Stimmungsbild der Wirtschaft in Rosenheim Oktober 2020

Wirtschaftsbarometer Rosenheim 2020: Geschäftserwartungen trüben sich deutlich ein

Das Ortsschild von Rosenheim und die Kirche Heilig Blut.
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Das Ortsschild von Rosenheim und die Kirche Heilig Blut.

Rosenheim - Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometer Rosenheim, ergaben spürbar schlechtere Geschäftserwartungen für die kommenden 6 Monate. Der Saldo aus positiven und negativen Prognosen der Unternehmen sank um fast 12 Punkte auf pessimistische – 18,3.

Die Pressemitteilung der Fachhochschule Rosenheim im Wortlaut:

(Umfrage Anfang / Mitte November 2020)

Das Wirtschaftsbarometer Rosenheim ist eine monatliche Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der TH Rosenheim, bei Unternehmen des Stadt- und Landkreises Rosenheim. Die aktuelle Lage wurde mit einem Saldo von + 33,7 überraschend gut bewertet. Allerdings wurde die Umfrage in der ersten Novemberwoche, also vor den erneuten Einschränkungen durchgeführt. Der Saldo erreichte damit fast den Wert von Februar 2020 mit 37,8.

Saldoauflistung

Die vergleichbaren Werte des ifo-Institutes für Deutschland entwickelten sich tendenziell gleich. Der Saldo für die Geschäftslage konnte sich auf + 6,9 verbessern und ist unverändert nur leicht positiv. Die Geschäftserwartungen fielen allerdings nur geringfügig von – 5,5 auf wieder leicht pessimistische – 8,4. So zieht das ifo Institut auch das Resümee: Die Geschäftsunsicherheit ist gestiegen. Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen.

Angaben der Änderungen aufgrund Corona im Betrieb.

In der aktuellen Frage des Monats wurden die teilnehmenden Unternehmen gefragt, welche Änderungen Sie im Hinblick auf das Coronavirus umgesetzt haben. An erster Stelle liegt mit 61 % der Ausbau von Homeoffice-Möglichkeiten, gefolgt von mehr digitalen Tools in der Zusammenarbeit (43 %).

Grafischer Vergleich mit dem Ergebnissen des Ifo-Instituts

Gut jedes 3. Unternehmen nutzte die Möglichkeit der Kurzarbeit. Lediglich 6 % gaben an, dass es wegen des Coronaviruses zu Kündigungen kam.

Grafischer Vergleich mit den Ergebnissen des Ifo-Instituts

In einer offenen Frage zu dieser Thematik gab eine Vielzahl von Unternehmen an, Hygienekonzepte entwickelt zu haben und durch Teilung bzw. versetztem Arbeiten von Gruppen, die Infektionsrisiken zu minimieren

Die Pressemitteilung der Fachhochschule Rosenheim

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