Worldfly beendet "Live im Kesselhaus"

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Die australische Band "Worldfly" heizte im Kesselhaus kräftig ein.

Kolbermoor - Den Abschluss der ersten Saison der Konzertreihe "Live im Kesselhaus" machten jetzt die Musiker von "Worldfly". Zuschauer und Veranstalter zeigten sich zufrieden.

Die australische Indi-Pop-Band um den charismatischen Sänger Michael Maher brachte dabei das Kesselhaus geradezu zum Kochen.

Seit Beginn der Konzertreihe "Live im Kesselhaus Kolbermoor" im Oktober vergangenen Jahres gaben nationale und internationale Stars und Musiker ihr Stelldichein im Kesselhaus auf dem Gelände der Alten Spinnerei - vor teils ausverkauftem, aber auch weniger gut besuchtem Haus.

 Worldfly beenden "Live im Kesselhaus"

 © Dominic Bauer
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Mitveranstalter Norbert Haimerl, Geschäftsführer des Regionalfernsehens Oberbayern, zog beim letzten Konzert der Premieren-Saison eine durchwegs positive Bilanz: "Hier geht es nicht um den wirtschaftlichen Erfolg, sondern darum, Künstler und Musiker in das sonst eher veranstaltungsarme Kolbermoor zu bringen, Menschen zu treffen, mit ihnen zu feiern, und einfach eine Menge Spaß zu haben".

Das ließen sich auch die australischen Musiker von "Worldfly" nicht entgehen. Die aus "down under" angereiste Band, bestehend aus Michael Maher (Songschreiber, Vokalist, Gitarrist), Guido Muly (Bass), Jochen Joerder (Schlagzeug), Rebecca Harris (Cello) und Jarren Boyd (Percussion) boten einen Mix aus Coldpay, James Blunt, Snow Patrol und James Morrison.

Ihren ganz eigenen Stil hatten die fünf Australier aus Darwin bereits vor etlichen Jahren gefunden. Frontmann Maher erhielt in seiner Heimat bereits 2009 die Auszeichnung Songschreiber des Jahres. Ihre neue CD "It's too late for turning back" wurde von Kritikern mit Lob überhäuft, für einen australischen Radiosender gehörte das Album gar zu den besten des Jahres 2009.

Maher, der das Ambiente im Kesselhaus sichtlich genoss, ließ es sich nicht nehmen und brachte seine sehr guten deutschen Sprachkenntnisse ebenso in seinen Ansagen zum Ausdruck wie auch seine australischen Muttersprachkenntnisse: "Es ist schön in Deutschland zu sein, I suppose that many bands come to play here in the Kesselhaus, it's a very beautiful place", freute sich Maher. Bereits nach kurzer Spielzeit hatten Worldfly das Publikum voll im Griff. Der erste Song "Dreamers", sehr gefühlvoll und langsam, wusste schon nach kurzer Spielzeit zu gefallen. Ebenso Lieder wie das etwas schnellere "someone special" oder das noch un-veröffentlichte "calling out" würdigten die Gäste mit viel Applaus und anfeuernden Pfiffen.

Dazwischen sprach Michael Maher über die vergangenen Auftritte und Reisen der Band - alles in deutscher Sprache, was ihm weitere Sympathiepunkte beim Publikum einbrachte. Bereits zehn Länder und 20 verschiedene Städte hätte die Band bereist, so Maher. Die Reise nach Deutschland sei wie ein Wirbelsturm gewesen. Noch wenige Tage zuvor hätten die Jungs und Mädels von Worldfly in ihrer Heimatstadt Darwin gespielt und schon einen Tag später seien sie, so Maher, nach Deutschland aufgebrochen.

Nicht nur Maher, welcher während des Konzertes zwischenzeitlich immer mal wieder seine Gitarre beiseite legte und am Keyboard Platz nahm, zeichnete sich durch sein musikalisches Multitalent aus, auch Cello-Spielerin Rebecca Harris tat es ihm gleich, tauschte ihr Cello gegen das Keyboard aus. Auch die übrigen Musiker zeigten mit viel Mimik und Taktverständnis, dass sie sich der Musik mit Leib und Seele verschrieben haben. Dies bewiesen auch die schönen Melodien in dem Song "The same", welcher laut Aussage des Sängers davon handelt, dass Menschen viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Das dargebotene Liedgut war gut zwischen alten und neuen, noch nicht veröffentlichen Liedern gemischt. Bei dem gegen Ende gespielten Stück "Winter" fühlte man sich geradezu, als wäre es draußen wirklich kalt und es würde schneien - was wohl auch auf das grandios-melancholische Cello-Spiel von Rebecca Harris zurückzuführen war. Nach zwei Zugaben verabschiedete sich die Band letztendlich von der Bühne. Michael Maher forderte die Zuschauer mit abschließenden Worten noch auf, ihn doch mal in seinem Heimatland Australien besuchen zu kommen.

Damit ging die erste Saison der Reihe "Live im Kesselhaus" zu Ende, doch das Programm für "Runde zwei" steht bereits: Nächste Veranstaltungen sind ab 11. Oktober internationale Acts wie Julian Dawson (Konzert und Lesung), die schon bekannte Badn "Madison Violet" (24. Oktober), "Yukon" (31. Oktber), "Red Hot Chilli Pipers" (7. November) sowie erneut die Südtirolerinnen "Ganes" (8. November). Ein weiterer Höhepunkt: der Parodist Max Giermann am 21. November.

Der Kartenverkauf für die Herbstreihe ist bereits angelaufen, Tickets gibt es unter Telefon 08061 / 7356 (Konzertbüro Exorbitan), Internet www.exorbitan.de und bei der Buchhandlung Levin in Kolbermoor, Alte Spinnerei.

bdo/Mangfall-Bote

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