Neubau der Sporthalle wird geprüft

Das bestehende Sportplatz-Gelände in Schechen ist einer von zwei Standorten, der für einen möglichen Hallen-Neubau in Frage kommt.
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Das bestehende Sportplatz-Gelände in Schechen ist einer von zwei Standorten, der für einen möglichen Hallen-Neubau in Frage kommt.

Schechen - Ob und wo eine neue Sport- und Mehrzweckhalle in Schechen gebaut werden könnte, das lassen derzeit Gemeinde und Sportverein mit einer Machbarkeitsstudie prüfen.

Ob und wo eine neue Sport- und Mehrzweckhalle in Schechen gebaut werden könnte, das lassen derzeit Gemeinde und Sportverein mit einer Machbarkeitsstudie prüfen. Wie Bürgermeister Hans Holzmeier in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekanntgab, sei ein entsprechender Auftrag hierfür an ein Architekturbüro in Traunstein gegangen.

Zwei mögliche Standorte für eine neue Mehrzweckhalle würden von dem Architekturbüro derzeit untersucht, wie Holzmeier auf Anfrage erläuterte. So sei ein Neubau auf dem bestehenden Sportplatz-Gelände im Bereich des Sportheims ebenso denkbar wie im Bereich neben dem Feuerwehrhaus in Hochstätt.

Da sich das Grundstück in Hochstätt bereits im Besitz der Gemeinde befinde, könne hier ein Neubau realisiert werden. "Für den normalen Sportunterricht der Schule würde man dann weiterhin die vorhandene Hochstätter Halle nützen. Doch für bestimmte Sportarten wie etwa Fußball ist diese Einfachturnhalle eigentlich zu klein", meinte der Bürgermeister. Die Turnhalle der Schule sei erst vor kurzem im Rahmen des Konjunkturprogrammes energetisch saniert worden, deshalb käme ein Abriss nicht in Frage.

Die Kosten für die Machbarkeitsstudie in Höhe von rund 4500 Euro teilen sich der Sportverein SV 1925 Schechen und die Gemeinde. Laut Holzmeier werde diese Summe jedoch auf das Honorar angerechnet, falls ein Hallen-Neubau zustandekäme.

"Wir wollten konkrete Zahlen auch in Bezug auf die Unterhaltskosten. Außerdem möchten wir wissen, ob die beiden Standorte in Schechen und Hochstätt grundsätzlich überhaupt für einen Neubau geeignet wären", nennt Holzmeier die Gründe, warum die Studie in Auftrag gegeben wurde.

Bedenken nur wegen der Finanzierung

Auf die Tatsache angesprochen, dass der Sportverein anfangs wohl nicht geschlossen von einem Hallen-Neubau überzeugt war (wir berichteten), brachte der Rathaus-Chef seine Meinung ganz klar auf den Punkt: "Das Wichtigste ist natürlich, dass der Verein hundertprozentig hinter dem Vorhaben steht. Wenn hier ein Widerstand da wäre, würde die Gemeinde natürlich die Finger von der Sache lassen."

Dass die Bedenken innerhalb des Vereins "niemals gegen einen Hallenbau" bestanden haben, hob stellvertretender SVS-Vorsitzender Karl Rast gegenüber dem OVB hervor. Sowohl einzelne Mitglieder, als auch Abteilungen hätten lediglich Bedenken finanzieller Art gehabt - insbesondere im Hinblick auf die Unterhaltskosten.

Laut Rast spricht es für den Verein, "dass nicht vor Begeisterung übersprudelnd in ein tolles Projekt eingewilligt wurde, sondern trotz guter Begleitung der Anfangsplanung durch den Vorstand eine Sachdiskussion über die finanziellen Auswirkungen stattfand und alle bisherigen Überlegungen und Planungen nochmals hinterfragt wurden".

Fakt sei, so der stellvertretende Vorsitzende, dass nach einer möglicherweise positiven Bewertung der Machbarkeitsstudie der Einstieg in die weitere Planung und auch die Finanzierung erst möglich sei. "Das letzte Wort hat aus Vereinssicht auf jeden Fall das einzelne Mitglied, denn Vorhaben dieser Größenordnung bedürfen laut unserer Satzung der Genehmigung einer Mitgliederversammlung", berichtete Rast.

Der Sportverein erhoffe sich von dem Gutachten eine Diskussionsgrundlage im Hinblick auf Zahlen und Fakten. Der Wunsch von Gemeinde und SVS sei es, möglichst viel Eigenenergie-Gewinnung durch modernste Technik zu realisieren.

Der Sportverein hat sieben Sparten, wobei die Jugendarbeit in allen Abteilungen einen Kernpunkt darstellt. Dies soll sich nach Ansicht von Rast auch künftig nicht ändern: "Ich sehe die Zukunft unseres Vereins in den Kindern und Jugendlichen, die mit einem Hallen-Neubau wesentlich bessere Perspektiven hätten."

Nicht nur eine Entzerrung des bisher eng gestaffelten Trainingsbetriebs, sondern auch die Möglichkeit einer Ausweitung durch eine neue Hallensportart sei bei Verwirklichung des Vorhabens denkbar. Dennoch lege der Verein ein Augenmerk darauf, trotz eines Hallen-Neubaus weiterhin finanziell auf "gesunden Beinen" zu stehen.

Gute Zusammenarbeit hervorgehoben

Nachdem die Gemeinde sicherlich die Hauptlast der Kosten des Neubaus stemmen müsse, könne die neue Halle auch als Mehrzweckhalle, etwa für Bürgerversammlungen oder Veranstaltungen anderer Vereine, genützt werden. Anfragen hierzu würden bereits vorliegen.

Abschließend hob Rast die enge Zusammenarbeit sowie die gute Kommunikation zwischen Gemeinderat, Bürgermeister und Verein und auch die gemeinsame Vorgehensweise lobend hervor.

Daniela Lindl (Oberbayerisches Volksblatt)

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