Wasserburger Südspange auf Eis gelegt

Zwei Varianten, aber laut Gutachten nur eine mögliche Trasse (links) durch das Wuhrtal. Grafik re

Rosenheim - Die Südspange Wasserburg oder Nordumfahrung Eiselfing wird vorerst wohl nicht verwirklicht werden können.

In der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses stimmten Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl und sein Eiselfinger Amtskollege Rupert Oberhuber darin überein, dass das Projekt derzeit am Widerstand der Grundeigentümer scheitert.


Zuvor waren im Kreisausschuss die Ergebnisse einer Untersuchung eines Landschaftsarchitekturbüros vorgestellt worden. Vor etwa zwei Jahren Vor etwa zwei Jahren war es vom Landkreis, im Einvernehmen mit der Stadt und der Gemeinde, beauftragt worden, den Raum für mögliche Trassen nördlich und südlich der Firma Huber und Sohn in Bachmehring zu untersuchen.

Landschaftsarchitekt Andreas Pöllinger, der die Ergebnisse vortrug, kam zu dem Schluss, dass es zwischen dem Badria-Gelände und dem Unternehmen Huber und Sohn, das 180 Angestellte beschäftigt, nur einen sehr eng begrenzten Korridor für eine Umgehungsstraße gebe. Gründe seien das aufgrund der vorhandenen Tier- und Pflanzenwelt erhaltenswerte Wuhrtal sowie die in diesem Bereich vorhandenen Wohnbebauungen.


Eine Trasse südlich von Huber und Sohn ist laut Pöllinger dagegen relativ konfliktarm. Der Korridor führe über landwirtschaftlich genutzte Flächen und auch die Lärmbelastung wäre für die dort lebende Bevölkerung nicht erheblich. Allerdings, so sagt es ein Verkehrsgutachten, würde diese Trasse von den Autofahrern nicht angenommen, vor allem, weil der Umweg zu groß sei. Die gewünschte Entlastung der Ortsdurchfahrten von Wasserburg, Eiselfing und Bachmehrung würde ausbleiben.

Aufgrund der Erkenntnisse der Raumempfindlichkeitsuntersuchung und des ergänzenden Verkehrsgutachtens bleibt als einzige Variante die Trasse südlich des Wuhrtales und nördlich der Zimmerei in Bachmehring.

Die Empfehlung des Kreisausschusses, die Frage der Akzeptanz und des Grunderwerbs mit den betroffenen Anliegen anzuklären, beantworteten die beiden betroffenen Bürgermeister von Wasserburg und Eiselfing gleich in der Sitzung. Aus ihrer Sicht bleibe die Südspange Wasserburg oder Nordumfahrung Eiselfing vorerst auf Eis gelegt.

jre/Oberbayerisches Volksblatt

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