Planung des Zaiseringer Feuerwehrhauses stockt

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v.l.n.r. Werner Hofmeister, Ludwig Summerer, Josef Wimmer, Konrad Geidobler, Andreas Pfaffinger

Vogtareuth - Ungeklärte Probleme mit dem Bebauungsplan und dem Standort halten die Planungen des Feuerwehrhauses in Zaisering auf. Das Projekt steckt immer noch in der Warteschleife.

Dies berichtete Kommandant Konrad Geidobler im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der FFW Zaisering.

Bürgermeister Matthias Maier ergänzte, dass dies in keinster Weise an der Gemeinde oder dem Gemeinderat liegt. Vielmehr behindern rechtliche Einschränkungen, zu denen derzeit jedoch noch keine weiterführenden Aussagen getroffen werden können, bisher eine finale Genehmigung des Bauvorhabens.

Eine lebhafte Diskussion entstand zum Thema Einsatzalarmierung, da diese in 2013 für teils großes Unverständnis der Kommandanten sorgte. Auslöser war eine stark verspätete Anforderung der ortskundigen Feuerwehr. Diese musste zusehen, wie vom Einsatzort erheblich weiter entfernte Feuerwehren mit Spezialausrüstungen alarmiert wurden, welche sich jedoch zuerst einen Überblick über die Anfahrt sowie dann über die Lage vor Ort verschaffen mussten. Gerade bei Bränden – wo oftmals jede Sekunde zählt – kann dies zu unnötigen Verzögerungen führen. Schnelligkeit ist jedoch einer der entscheidenden Faktoren für die effektive Hilfeleistung der Feuerwehren.

Da es sich hierbei nicht nur um ein Zaiseringer Thema handelt, wurde Kreisbrandmeister Rainer Tippl in diesem Zusammenhang gebeten, dies auch auf Ebene der Kreisbrandinspektion anzusprechen, um die Feuerwehralarmierung – gerade bei zeitkritischen Einsätzen – zu optimieren.         

Im Bericht des Kommandanten gab Konrad Geidobler einen Überblick über die insgesamt 22 geleisteten Einsätze mit knapp 500 unentgeltlichen Stunden sowie 25 Übungen des vergangenen Jahres. Die gegenüber sonstigen Jahren vergleichsweise erhöhte Einsatzanzahl ist im Wesentlichen auf technische Hilfeleistungen im Rahmen des Hochwassers 2013 zurückzuführen.

Die FFW Zaisering, welche für das örtliche Gemeindebild – so Bürgermeister Matthias Meier – einen wichtigen Beitrag leistet, erfreut sich einer weiterhin großen Beliebtheit. Dies spiegelt sich nicht nur in der zur Ortsgröße hohen Anzahl von 214 Vereinsmitgliedern sowie 56 aktiven Feuerwehrmännern, sondern auch in der aktiven Nachwuchsarbeit mit 12 Jugendlichen, die ihre Freizeit für die Hilfe am nächsten widmen – und im vergangenen Jahr mit einer Auswahl bereits zum vierten Mal den 1. Platz am Kreisjugendfeuerwehrtag erzielen konnten. Darüber hinaus fand die rege Vereinstätigkeit wie das Maibaumfest, der jährliche Faschingsball sowie die Segnung des neuen Feuerwehrfahrzeugs einen sehr großen Zuspruch der Bevölkerung.

Ludwig Summerer, welcher neben seiner Tätigkeit als Maschinist auch 12 Jahre als 2. Kommandant der FFW Zaisering im Einsatz war, ist nach 43 Dienstjahren aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausgeschieden. Josef Wimmer wurde für 25 Dienstjahre geehrt.  

Pressemitteilung Freiwillige Feuerwehr Zaisering

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