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Paxlovit, Remdesivir, Molnupiravir

Wie die Anti-Corona-Pille wirkt und wo Ihr die neuen Medikamente bekommt

Corona-Medikament Paxlovit: Wie wirksam ist das Anti-Corona-Medikament?
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Ein Mitarbeiter von Pfizer hält eine Paxlovid-Tablette mit einer Zange. Wie wirksam ist die neue Wunderwaffe gegen Corona?

Kryptische Bezeichnungen; große Hoffnungen: Neben den Impfstoffen von Pfizer, AstraZeneca und Co. setzen viele Ärzte im Kampf gegen Covid-19 auf die antiviralen Medikamente der großen Pharma-Hersteller. Wir klären über die Wirkung, die Verfügbarkeit aber auch die Nebenwirkungen der verschiedenen Corona-Pillen auf.

Ende Januar gab die europäische Arzneimittelbehörde EMA grünes Licht für die Zulassung des Medikaments Paxlovid; den meisten wohl besser als Anti-Corona-Pille bekannt. Mit der Markteinführung rechnen Experten bereits im Februar. Laut Aussage des Herstellers Pfizer soll das Mittel die Vermehrung der Corona-Viren im Körper stoppen und Patienten dadurch insbesondere vor schweren Verläufen schützen. Die Rosenheimer Apothekerin Elke Wanie klärt im Gespräch mit rosenheim24.de über die häufigsten Fragen zur vermeintlichen Wunderwaffe auf.

Welche Pillen bereits erhältlich sind und welche noch kommen

Die Pfizer-Pille mit dem Namen „Paxlovit“ ist nicht die erste ihrer Art: „Als antivirales Medikament ist in Deutschland im Moment Remdesivir zugelassen, berühmt geworden durch den Einsatz am damaligen amerikanischen Präsidenten Donald Trump,“ erklärt die Pharma-Expertin. „Molnupiravir“ der beiden Pharmaunternehmen Merck Sharp & Dohme und Ridgeback Biotherapeuticsist ist noch nicht zugelassen, aber seit Seit Anfang Januar in Deutschland verfügbar. „In der Pipeline kurz vor der Zulassung steht Paxlovid , eine Kombination aus Nirmatrelvir und Ritonavir.

Und genau auf dieses Medikament setzen Ärzte derzeit große Hoffnungen: „Es ist das erste maßgeschneiderte Arzneimittel gegen Covid: Nirmatrelvir blockiert gezielt die Virusvermehrung und Ritonavir gewährleistet ausreichend hohe Plasmaspiegel der antiviralen Komponente“, so Elke Wanie.

Wann macht der Einsatz von Corona-Pillen Sinn?

Wie wirksam das neue Medikament sein könnte, geht aktuell nur aus den hauseigenen Studien des Herstellers hervor. Zahlen, die allerdings positiv stimmen: In beinahe 90 Prozent der Fälle verhinderte die Pille einen extrem schweren bis tödlichen Krankheitsverlauf. Erkrankten vorher etwa sechs Prozent der Corona-Patienten schwer, reduziere sich die Zahl mit Paxlovis auf unter ein Prozent; vorausgesetzt das Medikament wurde innerhalb der ersten fünf Tage nach Auftritt von Symptomen eingenommen.

„Echte Erfahrungswerte gibt es nur zu Remdesivir, alle anderen sind neu, haben aber mit Erfolg die klinische Phase der Zulassung, sprich die Wirksamkeit am Menschen durchlaufen. Alle diese Arzneimittel müssen in der Frühphase der SARS-CoV2-Infektion eingesetzt werden,“ ergänzt Elka Wanie. Ein Interaktionscheck mit den weiteren Medikamenten des Patienten sei dabei unabdingbar. Nebenwirkungen wie Erbrechen, Durchfall, Bluthochdruck und Geschmacksverlust traten im Rahmen der Erprobung mit moderater Häufigkeit auf.

Wer bekommt die Anti-Corona-Pillen?

Zugang zu Paxlovit und Co. erhält nur, wer es auch dringend braucht: „Natürlich sind die Medikamente streng verschreibungspflichtig und den Patienten vorbehalten, bei denen ein schwerer Verlauf zu befürchten ist. Der behandelnde Arzt stellt ein spezielles Rezept aus, das nur 5 Tage gültig ist. Wir Apotheker bestellen das Medikament mit Dringlichkeit sofort beim Großhandel, es wird per Eilbote geliefert und von uns an den Patienten per Bote gebracht, sodass kein Kontakt zu dem Infizierten zustande kommt“ fasst Elke Wanie den Ablauf zusammen. In Rosenheim und Wasserburg habe es bislang erst eine Verschreibung gegeben; gerade mit der Zulassung von Paxlovid erwarte man aber eine deutliche Zunahme.

Trotz des Hypes um die Anti-Covid-Pille von Pfizer stellt die Apothekerin eine Sache klar: „Natürlich sind die Arzneimittel kein Ersatz für die Impfung! Impfen ist die wichtigste Vorsorge! Wenn jedoch ein schwerer Verlauf zu erwarten ist, trotz Impfung oder bei Ungeimpften, so ist man jetzt besser gerüstet und hat wirksame Stoffe, die in der Frühphase eingesetzt, Leben retten können.“

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