Atomkraftgegner protestieren vor Polizei

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Die Atomkraftgegner, die ein Banner dabei hatten.

Rosenheim - Knapp ein Dutzend Atomkraftgegner hielten eine Kundgebung vor der Bundespolizeikaserne ab. Sie protestierten gegen das "ruppige" Polizei-Verhalten beim Castor-Transport.

Ein gutes Dutzend Atomkraftgegner fanden sich am Dienstag Abend vor der Bundespolizeikaserne in Rosenheim ein. Sie bezogen Stellung gegen die Polizeigewalt beim Castor-Transport und für die Stilllegung aller Atomanlagen.

Anlass waren die außerordentlich ruppige Räumung einer gewaltfreien Sitzblockade bei Gorleben und die Übergriffe gegen Kundgebungen in Laase. Selbst nachdem der Castor bereits im Zwischenlager angekommen war, ließ es sich die Polizei nicht nehmen, ein Sanitätszelt zu stürmen und beritten gegen Aktivisten vorzugehen.

In einem Redebeitrag wurde auf die mehr als 350 Verletzten, die die Anti-Atom-Bewegung an diesem Wochenende verzeichnen musste, hingewiesen. Darunter waren nach Bericht der Demo-Sanitäter auch fünf Schwerverletzte, unter anderem mit dem Verdacht auf Wirbelfraktur. Verlesen wurden eine Stellungnahme der Bäuerlichen Notgemeinschaft, der es mit Hilfe einer Betonpyramide gelungen war, den Castor 14 Stunden an der Weiterfahrt zu hindern. Sie bilanzierte: „Beim Castortransport 2011 wurde wieder mehr, schneller und brachialer von „polizeilichen Zwangsmitteln“ Gebrauch gemacht [..]. Wir können von Glück sagen, dass es nicht mehr schwere Verletzungen geben hat.“

Abschließend wurde den Polizisten von einem Redner nahegelegt, beim nächsten Castor aufschiebbare Operationen vornehmen zu lassen oder Freizeitausgleich zu nehmen: „Vielleicht erleiden Sie ja kurz vor dem Castor eine Sehnenscheidenentzündung oder sind anderweitig arbeitsunfähig - auf gewaltvolle Auseinandersetzung können wir schließlich auf beiden Seiten gerne verzichten.“

Pressemitteilung Infogruppe Rosenheim

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