Ein Ansturm wie nie

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Rosenheim - So groß war das Interesse an der Fundsachen- und Fahrradversteigerung des Fundamtes Rosenheim noch niemals zuvor.

Über 500 Bieter kamen zum Baubetriebshof in der Möslstraße, um dort einen der über 100 Drahtesel zu ersteigern. Unter den Hammer kamen aber auch Schwimmbretter, Schirme, Fotoapparate und eine Schultasche. Den Besucherrekord erklärte sich Fundamtsleiter Dieter Kirstein mit der Verlegung um einige Stunden nach hinten. Bisher hatte die zwei Mal im Jahr stattfindende Versteigerung immer schon am frühen Nachmittag. Diesmal fand das erste Fundstück erst um 17 Uhr einen neuen Besitzer. "Wir wollten mit der Zeitverschiebung den Berufstätigen entgegenkommen", meinte dazu Kirstein und war selbst überrascht davon, wie sehr sich diese Idee gleich beim ersten Mal bewährte.

Über eine Stunde lang kamen die Fahrräder und andere Fundsachen unter den Hammer. Eines der besonderen Schnäppchen war ein Schulranzen ohne Inhalt. Er wurde schließlich für 50 Cent ersteigert. Preiswert war auch ein alter Fotoapparat für einen Euro. Viele Fahrräder waren recht billig. Für noblere Stücke waren die Bieter aber auch bereit, über 50 Euro zu bezahlen. Selbst diese waren aber nur im seltensten Fall voll funktionstüchtig.

Für 95 Prozent der angebotenen Fundsachen lassen sich nach der Erfahrung des Fundamtleiters in der Regel neue Besitzer finden. So war es auch diesmal. Die wenigen Dinge, die niemand haben wollte, kommen nun zu den Stadtteilbüros und dienen dort zum Beispiel jugendlichen Tüftlern als willkommenes "Ersatzteillager". Die Erlöse der Versteigerung bekommt die Stadt Rosenheim und die sichert damit auch ein Stück weit den Erhalt des Fundamtes.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

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