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Ein "Fußball" entpuppte sich als Schädel

Die Natur schlägt zurück: Löwen zerfleischen mutmaßliche Nashorn-Wilderer!

Afrika - Im Sibuya Reservat sollen mutmaßliche Wilderer einem Löwenrudel zum Opfer gefallen sein. Die Raubtiere zerfleischten die Eindringlinge und ließen kaum etwas von ihnen übrig.

Bei den gefundenen Knochen handele es sich um menschliche Überreste, erklärte Ostkap-Polizeisprecherin Mali Govender. Untersuchungen müssten zeigen, von wie vielen Menschen die Knochen stammen. Aktuell gehen die Behörden aufgrund der gefundenen Schuhe und Kleidungsfetzen von mindestens drei Toten aus. Da auch Gewehre mit Schalldämpfer, eine Axt und weitere Jagdmaterialien zum Vorschein kamen, gehen die Ranger davon aus, dass es sich bei den Toten um Nashorn-Wilderer handelt. 

In der Nacht von Sonntag auf Montag schlugen Hunde, welche auf das Jagen von Wilderen spezialisiert sind, an. Der Hundeführer deutete jedoch einen falschen Alarm, wie nytimes.com berichtet. Zwei Tage später, am Dienstag, aber fiel einem Ranger etwas ungewöhnliches in der Nähe der Löwen auf. Was er erst für einen Fußball hielt, entpuppte sich als Schädel. Es handelte sich tatsächlich um menschliche Überreste, schildert Fox. 

Tierschützer sprechen von Karma

Am Mittwoch dann wurden die Löwen des Rudels für etwa zwei Stunden betäubt, um der Polizei und den Forensikern eine Untersuchung des Tatorts zu ermöglichen. Ob die Getöteten weitere Komplizen hatten, blieb zunächst noch unklar.

Als Reaktion auf den Tod der Männer sahen einige Bewohner eine moralische Lektion. Annamiticus , eine Interessenvertretung für Tierverbrechen, schrieb auf ihrer Website, dass "eine Bande von Nashornmördern scheinbar eine Dosis ihrer eigenen Medizin erhalten hat". 

Auch wenn die Löwen Menschenfleisch gegessen hätten, so bestehe für Safari-Touristen keine Gefahr, da diese das Areal nicht zu Fuß durchqueren, sondern nur mit Rangern in speziellen Fahrzeugen besuchen dürfen.

In ganz Südafrika werden jedes Jahr etwa 1000 Nashörner von Wilderern getötet. Die Hörner werden vor allem nach Asien verkauft.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / Mohamed Messa

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