Zementwerk mit eigenem Kraftwerk

Rohrdorf - Feierliche Eröffnung des neuen Zementwerks! Zum großen Teil kann sich das Zementwerk jetzt mit eigener Energie versorgen. *Neu: Fotos vom Tag der offenen Tür*

Sechs Jahre lang wurde in Rohrdorf umgebaut und in diverse Umweltschutzmaßnahmen investiert, jetzt sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Das Rohrdorfer Unternehmen, das auf eine bereits 80-jährige Unternehmensgeschichte zurückblickt, kann mit der feierlichen Inbetriebnahme des Abwärmekraftwerkes von sich behaupten, das umweltfreundlichste und gleichzeitig energieeffizienteste Zementwerk der Welt zu betreiben. Unter der Mitwirkung von Bürgermeister Christian Praxl und Landrat Josef Neiderhell setzt Angelika Schnitzenbaumer-Dieterich, Gesellschafterin des Südbayerischen Portland-Zementwerkes, am Freitag, den 22. Juni, im Rahmen einer feierlichen Einweihung die Anlage in Betrieb.

Festakt am Zementwerk Rohrdorf

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In seiner Begrüßungsrede unterstreicht Heinrich Rodlmayr die Bedeutung des Standortes Rohrdorf mit einem Zitat des Bayerischen Umweltministers Marcel Huber: „Wir wollen unseren Strombedarf selber decken können, die bayerische Industrie darf nicht davon anhängen, ob sich die Windräder in der Nordsee drehen.“ Heinrich Rodlmayr ergänzt in seinen Worten: „Wir können nun mit Stolz behaupten, das Zementwerk Rohrdorf trägt mit seinem neuen Kraftwerk seinen Teil dazu bei.“

Umweltschutzmaßnahmen haben höchste Priorität

Gleich vier Großprojekte zur Verbesserung des Umweltschutzes und der Energieeffizienz wurden in den letzten Jahren in Angriff genommen, obgleich zu Beginn der Baumaßnahmen die Marktlage in der Zementindustrie nicht rosig schien. Doch Gesellschafter wie auch Geschäftsleitung des Südbayerischen Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck, so der offizielle Name, sind sich ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Natur stets bewusst und räumen deren Schutz daher größte Priorität ein. Begonnen wurde 2006 mit einer neuen Rohmühle mit Filteranlage. Mit dem Bau der SCR-Entstickungsanlage 2011, einem Katalysator zur Reduzierung der Stickoxide, nahm das Unternehmen eine Vorreiterrolle in der Branche ein, denn noch nie wurde ein vergleichbares Verfahren bisher weltweit gebaut beziehungsweise in Betrieb genommen. In einem komplizierten Verfahren wird die Abluft, die der Katalysator aus der Luft nimmt – ähnlich wie bei einem Auto –, gereinigt. Stickoxide werden so in unschädlichen Luftstickstoff und Wasser umgewandelt. Der Pilotcharakter des Projektes wurde vom Bundesumweltministerium mit einer Förderung in Höhe von 4,7 Millionen Euro honoriert. Zudem erhielt das Zementwerk den zweiten Preis des „Energy Efficiency Award 2011“ der Deutschen Energieagentur (dena) für seine mutige Investition. Ebenfalls 2011 wurde der Drehrohrofen umgebaut. Der 35 Jahre alte Satellitenkühler wurde durch einen modernen und energieeffizienten Pendelrostkühler ersetzt. Durch den neuen Kühler werden jährlich 10.000 Tonnen Steinkohle und damit 28.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Abwärmekraftwerk erzeugt 7 Megawatt Strom im Jahr

Das in diesen Tagen in Betrieb genommene Abwärmekraftwerk markiert den Abschlusspunkt der langjährigen Umbauphase. Die bisher ungenutzte Abwärme des Zementwerkes wird mit Hilfe einer Dampfturbine und eines Generators zukünftig Strom erzeugen. Mindestens ein Drittel des Strombedarfes des gesamten Betriebes wird dann mit dem eigen produzierten Strom gedeckt, das senkt die Energiekosten in einem gewaltigen Maße. Rund sieben Megawatt Strom im Jahr produziert das Abwärmekraftwerk insgesamt, das entspricht ungefähr dem Stromverbrauch von 10.000 Haushalten oder dem von 35.000 Einzelpersonen. Die Einsparung an fossilen Brennstoffen beträgt damit nochmals 12.0000 Tonnen, zudem wird der jährliche CO2-Ausstoß um weitere 30.000 Tonnen gesenkt. Für diese europaweit allererste Anlage in einem Zementwerk erhielt der Rohrdorfer Baustoffproduzent im Rahmen des Siemens Umweltpreis 2011 den ersten Preis in der Kategorie „Umweltverträgliche Produkte und Lösungen“. Der Siemens Enviromental Award ist ein internationaler Preis, der von Siemens innerhalb ihrer weltweiten Niederlassungen für besonders innovative Lösungen im Bereich Umweltschutz vergeben wird.

Tag der offenen Tür am 23. Juni

Am Tag der offenen Tür am 23. Juni kann man sich anhand von Werksführungen, Filmvorführungen und zahlreichen Informationsstationen in die Geheimnisse der Zementherstellung einweihen lassen und die eindrucksvollen neuen Produktionsanlagen besichtigen. Daneben wird aber auch gezeigt, was man aus Zement alles machen kann. Kinder können neben Hüpfburg und Sandspielplatz ihre Fähigkeiten mit dem Werkstoff Beton zu modellieren ausprobieren oder Gold waschen. Ein besonderes Highlight sind sicher die riesigen Steinbruchfahrzeuge, die einmal stündlich in Aktion gezeigt werden. Daneben präsentiert sich, auch als attraktiver Arbeitgeber und als wichtiger Ausbildungsbetrieb in der Region. Auszubildende und Mitarbeiter informieren dabei über die vielen verschiedenen Ausbildungsberufe. Wer am Ende der Führungen gut aufgepasst hat, kann sogar bei einem Preisausschreiben mit wertvollen Preisen mitmachen. Wer von den vielen Informationen und Aktionen hungrig und müde ist, der kann sich bei Brotzeit und Blasmusik im Festzelt erholen.

Tag der offenen Tür im Zementwerk

 © Evi Gröning
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Pressemitteilung Zementwerk Rohrdorf / red ro24

Rubriklistenbild: © Reisner

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