Wirtschaftskolloquium Oberbayern: Unterzeichnung im OVB-Medienforum

Rosenheim: "Wichtiger Standort für Bayern"

Wirtschaftliche Verbände schlossen sich zum Wirtschaftskolloquium Oberbayern zusammen (von links): Christian Pusch, Vorsitzender Wirtschaftsjunioren Traunstein; Gerd Maas, Vorsitzender des Regionalkreises Die Familienunternehmer – ASU; Prof. Dr. Eckhard Lachmann, Vizepräsident Hochschule Rosenheim;
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Wirtschaftliche Verbände schlossen sich zum Wirtschaftskolloquium Oberbayern zusammen (von links): Christian Pusch, Vorsitzender Wirtschaftsjunioren Traunstein; Gerd Maas, Vorsitzender des Regionalkreises Die Familienunternehmer – ASU; Prof. Dr. Eckhard Lachmann, Vizepräsident Hochschule Rosenheim; Franz Winterer, Vorstand Seeoner Kreis; Jorun Klinger-Illner, Vorsitzende Wirtschaftsjunioren Rosenheim; Staatsminister Dr. Marcel Huber; Angelika Artmann, Vorsitzende UHD Unternehmerinnen in Handwerk und Dienstleistung Rosenheim; Wolfgang Janhsen, Leiter Geschäftsstelle Rosenheim IHK für München und Oberbayern; Prof. Heinrich Köster, Präsident Hochschule Rosenheim; Oliver Döser, stv. Vorsitzender Wirtschaftlicher Verband der Stadt und des Landkreises Rosenheim; Prof. Dr. Bernd Gussmann, Wirtschaftsbarometer Rosenheim; Gabriele Falch, Geschäftsführerin vbw Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft Bezirksgruppe München-Oberbayern; Thomas Benz, Vorsitzender des Bezirksgruppenvorstands vbw Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft Bezirksgruppe München-Oberbayern.

Rosenheim - Die regionale Wirtschaft hat ein neues Gremium: das Wirtschaftskolloquium Oberbayern. Wirtschaftsverbände der Region haben sich zusammengeschlossen. Jetzt erfolgte die Unterzeichnung.

Im Rahmen der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding übernimmt Staatsminister Dr. Marcel Huber die Schirmherrschaft.

Mit Zusammenschluss von neun Wirtschaftsverbänden und Bildungseinrichtungen der Region zum „Wirtschaftskolloquium Oberbayern“ (Wiko) Ende 2014, formiert sich eine neue Basis der wirtschaftlichen Interessen in der Region Südostoberbayern.

Unter dem Motto „Wir schaffen Zukunft. Wirtschaft und Ausbildung in der Region Rosenheim und darüber hinaus.“ werden Impulse an Wirtschaft und Gesellschaft gegeben, ein verbandsübergreifendes Netzwerk gestaltet sowie eine öffentliche Plattform geboten.

Zur Auftaktveranstaltung im Frühjahr 2015 referierte Dr. Manfred Bischof, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Daimler AG, über die Zukunft der autonomen und vernetzten Autos. Ein Ziel des Wiko ist es, einmal jährlich den Unternehmern in einer Highlight-Veranstaltung prominente Referenten zu bieten.

In einem Memorandum of Understanding sind die gemeinsamen Ideen zusammengefasst. Die Sprecherin des Wirtschaftskolloquiums, Jorun Klinger-Illner, Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Rosenheim, lud zur Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung ins OVB-Medienforum.

Staatsminister Dr. Marcel Huber, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben, nahm diese Einladung als Schirmherr gerne an und begrüßte die Initiative als geeignete Plattform zur Vernetzung der regionalen Wirtschaft.

Rosenheim: "Wichtiger Standort für Bayern"

In seinem Grußwort an die Mitglieder des Kolloquiums hob Dr. Marcel Huber die Bedeutung Rosenheims als wirtschaftlicher Standort für den Freistaat Bayern hervor. „Die Region Rosenheim ist mit der Vielzahl an unterschiedlichen Gewerben aus den verschiedensten Branchen ein wichtiger wirtschaftlicher Standort für Bayern“, so Staatsminister Dr. Marcel Huber.

Damit Südostoberbayern auch in Zukunft als Wirtschaftsregion punkten kann, hat sich die Politik zur Aufgabe gemacht, die richtigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und Bildung zu schaffen. Dabei stehen drei wesentliche Themen für die Region Rosenheim im Fokus: Die Integration von Flüchtlingen, die Förderung von Start-ups in der Region sowie die Umsetzung der Digitalisierung vor Ort.

Kritik an bürokratischem Aufwand

Im Rahmen einer Diskussionsrunde adressierten die Wirtschafsverbände der Region und Mitglieder des Wirtschaftskolloquiums Oberbayern Probleme, Fragestellungen und Lösungsansätze direkt an Staatsminister Dr. Marcel Huber. Angelika Artmann, Vorsitzende der Unternehmerinnen in Handwerk und Dienstleistung (UHD), kritisierte den enormen bürokratischen Aufwand. „Nimmt sich einer meiner Mitarbeiter ein Pflaster aus dem Verbandskasten, so muss ich dies schriftlich festhalten. Für Unternehmer ist dies ein hoher und nicht gerechtfertigter Aufwand“, so Angelika Artmann.

Prof. Heinrich Köster, Präsident der Hochschule Rosenheim, führte den drohenden Fachkräftemangel in der Region auf und appellierte an Politik, Wirtschaft und Bildung zu handeln. „Die Unternehmen der Region benötigen Fachkräfte. Es ist unsere Aufgabe, Lehrstellen attraktiv zu gestalten“, erklärte Prof. Köster.

Fachkräfte und Akademiker werden benötigt

Des Weiteren sei es notwendig, Fachkräfte im IT-Bereich auszubilden, da hier ein enormer Bedarf besteht. Wolfgang Janhsen, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Rosenheim, betonte, dass die Region sowohl Fachkräfte als auch Akademiker aus MINT-spezifischen Studiengängen benötige.

Minister: "Rosenheim muss seine Stimme erheben"

Staatsminister Dr. Marcel Huber nahm die Anregungen auf und bedankte sich für den konstruktiven Dialog. Er betonte: „Rosenheim muss auch weiter seine Stimme erheben, um die Region für die Zukunft fit zu halten“. Er sicherte dafür seine Unterstützung zu.

Das Wirtschaftskolloquium Oberbayern lädt zur Highlight-Veranstaltung 2016 am Donnerstag, 28. April 2016 18 Uhr, Dr. Rudolf Staudigl, Vorsitzender des Vorstands der Wacker Chemie AG. Interessierte Unternehmer sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten.

Pressemeldung Hochschule Rosenheim

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