Bewegungsfreiheit vor- und zurückbewegt. Sie ist flexibel einsetzbar, der Fokus liegt aber immer auf dem Operationstisch. Damit zu jeder Zeit alles glatt läuft, haben speziell geschulte Techniker über Monitore alles rund um die Anlage im Blick.

Die OP-Techniker wie Michael Neustifter sorgen dafür, dass unfallfrei operiert werden kann. Die Anlage selbst verfügt zusätzlich über einen Kollisionsschutz, reagiert sowohl auf Hindernisse im Saal als auch auf Menschen und stoppt unverzüglich.

Stoppt automatisch bevor es zu einem Zusammenstoß kommt: Dr. Manfred Kudernatsch demonstriert den eingebauten Kollisionsschutz des Navigations-Assistenten im Hybrid-OP.

Weniger Strahlenbelastung im Hbyrid-OP

Patienten und Operateure sind dank des Hybrid-OP‘s einer deutlich geringeren Strahlenbelastung ausgesetzt. Im Vergleich zu einem normalen Operationssaal ist die Dosis hier nur ein Zehntel so hoch, erklärt OP-Manager Hubert Sewald.

Wie hoch die Belastung für den Patienten überhaupt sein darf, wird streng überprüft vom Bundesamt vom Strahlenschutz. „Es ist wichtig, in der heutigen Zeit dranzubleiben und alles technisch Mögliche neben der klassischen schweren Bleischürze umzusetzen. Wir steigern im Hybrid-OP die Sicherheit des Patienten um ein Vielfaches.

Medizintechnik: „Von der Bundesliga in die Champions League“

Da es sich um einen Navigations-Assistenten handelt, können die Operateure aber auch jederzeit das Ruder übernehmen und wie bislang konventionell weiter arbeiten. „Wie der Name bereits verrät, assistiert uns die Anlage bei minimalinvasiven Eingriffen“, sagt Dr. Mostafa Mosafer, Chefarzt des Fachzentrums für Neurochirurgie, Epilepsiechirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Skoliose.

Experten im neuen Hybrid-OP (von links): Dr. Mostafa Mosafer, Chefarzt des Fachzentrums für Neurochirurgie, Epilepsiechirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Skoliose, Dr. Andrea van Dyck, Oberärztin im Gefäß- und Herzchirurgischen Zentrums, Dr. Tim Claußnitzer, Chefarzt des Gefäß- und Herzchirurgischen Zentrums, Hubert Sewald, OP-Manager, Michael Neustifter, Hybrid-OP-Techniker und Dr. Manfred Kudernatsch, Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Vogtareuth und Chefarzt des Fachzentrums für Neurochirurgie, Epilepsiechirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Skoliose.

Die Arbeit im Hybrid-OP werde präziser und genauer, wovon letztlich neben den Operateuren vor allem der Patient profitiere. „Die Anlage ermöglicht uns eine qualitativ hochwertige Hilfestellung, die andere Kliniken nicht haben. Das macht es einzigartig in Südostbayern. Vogtareuth nimmt eine Vorreiterrolle in der Region ein. Alles, was noch in der Technik schlummert, bringt uns von der Bundesliga in die Champions League.“

Für die Ärzte stelle die Arbeit mit der hochmodernen Anlage eine Entlastung dar, auch wenn das Personal dadurch nicht weniger werde, sondern mehr. „Hier geht es um das Wohl des Patienten und das Bestreben, optimal zu arbeiten. Es wird leichter durch den Assistenten. Aber es braucht auch den Operateur, das steht außer Frage. Die Assistenz, die uns zuarbeitet steigert Präzision, Sicherheit und Qualität. Der nächste Schritt in die Zukunft wird die künstliche Intelligenz (KI) sein“, ist Dr. Mosafer überzeugt und erntet zustimmendes Nicken der Kollegen.

mb

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