Winterdienste müssen mehr Streusalz einsetzen

Landkreis - Die Tauwirkung des Streusalzes lässt bei zweistelligen Minustgraden nach. Darum müssen die Winterdienste für die gleiche Wirkung mehr streuen.

Aufgrund der zweistelligen Minusgrade müssen die Streufahrzeuge deutlich mehr Salz ausbringen als sonst üblich. Da der Winter, abgesehen von der derzeitigen Kältewelle, bisher aber vergleichsweise harmlos war, sind die Lager des Landkreises Rosenheim noch sehr gut gefüllt.

2011 waren schon 1000 Tonnen mehr

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Seit Mitte November brachten die Streufahrzeuge gut 2.000 Tonnen Salz aus. Zum Vergleich, im vergangenen Winter waren es zum gleichen Zeitpunkt bereits 1.000 Tonnen mehr. Die Verantwortlichen für den Winterdienst im Landratsamt Rosenheim haben keine Sorgen, dass es in der verbleibenden Winterzeit Engpässe geben könnte. Die Lager in Stephanskirchen, Wasserburg und Riedering sind derzeit noch gut zur Hälfte gefüllt.

Da die Tauwirkung des Streusalzes bei zweistelligen Minusgraden nachlässt, musste in den vergangenen Tagen die ausgebrachte Menge stark erhöht werden. Zwischen 20 und 40 Gramm pro Quadratmeter sind derzeit notwendig, damit das Salz wirkt. Normalerweise sind die Streufahrzeuge auf etwa 15 Gramm eingestellt. Hinzu kommt, dass bei den extremen Temperaturen keine Sole verwendet werden kann. Bei dieser Streutechnik wird das trockene Streusalz während des Streuvorgangs mit einer Tausalzlösung angefeuchtet und über den Streuteller des Räumfahrzeugs auf die Straße gesprüht. Durch die Sole wird das Salz besser verteilt, zudem wird eine bessere Tauwirkung erzielt.

Um 3 Uhr morgens beginnt der Dienst

Täglich um 3 Uhr morgens beginnt die Arbeit für den Winterdienst. Die im Schichtplan eingeteilten Frühmelder fahren festgelegte Streckenabschnitte der Kreisstraßen ab und entscheiden, ob die Fahrer der Räum- und Streufahrzeuge alarmiert werden müssen. Darüber hinaus sind die Melder auch abends unterwegs. Bei Notwendigkeit wird auch dann noch eine letzte Einsatztour gefahren.

Insgesamt sind auf dem 360 Kilometer umfassenden Kreisstraßennetz 13 Räum- und Streufahrzeuge unterwegs. Davon gehören dem Landkreis sieben, die übrigen sechs stellen Fuhrunternehmen, denen der Landkreis die Schneepflüge und Streuer zur Verfügung stellt und die im Auftrag des Landkreises Winterdienst fahren. Trotz der derzeit „sibirischen Temperaturen“ und der damit verbundenen Problematik der verzögerten Tauwirkung beim Streusalz ist der Landkreis, so versichern die Verantwortlichen, bestrebt, die Kreisstraßen frei zu halten. Wobei sie die Verkehrsteilnehmer bitten, auf die Winterdienstfahrzeuge Rücksicht zu nehmen, damit diese ungehindert für „freie Fahrt“ sorgen können.

Landratsamt Rosenheim

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