+++ Eilmeldung +++

Er war ein beliebter bayerischer Schauspieler 

Ganz plötzlich verstorben: Maximilian Krückl ist tot

Ganz plötzlich verstorben: Maximilian Krückl ist tot

Stichwahl im Landkreis Rosenheim

Favorit Berthaler setzt sich klar durch

+
Landrats-Stichwahl am 30. März in Rosenheim: Sepp Hofer gegen Wolfgang Berthaler

Landkreis - Knapp hatte er die Wahl zum Landrat im ersten Durchgang verpasst, nun aber reichte es: Mit 58,92 Prozent wurde Wolfgang Berthaler (CSU) zum Landrat gewählt.

Drei Fragen an die Stichwahl-Kandidaten:

Inwiefern unterscheiden Sie sich von ihrem Gegenkandidaten in Hinblick auf ihre politischen Ziele?

Wolfgang Berthaler (CSU): "Sinnvoller erscheint es mir, nicht die Unterschiede zu Sepp Hofer, sondern meine eigene Ziele darzustellen. Die Wertung steht letztlich jeder Wählerin und jedem Wähler persönlich zu. Mein Ziel ist es, die erfolgreiche Politik von Josef Neiderhell fortzusetzen und den Landkreis Rosenheim als lebenswerten Wirtschafts-, Tourismus-, Gesundheits-, Bildungs- und Kulturstandort bürgernah, nachhaltig und im Einklang mit der Natur weiterzuentwickeln. Wir leben in einem einzigartig schönen Landkreis. Ich werde mich dafür einsetzen, die Vielfalt und Schönheit unserer Natur zu schützen und gesunde sowie wirtschaftlich attraktive Lebensbedingungen für unsere Bürger zu bewahren. Es gibt also viel zu tun, damit es weiter vorwärts geht. Packen wir es an!"

Sepp Hofer: "Meine Stärke als Freier Wähler liegt darin, dass ich nicht den Weisungen der in Land und Bund regierenden Parteien folgen muss, sondern frei und mit gesundem Menschenverstand am Wohl der Region orientierte Entscheidungen treffen kann. Dass dies tatsächlich äußerst wichtig ist, hat sich in den letzten Jahren am Beispiel der Planungen für gefährliche Gasbohrungen in der Eggstätt- Hemhofer Seenplatte gezeigt. Hier war es erschütternd zu erleben, dass der CSU- geführte Landkreis anfänglich viel zu geringen Widerstand geleistet hat und dass es nur mit Hilfe einer starken Bürgerinitiative, deren 2. Sprecher ich bin, gelungen ist, das Projekt vorerst zu stoppen. Nach dieser beunruhigenden Erfahrung muss ich mich fragen, ob ein CSU - Landrat in Zukunft die grundlegenden Bedürfnisse der Bevölkerung und der Natur im Landkreis Rosenheim ernster nehmen wird als wirtschaftliche Interessen Einzelner. Auch der Bereich TETRAFUNK, wo es wieder um Gesundheitsgefährdung und eine fragwürdige Investition geht, ist ein Beispiel, wo man jetzt noch korrigieren könnte, wenn man die wirklich berechtigten Einwände der Gegner berücksichtigt. Die dritte wichtige Säule, bei der für die Zukunft eindeutige Haltungen einzunehmen und wichtige Entscheidungen zu treffen sind, ist die drohende Trinkwasserprivatisierung. Für diese und ähnliche, teilweise geradezu existentielle Themen, braucht es im Landkreis und darüber hinaus politische Entscheidungsträger, die frei, offen und an vernünftigen Argumenten orientiert entscheiden können."

Wie unterscheiden Sie sich auf persönlicher Ebene von ihrem Gegenkandidaten?

Berthaler: "Ich denke nicht, dass es mir zusteht, Herrn Hofer auf menschlicher/persönlicher Ebene zu bewerten. Zu meiner eigenen Person kann ich sagen, dass Fairness und Ehrlichkeit zu meinen Grundüberzeugungen zählen. Ich stehe zu meinem Wort und werde mich mit meiner ganzen Kompetenz, Kraft und aus vollem Herzen für unseren gesamten Landkreis einsetzen. Dazu ist unter anderem ein Miteinander aller Fraktionen und Parteien sehr wichtig, wofür ich bis jetzt als Sprecher der gesamten Landkreis-Bürgermeister immer eingestanden habe."

Hofer: "Aufgrund meines persönlichen Werdegangs (ich stamme aus einem Bauernhof, wo in meiner Kindheit und Jugendzeit drei Generationen harmonisch in einem Haushalt gelebt haben, habe mich nach einer Handwerksausbildung auf dem still gelegten elterlichen Bauernhof als Zimmerermeister selbständig gemacht, bin seit 13 Jahren Vorstand des örtlichen Theatervereins, seit 2008 Gemeinde- und Kreisrat und seit 2013 auch Bezirksrat) habe ich eine starke Naturverbundenheit und Verwurzelung im ländlichen Leben, intensive Erfahrungen auf dem finanziellen und betriebswirtschaftlichen Sektor, Freude am Vereinsleben und seit meinem 40. Lebensjahr auch immer mehr den Wunsch, das regionale Leben politisch mitzugestalten und mich für das Wohl der Allgemeinheit zu engagieren. Herr Berthaler, den ich sonst nicht näher kenne, war in den letzten sechs gemeinsamen Jahren im Kreistag ein angenehmer Kollege."

Wie schätzen Sie Ihre Chancen bei der Stichwahl ein?

Berthaler: "Zuerst möchte ich mich nochmal für das entgegengebrachte Vertrauen im ersten Wahlgang bedanken. Bei der Stichwahl am 30. März zählt wieder jede Stimme neu. Deshalb bitte ich Sie wieder um Ihre Unterstützung, damit ich mich für Sie und mit Ihnen für unseren Landkreis engagieren kann."

Hofer: "Auch wenn ich die machtpolitische Konstellation im Landkreis sehr wohl einschätzen kann, bin ich weiterhin fest davon überzeugt, dass ich als "Landrat für Alle" Gutes für die Bevölkerung und die Region leisten kann."

Video-Interviews vor dem ersten Wahlgang:

Zurück zur Übersicht: Rosenheim

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT