ÖDP zeigt Flagge gegen Atomkraft

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Landshut - „Abschalten, abschalten, abschalten“ hallte es aus mehr als 3000 Kehlen unter musikalischer Begleitung von Hans-Jürgen Buchner besser bekannt unter „Haindling“.

Er gestaltete den künstlerischen Abschluss der Anti-Atom-Demonstration in Landshut an der sich auch Atomkraftkritiker aus Tirol und Tschechien beteiligten.

Wie schon in Wasserburg waren neben ÖDP-Kreisvorsitzenden Reinhard Retzer und seiner Stellvertreterin Lisa Sieber auch in Landshut die Trommler der Gruppe „Encontro“ mit von der Partie und zeigten unter dem Beifall der Menge sogar in der Rundschau des BR akustisch eindrucksvoll Flagge für den Landkreis Mühldorf. Sie begleiteten mit ihren energiegeladenen Rhythmen einen von drei Sternmärschen zur Martinskirche, wo für die ÖDP Urban Mangold Landesgeschäftsführer und 2. Bürgermeister der Stadt Passau, vom bayerischen Umweltminister Söder forderte, den zahlreichen Worten Taten folgen zu lassen.

„Wenn Minister Söder es wirklich ernst meint und einen Atomausstiegswettlauf mit Baden-Württemberg will, dann sollte Bayern eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Atomgesetzes starten mit dem klaren Ziel, die volle Haftpflicht für die Atomkraftwerksbetreiber durchzusetzen, dann wäre der Spuk schnell beendet,“ forderte er.

An die Adresse des Atom-Managers Jürgen Großmann von RWE der Deutschland durch den Atomausstieg von einer „Ökodiktatur“ bedroht sieht (siehe SZ vom 27.5.11, Wirtschaft) wandte er sich mit den Worten: „ Mir kommen eher diese vier Energieriesen RWE, Eon, EnBW und Vattenfall wie vier Besatzungsmächte vor. Und deshalb sage ich: Von dieser Demo geht das Signal aus: Wir sind der Souverän und wir lassen uns das Diktat dieser Atom-Konzerne nicht länger gefallen“.

160.000 Menschen in insgesamt 21 deutschen Städten sandten am vergangenen Samstag ein eindrucksvolles Signal nach Berlin, um das Abenteuer Atomkraft ohne Verzögerung und Taktiererei zu beenden.

Pressemeldung ÖDP

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